Urteil Chambery
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Korrespondenz 2004 Germanische Neue Medizin®

 

FB/EC

Aktenzeichen Nr. 02/00261

urteil Nr. [unleserlich]/515

vom 01. Juli 2004

Appellationsgericht Chambery

Öffentlich verkündet am Donnerstag, den 01. Juli 2004 durch die Berufungskammer.

Einspruch gegen ein Urteil des Strafgerichts Chambery vom 05. Oktober 2001.

Zusammensetzung des Gerichts bei den Verhandlungen:

Vorsitzender:                            Herr Bessy

Berufungsrichter:                        Frau Zerbib

                                                Herr Baudot

Assistenz:                                 Frau Dalla Costa, Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle

im Beisein von Frau Dufournet, Vertreterin des Generalstaatsanwalts

Streitparteien:

Hamer Ryke Geerd, geboren am 17. Mai 1935 in Mettmann (Deutschland), deutscher Staatsangehöriger, wohnhaft in Camino Urique 69, Apartado de Correos, BP 209, E-29120 Alhaurin el grande, Spanien.

Angeklagter, auf freiem Fuß, Berufungskläger, nicht erschienen.

Staatsanwaltschaft:

Berufungskläger

 

Der Conseil Départemental de la Savoie de l’ordre national des medecins [Beirat der Ärztekammer des Départements Savoie], gelegen in L’Atrium, Avenue Louis Domenget, 73190 Challes les eaux.

Zivilpartei, Berufungsbeklagte, vertreten durch RA Philippe CHOULET, Mitglied der Rechtsanwaltskammer von Lyon.

 

Costa Gil, im eigenen Namen und als Vertreter seiner minderjährigen Kinder Arnaud und Thibaud handelnd, wohnhaft Quartier La Vieille, 05800 ASPRES LES CORPS.

Zivilpartei, Berufungsbeklagter, erschienen.

 

GELIS Patricia, als Vertreterin ihrer minderjährigen Tochter Lucie handelnd, wohnhaft 32, La Chapelle, 33910 BONZAC.

Zivilpartei, Berufungsbeklagte, nicht erschienen, vertreten durch RA Jean-Paul CALLOUD, Mitglied der Rechtsanwaltskammer von CHAMBERY.

 

Die nationale Vereinigung zum Schutze der Familie und des Individuums U.N.A.D.F.L. (Union national des assocoaitions pour la defense des familles et de l’individu), 130 rue de Clignancourt, 75018 Paris.

Zivilpartei, Berufungsbeklagte, vertreten durch RA Joëlle VERNAY, Mitglied der Rechtsanwaltskammer von GRENOBLE.

 

Trigon Michel, wohnhaft 7 Chemin Volliet, 73100 MOUXY.

Zivilpartei, Berufungsbeklagter, erschienen.

Kurzbeschreibung des Verfahrens:

Urteil:

Mit Versäumnisurteil vom 05. Oktober 2001, ergangen wegen wiederholten Nichterscheinens, hat das Gericht, in der Absicht zu urteilen gemäß Artt. 489 ff der Strafprozessordnung [StPO] über den Einspruch mit Datum vom 6. September 2000 von Ryke Geerd HAMER gegen ein am 17. März 2000 ergangenes Urteil

bullet

den von Herrn Ryke Geerd HAMER formulierten Abweisungsantrag zurückgewiesen,

bullet

in Anbetracht von Art. 484 StPO, den besagten Einspruch für unzulässig erklärt,

bullet

festgestellt, dass das Urteil vom 17. März 2000 Folgendes aufweist:

-         Strafrechtliche Klage:

->  Ryke Geerd HAMER ist angeklagt wegen BETRUGs vom 10.05.1993 bis 16.12.1997 (zum Schaden von Frau Marie-Claude CHAVIN) auf dem Nationalgebiet und auf dem Gebiet des Départements Savoie, Verstoß gegen Art. 313-1 Abs. 1, Abs. 2 des Strafgesetzbuches [StGB] und geahndet nach Art. 313-1 Abs. 2, Art. 313-7, Art. 313-8 StGB;

dieser Betrug wurde für verjährt erklärt;

 

