Medizinische
Fakultät der
Universität
Tübingen
z.H.
Herrn Dekan Prof.
Dr.
Klaus Claussen
Geisweg
7
D-72076
Tübingen
CH-8135
Langnau, 18. Februar 2001
Sehr geehrter Herr Dekan,
Unterschriebener, Dr. med.
habil. Istvàn Gavallèr, Gynäkologe aus Ungarn, bin heute 85 Jahre alt,
seit 1956 Mitglied der Deutschen Gynäkologischen Gesellschaft und über
20 Jahren in Ruhestand, wende mich mit einer grossen Bitte an Sie.
Es wäre für mich sehr wichtig zu erfahren, ob die
Hamersche „Neue Medizin“ naturwissenschaftlich richtig ist?
Der Grund meiner Interesse
ist der folgende:
Im vorigen Jahr (Dezember
2000) wurde bei mir, bei der jährlich obligatorischen Lungenkontrolle ein
abnormaler verdächtiger Schatten im rechten Lungenflügel festgestellt.
Inzwischen merkte ich in
meiner rechten Achselhöhle, unter dem Kinn und unter dem linken Ohr, je
einen Knoten.
Ich ging in die
Lungenklinik der Universität Debrecen zur Untersuchung und einem
Konsilium eines Bronchologen und eines Lungenchirurgen. Das Resultat der
Bronchoskopie und zytologische Untersuchung war negativ und auch die CT
Aufnahmen unsicher, aber der Verdacht eines Tumors war bestätigt.
Zuerst wollte man die erwähnten
Knoten entfernen und abhängend vom histologischen Resultat entweder eine
Thoracotomie oder eine Chemotherapie durchführen.
Ich weigerte mich, die
Knoten operativ entfernen zu lassen, als ich in meinem Bekanntenkreis über
die „Neue Medizin“ hörte. Ich bekam von einem Freund auch die
Habilitationsarbeit von Dr. Hamer, las sie mit großem Interesse und fand
sie außerordentlich logisch aufgebaut. Trotzdem ich ja einen lebenslang
selbst der klassischen Medizin diente, kann ich mir gut vorstellen, dass
auch in unserem Gebiet neue Erfahrungen und Entdeckungen nur zum Nutzen
der Menschheit dienen können.
Da ich erfuhr, dass Dr. Hamer
jahrelang an der Universitätsklinik Tübingen arbeitete, bin ich
sicher, dass Sie dieses Thema ausführlich untersucht haben und ich
erlaube mir deshalb Sie mit meiner Bitte zu stören.
Dass ich in meinem Alter zögere
in ein operatives oder ein chemotherapeutisches Abenteuer einzugehen, ist
– glaube ich – nicht unnatürlich.
Ich bin überzeugt, dass
Sie sehr geehrter Herr Dekan, die Bitte eines betagten Kollegen nicht
unbeantwortet lassen, wofür ich mich herzlichst bedanke.
Ihre hochgeschätzte
Meinung wäre mir äußerst wichtig, bevor ich weitere Entscheidungen
treffe.
Mit vorzüglicher
Hochachtung
Dr.
med. habil. Istvàn Gavallèr
Z.Z.
Langmosstrasse 16
CH-8135
Langnau a.A.
Schweiz