Mendel
Rechtsanwalt
Tribunal
de
Grande
Instance
De
Chambery
Palais
de Justice B.P. 1023
F-73010
Chambery Cedex
Krefeld,
08.10.01
Objekt:
Affaire Hamer, Dr.
No.
De Parquet : 9600 3989
Haben Sie Dank für
die Nachricht vom gestrigen Tage.
Wir
nehmen die „Meinung“ des Dr. Crespo zur Kenntnis, Dr. Hamer
sei reisefähig.
Diese
Feststellung ist falsch. Offenbar ist Dr. Crespo nicht
qualifiziert: weder ist er Radiologe oder sonstiger Facharzt, noch kennt
er den Patienten, noch zeigt er, dass er die Röntgen-Bilder
gesehen hat, noch begründet er, warum wieso aufgrund welcher Basis er das
begründete Urteil des spanischen Radiologen
und die weitergehende Feststellung der Dr. Herrero nicht einmal zur
Kenntnis nimmt, geschweige sich hiermit auseinandersetzt
Die hier geäußerte
persönliche Meinung ist geradezu lächerlich und rechtsstaatlich
offensichtlich unerheblich.
Der
Angeklagte sieht aber, dass dieses „Scheingutachten“ diesem Gericht
zuarbeitet, einem Gericht,
dass es seit Jahren darauf abstellt, den Angeklagten sozusagen ohne Rücksicht
auf Verluste und unter allen Umständen zu verurteilen, nicht mehr aber
auch nicht weniger.
Dieses
Gericht hat schon
bewiesen, dass es Opfer eines Vorurteils ist, es hat eine erste
Verurteilung ja bereits ausgesprochen. Dieses Gericht
hat Hinweise von Universitäten
und einer Vielzahl weiterer Mediziner zur Plausibilität der „Neuen
Medizin“ nicht zur Kenntnis genommen, stattdessen seine Ignoranz
noch unter Beweis gestellt durch Ladung irgendeines französischen
Sektenbeauftragten.
Damit hat das Gericht
jegliche Distanz zur Person des Angeklagten und der Sache „Neue
Medizin“ einerseits, der Schulmedizin
andererseits verloren.
Dieses Gericht
kassiert Geld für Aktenüberlassung (ist das in Frankreich überhaupt so
üblich?) ohne auf der anderen Seite für eine Übersetzung zu sorgen (wofür
hat es denn das Geld bekommen?) noch auf mehrfache diesseitige Anfrage zum
Stand der Übersetzung auch nur mit einem Wort reagiert.
Hierin liegt
Missachtung des Betroffenen und seiner berechtigten Interessen, schon in
dieser Form verhält sich das Gericht
schikanös und willkürlich.
Dass dieses Gericht
das offenbar „Gefälligkeitsgutachten“ zur Fortsetzung des Prozesses
zielgerichtet sozusagen am letzten Tag vor der Verhandlung buchstäblich
in letzter Minute anfordert ist der Gipfel eines von Unrecht bestimmten
Verfahrens. Einerseits hat das Gericht,
in dem es wochenlang untätig bleibt Vertrauen aufgebaut, dass das
Verfahren nicht fortgesetzt werde. Andererseits hat es mit der Prüfung in
letzter Minute dem Angeklagten die Möglichkeit genommen, sich gegen
dieses wahrhaft lächerliche Traktat zu wehren. Auch hiermit beweist
dieses Gericht,
dass es nur das Ziel hat, den Angeklagten zu verurteilen.
In der Sache macht
sich dieses Gericht zum
Opfer des Dr. Crespo, der die wirkliche Gefahr der nachgewiesenen
und sichtbaren Erkrankung ja überhaupt nicht erkannt hat: es geht
nicht um Schmerzen des Dr. Hamer,
es geht um die Gefahr einer Querschnittslähmung bei Antritt einer Reise,
worauf der spanische Radiologe und Dr. Herrero bereits verwiesen
hatten. Dieses Maß an Sorglosigkeit um die Gesundheit bzw. der Gefahr für
die Gesundheit des Betroffenen sind doch schon außerordentlich.
Mit
alldem hat sich diese Gericht
wahrlich disqualifiziert.
Gegen
den Beschluss zur Verhandlung
legen
wir Rechtsmittel ein,
gegen
das Urteil vom heutigen Tage
legen
wir ebenfalls das zulässige Rechtsmittel ein.
Nach
dem bisherigen Prozedere steht ja bereits jetzt vor Verkündung das Urteil
bereits fest.
Dies ist für einen
mitteleuropäischen Rechtsstaat der Neuzeit schon recht ungewöhnlich,
insbesondere wenn man die Machart sieht, wie dieses Urteil zu Stande
gekommen ist.
Es macht der großen
Nation Frankreich, dem Land der Bürgerrechte, dem Land der Aufklärung,
dem Land des Voltaire, keinerlei Ehre.
Dieses Urteil fördert
– von den vielen Verfahrensverstößen einmal abgesehen – in der Sache
der schulmedizinischen
Onkologie, die ihren Patienten nicht effizient helfen kann; dieses
Urteil soll vernichten eine „Neue
Medizin“
des Angeklagten, die zumindest hohe Wahrscheinlichkeit hat, Kranken
wirksam helfen zu können.
Dieses Gericht
nimmt nicht nur dem Angeklagten seine Ehre, seinen Beruf, seine Freiheit,
es nimmt auch Millionen von Menschen Hoffnung auf bessere Behandlung und
Überleben.
Rechtsanwalt:
Mendel