->  Ryke Geerd HAMER ist angeklagt wegen illegaler medizinischer HANDLUNGEN vom 10.05.1993 bis 16.12.1997 auf dem Nationalgebiet und auf dem Gebiet des Départements Savoie, Verstoß gegen Art. L.4161-1, Art. L.4161-5 des Gesetzbuches über das öffentliche Gesundheitswesen und geahndet nach Art. L.4161-5 des Gesetzbuches über das öffentliche Gesundheitswesen, wegen Mittäterschaft bei der Ausübung illegaler medizinischer HANDLUNGEN (begangen von Frau GROS) vom 10.05.1993 bis 16.12.1997 auf dem Nationalgebiet und auf dem Gebiet des Départements Savoie, Verstoß gegen Art. L.4161-1, Art. L.4161-5 des Gesetzbuches über das öffentliche Gesundheitswesen, Artt. 121-6 und 121-7 des Neuen Strafgesetzbuches und geahndet nach Art. L.4161-5 des Gesetzbuches über das öffentliche Gesundheitswesen, Artt. 121-6 und 121-7 des Neuen Strafgesetzbuches sowie wegen Mittäterschaft bei unterlassener Hilfeleistung gegenüber gefährdeten Personen (begangen von Frau SIXT und Frau GROS) vom 10.05.1993 bis 16.12.1997 auf dem Nationalgebiet und auf dem Gebiet des Départements Savoie, Verstoß gegen Art. 223-6 Abs. 2 StGB, Artt. 121-6 und Art 121-7 des Neuen Strafgesetzbuches und geahndet nach Art. 223-6 Abs. 2, Abs. 1, Art. 223-16 StGB, Artt. 121-6 und 121-7 des Neuen Strafgesetzbuches;

Ryke Geerd HAMER wurde von diesen Delikten freigesprochen;

 

->  Ryke Geerd HAMER wurde für schuldig erklärt der Mittäterschaft bei der Ausübung illegaler medizinischer HANDLUNGEN (begangen von Frau SIXT) vom 10.05.1993 bis 16.12.1997 auf dem Nationalgebiet und auf dem Gebiet des Départements Savoie, Verstoß gegen Art. L.4161-1, Art. L.4161-5 des Gesetzbuches über das öffentliche Gesundheitswesen, Artt. 121-6 und 121-7 des Neuen Strafgesetzbuches und geahndet nach Art. L.4161-5 des Gesetzbuches über das öffentliche Gesundheitswesen, Artt. 121-6 und 121-7 des Neuen Strafgesetzbuches und des Betrugs (zum Schaden von Frau Jocelyne BELLIARD, Frau Anne-Marie TRIGON, Frau Brigitte JASSERAND und Herrn MARLIOT und Herrn MADAR, Herrn Yves HENRIET und Herrn Jean-Patrick VIVES) vom 10.05.1993 bis 16.12.1997 auf dem Nationalgebiet und auf dem Gebiet des Départements Savoie, Verstoß gegen Art. 313-1 Abs. 1, Abs. 2 StGB und geahndet nach Art. 313-1 Abs. 2, Art. 313-7, Art. 313-8 StGB.

     

Unter Anwendung dieser Artikel wird Ryke Geerd HAMER zu 18 Monaten Strafvollzug, wovon 9 Monate zur Bewährung ausgesetzt sind, und zu einer Geldbuße in Höhe von 50.000 Francs verurteilt.

 

-         Zivilrechtliche Klage:

Ryke Geerd HAMER wird für verantwortlich für die erlittenen Schäden erklärt; Herr HAMER wird dazu verurteilt, dem Conseil Départemental de la Savoie de l’Ordre National des Médecins Schadensersatz in Höhe von 10.000 Francs und einen Betrag in Höhe von 2.500 Francs gemäß Art. 475-1 StPO zu bezahlen; die Veröffentlichung des Urteils in Auszügen in Le Dauphiné Libéré, Libération und Le Figaro auf Kosten des Verurteilten wird angeordnet, wobei die Veröffentlichung in diesen drei Tageszeitungen einen Betrag in Höhe von 10.000 Francs nicht überschreiten darf; Herr HAMER wird dazu verurteilt, der UNADFI Schadensersatz in Höhe von 1 Franc und einen Betrag in Höhe von 2.500 Francs gemäß Art. 475-1 StPO zu bezahlen, des weiteren Herrn Michel TRIGON Schadensersatz in Höhe von 20.000 Francs und einen Betrag in Höhe von 3.000 Francs gemäß Art. 475-1 StPO, Herrn Gil COSTA einen persönlichen Betrag in Höhe von 10.000 Francs, weiterhin 10.000 Francs als gesetzlicher Vertreter seines minderjährigen Sohnes Arnaud und 10.000 Francs als gesetzlicher Vertreter seines minderjährigen Sohnes Thibaud sowie einen Betrag in Höhe von 3.000 Francs gemäß Art. 475-1 StPO zu bezahlen; gemäß Antrag auf unterlassenes Urteil des Strafgerichts Chambéry mit Datum vom 14. April 2000 wird Frau Patricia GELIS als gesetzlicher Vertreter ihrer minderjährigen Tochter Lucie angenommen und Ryke Geerd HAMER dazu verurteilt, ihr Schadensersatz in Höhe von 20.000 Francs und einen Betrag in Höhe von 3.000 Francs gemäß Art. 475-1 StPO zu bezahlen.

 

Das Urteil ist rechtskräftig und wird nach Form und Inhalt vollstreckt.

 

Berufungen:

 

Berufung wurde eingelegt durch:

Herrn Ryke Geerd HAMER am 09. November 2001,

Herrn Staatsanwalt am 09. November 2001.

 

Ablauf der Verhandlungen:

 

Bei der öffentlichen Verhandlung vom 24. September 2003 hat das Gericht vor der Rechtsprechung eine zusätzliche Informationseinholung angeordnet, und zwar die Erstellung eines medizinischen Gutachtens von Ryke Geerd HAMER, wohnhaft Camino Urique 69, Apartado de Correos, BP 209, E-29120 Alhaurin el grande, zum Zwecke der Feststellung, ob der Gesundheitszustand des Angeklagten seine Einreise nach Frankreich zulässt, um vor dem Appellationsgericht von Chambéry zu erscheinen; den Vorsitzenden der Strafkammer des genannten Gerichts, Herrn François BESSY, dazu bestimmt, diese zusätzliche Informationseinholung vorzunehmen; die gegenständliche Sache auf den 26. Mai 2004 um 14:00 Uhr vertagt (diese Entscheidung wurde Herrn Ryke Geerd HAMER am 18. März 2004 mitgeteilt).

Bei der öffentlichen Verhandlung am 26. Mai 2004 hat der Vorsitzende die Abwesenheit des Angeklagten Ryke Geerd HAMER festgestellt.

Gehört wurden:

Der Vorsitzende in seinem Bericht.

RA Philippe CHOULET, Rechtsanwalt des Conseil Départemental de la Savoie de l’Ordre National des Médecins, in seinem Plädoyer.

RA Joëlle VERNAY, Rechtsanwältin von UNADFI, Zivilpartei, in ihrem Plädoyer.

RA Jean-Paul CALLOUD, Rechtsanwalt von Frau Patricia GELIS, Zivilpartei, in seinem Plädoyer.

Herr Gil COSTA und Herr Michel TRIGON, Zivilparteien, in ihren Beobachtungen.

Die Staatsanwaltschaft in ihren Anträgen.

Der Vorsitzende hat daraufhin erklärt, dass das Urteil am 01. Juli 2004 verkündet wird.

Beschluss:

In Anbetracht, dass Herr Ryke Geerd HAMER durch Versäumnisurteil vom 17. März 2000 vom Strafgericht Chambéry freigesprochen wurde von dem Vorwurf illegaler medizinischer Handlungen sowie der Mittäterschaft bei den illegalen medizinischen Handlungen von Frau GROS und der Mittäterschaft bei unterlassener Hilfeleistung für eine gefährdete Person durch Frau SIXT und Frau GROS, dass er der Mittäterschaft bei den illegalen medizinischen Handlungen von Frau SIXT und des Betrugs für schuldig gesprochen und zu achtzehn Monaten Strafvollzug, wovon neun Monate zur Bewährung ausgesetzt sind, sowie zu einer Geldbuße in Höhe von 50.000 Francs verurteilt wurde.

In Anbetracht, dass bei diesem Urteil der Conseil Départemental de la Savoie de l’Ordre National des Médecins, die UNADFI, Herr Michel TRIGON, Herr Gil COSTA, der sowohl in seinem eigenen Namen als auch als gesetzlicher Vertreter seiner minderjährigen Kinder Arnaud und Thibaud auftritt, als Nebenkläger aufgetreten sind und dass ihnen diverse Beträge als Schadensersatz zugesprochen worden sind.

In Anbetracht, dass durch das Urteil vom 5. Oktober 2001 das Strafgericht Chambéry durch ein wegen wiederholten Nichterscheinens ergangenes Versäumnisurteil den von Herrn Ryke Geerd HAMER formulierten Abweisungsantrag zurückgewiesen und seinen Einspruch für unzulässig erklärt hat.

In Anbetracht, dass Herr Ryke Geerd HAMER und die Staatsanwaltschaft durch Erklärungen vom 9. November 2001 Berufung gegen dieses Urteil eingelegt haben.

In Anbetracht, dass der Angeklagte bei der Verhandlung vom 24. September 2003 nicht erschienen ist und eine ärztliche Bescheinigung vorgelegt hat, wonach er nicht anwesend sein könne.

In Anbetracht, dass mit dem prozesseinleitenden Beschluss mit Datum vom 24. September 2003 das hiesige Appellationsgericht eine zusätzliche Informationseinholung angeordnet hat, um ein medizinisches Gutachten von Herrn HAMER zu erstellen, und die Sache zur Verhandlung am 26. Mai 2004 um 14:00 Uhr vertagt hat.

In Anbetracht, dass Doktor ANA MARQUEZ CASTRO am 15. Dezember 2003 ein gerichtsmedizinisches Gutachten vorgenommen hat, das sie mit ihrem Bericht abschließt, dass die Krankheit des Patienten fortschreiten oder stabil bleiben kann, dass jedoch der Umstand des Reisens keinen Einfluss auf den besagten Krankheitsfortschritt hat, dass der Gutachter davon ausgeht, dass die chronische Krankheit des Patienten ihn nicht davon abhält, Fahrten oder Reisen zu unternehmen und dass diese unter Berücksichtigung der in der medizinischen Akte enthaltenen Informationen im Übrigen stabil ist.

In Anbetracht, dass der Angeklagte trotz der Ergebnisse dieses Gutachtens nicht vor Gericht erschienen ist, sondern es vorgezogen hat, das Gericht mit zahlreichen schriftlichen Beleidigungen rassistischer Art zu überhäufen.

In Anbetracht, dass er jedoch durch die Bekanntgabe des prozesseinleitenden Beschlusses vom 24. September 2003 erwiesenermaßen Kenntnis vom Verhandlungsdatum hatte, dass er daraufhin zahlreiche Briefe an das Gericht gesandt hat und es darin über sein Nichterscheinen informierte, dass er daher durch kontradiktorisches Urteil verurteilt wurde.

Sachverhalt:

In Anbetracht, dass der Conseil Départemental de l’Ordre National des Médecins dem Staatsanwalt von CHAMBERY mit Schreiben vom 26. August 1985 die Praktiken eines deutschen Arztes, Ryke Geerd HAMER, angezeigt hat, der zwar in Deutschland praktizierte, jedoch in Frankreich unter dem Deckmantel einer Vereinigung namens „Association Stop au Cancer“ (A.S.A.C.) mit Sitz in CHAMBERY tätig war und dass nach Angabe des Conseil de l’Ordre mehrere im Département Isère praktizierende Ärzte festgestellt hätten, dass sich ihre an Krebs erkrankten Patienten den Kompetenzen dieses Arztes anvertrauten.

In Anbetracht, dass die Regionalverwaltung für Gesundheits- und Sozialfragen des Départements Savoie dieselbe Feststellung gemacht hat und den Staatsanwalt von Chambéry am 25. Mai 1989 angerufen und diesem mitgeteilt hat, dass die Mitglieder der ASAC Gesprächsreihen durchführten, mit dem Ziel, die Kranken durch die Auswertung von Gehirnröntgenbildern zu heilen und dass dies eine illegale Ausübung medizinischer Handlungen darstellen könnte.

In Anbetracht, dass von der Kriminalpolizei Ermittlungen durchgeführt wurden, dass die Staatsanwaltschaft von CHAMBERY dieses Verfahren im Jahre 1989 eingestellt hat und hierbei dennoch davon ausging, dass das Vergehen illegaler medizinischer Handlungen gegeben sei, dass sie den Präsidenten der ASAC davon in Kenntnis gesetzt hat, dass, falls es sich herausstellen sollte, dass die Vereinigung die Kranken davon abbringen würde, sich einer Behandlung zu unterziehen, dies Strafverfolgungen nach sich ziehen würde.

In Anbetracht, dass dem Staatsanwalt ab 1993 Klagen von Ärzten zugegangen sind, die ihm Fälle von Kranken schilderten, die sich auf Anraten der ASAC einer Behandlung verweigerten und unter schrecklichen Qualen starben.

In Anbetracht, dass der Conseil Départemental de l’Ordre am 13. Dezember 1994 Klage eingereicht hat, dass im Jahre 1996 ein Ermittlungsverfahren wegen illegaler medizinischer Handlungen, unterlassener Hilfeleistung gegenüber gefährdeten Personen und wegen Betrugs eröffnet worden ist.

In Anbetracht, dass aus den Akten hervorgeht, dass Herr Ryke Geerd HAMER 1981 eine Theorie entwickelt hat, die er „Airain-Gesetzt des Krebsgeschwürs“ nannte, und zwar ausgehend von seiner persönlichen Erfahrung, wonach sich bei ihm selbst in Folge des Todes seines Sohnes Dirk, der 1978 durch eine Kugel zu Tode gekommen war, einen Hodenkrebs gebildet habe.

In Anbetracht, dass der Krebs nach dieser Theorie auf einen psychischen Schock, einen dramatischen in Isolation erlebten Konflikt, „Dirk-HAMER-Syndrom“ genannt, zurückzuführen sei, der auf Gehirnebene das Entstehen des sogenannten HAMER-Krankheitsherds nach sich zieht, der mit Hilfe eines Röntgenbilds des Gehirns entdeckt werden kann, dass der Inhalt des Konflikts den Ansiedlungsort des Krebsgeschwürs sowie des HAMER-Krankheitsherds bestimmt, wobei zwischen den beiden eine Korrelation besteht, dass nach dieser Methode die Ursache für den Konflikt im Rahmen eines Gesprächs mit dem Kranken erkannt, dieser gelöst und die Heilung in Gang gebracht werden kann, wobei sich der HAMER-Krankheitsherd dann mit einem auf dem Röntgenbild sichtbaren Heil-Ödem umgibt.

In Anbetracht, dass Herr Ryke Geerd HAMER jeden medizinischen Eingriff bzw. Chemo- oder Röntgentherapie und sogar die Verwendung von Morphium ablehnt und einzig die Verabreichung von Kortison befürwortet.

In Anbetracht, dass Herr Antoine D’ONCIEU de la BATIE im Jahre 1985 die Vereinigung „Association Stop au Cancer“ gegründet hat, deren Zweck nach dem „Airain-Gesetz des Krebsgeschwürs“ in der Unterstützung des Kampfes gegen den Krebs bestand, dass diese Vereinigung die Herausgabe der Werke von Ryke Geerd HAMER in französischer Sprache, die Verbreitung dieser Theorie, die Organisation von Konferenzen und örtlichen Komitees auf sich genommen hat.

In Anbetracht, dass die ASAC zunächst unter Vorsitz von Herr D’ONCIEU de la BATIE geführt wurde, dass Frau Marie-Thérèse GROS von 1985 bis 1989 deren Sekretärin, danach von 1989 bis 1992 deren Schatzmeisterin war, dass Frau Andrée SIXT, Angestellte der Vereinigung, deren Sekretärin wurde und diese Position von 1988 bis 1995 innehatte und danach ihre Präsidentin wurde.

In Anbetracht, dass aus zahlreichen Anhörungen, die während des vorbereitenden Prozessverfahrens gemacht wurden, hervorgeht, dass die Kranken von Frau GROS und Frau SIXT empfangen wurden, die sie darum gebeten hatten, ein Röntgenbild des Gehirns mitzubringen, und die anhand von Gesprächen den Ursprung des psychischen Schocks ergründeten, das Röntgenbild untersuchten und ihnen diverse Ratschläge gaben.

In Anbetracht, dass die ASAC Inhaberin zweier Kontokorrentkonten war, die ständige Zahlungseingänge aufwiesen, dass die Ermittler Zahlungsausgänge ins Ausland durch internationale Anweisung entdeckten, die von Frau Andrée SIXT an Herrn Ryke Geerd HAMER in Deutschland (200.000 Francs von 1994 bis 1996) und an die Vereinigung „Zentrum for New Medecine“ in Österreich (350.000 Francs von 1994 bis 1996) überwiesen wurden.

In Anbetracht, dass – nach Angaben von Frau GROS und Frau SIXT waren die Gespräche mit den Kranken nicht kostenpflichtig – sie in jedem Falle Spenden annahmen, dass die finanziellen Mittel der Vereinigung ebenfalls aus kostenpflichtigen Konferenzen und dem Verkauf der Bücher stammten.

In Anbetracht, dass Frau Marie-Thérèse GROS, von Beruf Bürofachlehrerin im Ruhestand, erklärt hat, dass ihre einzigen medizinischen Kenntnisse von Herrn HAMER stammten.

In Anbetracht, dass die Ermittlungen ergeben haben, dass sie auch nach 1992 weiterhin Krebskranke in ihrer Wohnung empfing, dass die Überwachung ihrer Telefonleitung ab Juni 1997 ihre Aktivitäten unter Beweis stellte, dass sie Anrufe von Kranken entgegennahm und diesen Auskünfte über die Entdeckungen von Herrn HAMER und Ratschläge über die aktuellen Behandlungsmöglichkeiten gab, dass bei einer Durchsuchung ihrer Wohnung 73 [? – Zahl schlecht lesbar] Gehirnröntgenbilder teils mit Berichten und Verschreibungen sowie ein optisches Lesegerät gefunden wurden.

In Anbetracht, dass Frau Marie-Thérèse GROS erklärt hat, dass nach Herrn HAMER die Chemotherapie die Lösung des Konflikts und damit die Heilung aussetzen würde und dass die Röntgentherapie schwerwiegende Folgen haben könnte, dass sie angegeben hat, dass sie seit 1993 weder mit Frau SIXT noch mit Herrn HAMER Kontakt hatte.

In Anbetracht, dass Frau SIXT, Krankenschwester von 1971 bis 1988, der ASAC 1988 vor lauter Begeisterung über die Theorie von Herrn HAMER beigetreten ist, dass bei einer Durchsuchung ihrer Wohnung insbesondere Röntgenbilder und eine Leuchttafel sichergestellt wurden, dass das vorbereitende Prozessverfahren ergeben hat, dass sie seit mehreren Jahren das einzige aktive Mitglied der ASAC war, dass sie zugegeben hat, Gespräche mit den Kranken geführt zu haben, um ihren Konflikt zu ergründen und dazu die Röntgenbilder analysierte, um die Existenz eines Ödems zu prüfen, dass sie angemerkt hat, dass die Neue Medizin nicht mit der traditionellen Medizin vereinbar sei und dass sie von der Chemotherapie und der Röntgentherapie abgeraten hätte, dass sie zugegeben hat, mit Herrn HAMER in Verbindung zu stehen, dass sie mit ihm telefoniert hat, um bei ihm Ratschläge oder seine Meinung bei der Deutung der Röntgenbilder einzuholen.

In Anbetracht, dass die Überwachung der Telefonleitung der Vereinigung im Laufe des Jahres 1996 ergeben hat, dass Frau SIXT die Kranken informierte und beriet, sich mit ihnen traf, sie bisweilen dazu animierte, auf eine traditionelle Behandlung zu verzichten und ihnen Medrol verschrieben hat.

In Anbetracht, dass das vorbereitende Prozessverfahren ergeben hat, dass im Jahre 1996 186 Personen Kontakt mit der Vereinigung aufgenommen hatten, dass es bei etwa 100 Personen zu einem Treffen gekommen war und dass etwa 50 Personen ein Röntgenbild bereitgestellt hatten.

In Anbetracht, dass die Ermittlungen weiterhin ergeben haben, dass die ASAC in Kontakt mit einigen Ärzten stand (sieben Allgemeinärzten, einem Homöopathen und einem Akupunkteur), die die Theorie von Herrn HAMER anwendeten und auf Anfrage von Frau SIXT Röntgenbilder oder Kortison verschrieben haben, ohne dabei zwangsläufig in Kontakt mit den Kranken getreten zu sein.

In Anbetracht der Tatsache, dass sich Ryke Geerd HAMER stets geweigert hatte, eine Aussage zu machen und dass er in Deutschland seit 1986 von der Ausübung des ärztlichen Berufes ausgeschlossen wurde.

WORAUF:

Auf illegale medizinische Handlungen:

In Anbetracht, dass aus Art. L.372 des Gesetzbuches über das öffentliche Gesundheitswesen hervorgeht, dass jede Person, die gewohnheitsmäßig in einer Einrichtung an der Diagnostik oder an der Behandlung von Krankheiten durch persönliche Handlungen, mündliche oder schriftliche Beratungen oder durch sonstige, wie auch immer geartete Handlungen teilnimmt, ohne den durch die Artt. L.356 ff vorgegebenen Zugangsvoraussetzungen für den ärztlichen Berufsstand zu entsprechen, den Tatbestand der illegalen Ausübung medizinischer Handlungen erfüllt.

In Anbetracht, dass Herrn Ryke Geerd HAMER vorgeworfen wird, seit dem 10. Mai 1993 auf dem Nationalgebiet und insbesondere auf dem Gebiet des Départements Savoie illegale medizinische Handlungen ausgeübt zu haben und sich zum Mittäter beim Delikt der Ausübung illegaler medizinischer Handlungen, das Frau SIXT und Frau GROS vorgeworfen wird, gemacht zu haben.

In Anbetracht, dass es Herrn Ryke Geerd HAMER seit 1986 untersagt ist, in Deutschland zu praktizieren und dass er in Frankreich in keinem départementweiten Ärztekammerverzeichnis eingetragen ist.

In Anbetracht, dass das vorbereitende Prozessverfahren nicht ergeben hat, dass er nach dem 9. Mai 1993 nach Frankreich gekommen ist oder nach diesem Datum auf dem Nationalgebiet Handlungen gemäß Art. L.372 ausgeübt hat.

Damit wurde er zu Recht vom ersten Richter vom Vorwurf der illegalen Ausübung medizinischer Handlungen freigesprochen.

In Anbetracht, dass für eine Festsetzung für die Herrn Ryke Geerd HAMER vorgeworfene Mittäterschaft zwangsläufig eine persönliche und aktive Beteiligung seinerseits erforderlich ist.

Dass allein die Verbreitung seiner Theorie und die davon abgeleitete Anwendung durch Nichtmediziner nicht ausreichen, um den Tatbestand der Mittäterschaft zu erfüllen.

In Anbetracht, dass Frau GROS, die 1992 aus der ASAC ausgeschlossen wurde, erklärt, dass sie in der Folge keinerlei Kontakt mehr mit Herrn HAMER hatte und dass sie Ihre Aktivitäten allein durchgeführt hat, dass es nicht erwiesen ist, dass er wusste, dass sie weiterhin seine Theorie angewandt hat.

Dass der vom Gericht verkündete Freispruch wegen Mittäterschaft am von Frau GROS begangenen Delikt damit hinreichend begründet ist.

In Anbetracht, dass Frau SIXT, die der Ausübung illegaler medizinischer Handlungen für schuldig befunden wurde, vor dem ersten Richter bestätigt hat, dass sie Herrn HAMER bis 1995 getroffen hat, dass sie stets zugegeben hat, dass sie in Kantakt mit ihm geblieben ist, dass sie miteinander telefonierten, dass sie ihn um Rat bei der Anwendung seiner Theorie und insbesondere bei der Deutung der Röntgenbilder gefragt hat.

Dass hierdurch der Tatbestand der Mittäterschaft am von Frau SIXT begangenen Delikt der illegalen Ausübung gegeben ist und dass das ergangene Urteil aus diesem Grunde eine Bestätigung verdient.

Auf die unterlassene Hilfeleistung für gefährdete Personen:

In Anbetracht, dass Herrn Ryke Geerd HAMER vorgeworfen wird, sich der Mittäterschaft am von Frau SIXT und Frau GROS begangenen Delikt der unterlassenen Hilfeleistung für gefährdete Personen schuldig gemacht zu haben, indem er ihnen insbesondere seine Theorie über die Krebsheilung nahe brachte.

In Anbetracht, dass allein Frau SIXT des Delikts der unterlassenen Hilfeleistung für gefährdete Personen in Bezug auf Frau TRIGON und Herrn HENRIET für schuldig erklärt wurde.

In Anbetracht, dass den Verhandlungsakten nicht zu entnehmen ist, dass Herr Ryke Geerd HAMER Frau SIXT mit Ratschlägen oder Anweisungen bezüglich der konkreten Krankheitsfälle von Frau TRIGON und Herrn HENRIET zur Seite gestanden ist.

Dass allein die Verbreitung seiner Theorie kein ausreichendes Element zur Erfüllung des Tatbestands der Mittäterschaft darstellt, ohne eine persönliche Handlung in Bezug auf diese beiden Opfer.

Dass der Freispruch des Angeklagten in diesem Anklagepunkt aus diesem Grunde vollkommen gerechtfertig ist.

Auf den Betrug:

In Anbetracht, dass es Herrn Ryke Geerd HAMER seit 1986 in Deutschland untersagt ist, den Beruf eines Arztes auszuüben.

Dass er diesen auch in Frankreich nicht ausüben darf, da er in keinem départementweiten Ärztekammerverzeichnis eingetragen ist.

In Anbetracht, dass er sich nichtsdestotrotz weiterhin auf seine Qualifikation als Arzt berufen hat, um seine Theorie zu verbreiten und die Kranken davon zu überzeugen, diese anzuwenden.

Dass beispielsweise seine Werke und insbesondere diejenigen, die von der ASAC im Jahre 1993 herausgegeben wurden, mit „Doktor HAMER“ signiert sind.

Dass die Nachricht auf dem Anrufbeantworter der ASAC auf „Centre de Médecine Nouvelle du Docteur HAMER“ [Zentrum für Neue Medizin von Doktor HAMER] lautete.

In Anbetracht, dass die Ermittlungen ergeben haben, dass die ASAC von 1994 bis 1996 200.000 Francs auf internationale Anweisung an Herrn Ryke Geerd HAMER in Deutschland überwiesen hat sowie einen Betrag in Höhe von 350.000 Francs an die Vereinigung „Zentrum for New Medecine“ in Österreich zur – nach Aussage von Frau SIXT – Unterstützung des Werkes von „Doktor HAMER“.

In Anbetracht, dass die Nutzung dieser Eigenschaft entscheiden für die Steuerung des Vertrauens der Kranken in ihrem geschwächten Zustand war und dafür, sie zum Kauf seiner Werke oder zu Spenden zu veranlassen.

In Anbetracht, dass diese Theorie darüber hinaus – so der Krebsforscher Professor PHILIP –nie nach den gültigen Vorschriften überprüft wurde, wobei die Vertreter solcher Theorien alles tun, damit eine Überprüfung niemals stattfindet.

Dass die Bescheinigung der Universität BRATISLAVA vom 11. September 1998, die nach Angaben des Angeklagten dafür gedacht war, zu bestätigen, dass die Theorie überprüft wurde, eine unzureichende Bescheinigung darstellt, deren wissenschaftlicher Wert nach dem Präsidenten der Abteilung Ethik und Deontologie des Ordre National des Médecins extrem gering ist.

In Anbetracht, dass ein Element des Verstoßes in Frankreich begangen wurde und damit der französischen Rechtsprechung Zuständigkeit zur Kenntnisnahme gewährt wird.

In Anbetracht, dass der Tatbestand des Betrugs gegenüber Herrn Ryke Geerd HAMER damit gegeben ist.

Auf die Strafe:

In Anbetracht, dass Herr Ryke Geerd HAMER bereits zwei Mal in Deutschland für vergleichbare Vergehen verurteil wurde, dass er sich offensichtlich über die französische Rechtsprechung lustig macht und es ablehnt, zu erscheinen, um sich über die Handlungen, die ihm vorgeworfen werden, zu erklären, dass er offensichtlich weiterhin seine vagen Theorien verbreitet, dass er nicht zögert, antisemitische Äußerungen in schriftlicher Form abzugeben, woraus hervorgeht, wie wenig ihm der Mensch bedeutet.

In Anbetracht der besonderen Schwere der von ihm begangenen Taten, die die Basis schrecklicher Familiendramen sind, dass zahlreiche von seinen Theorien geblendete Personen in schrecklichen Qualen gestorben sind, die Ihre Angehörigen verzweifelt und aufgewiegelt zurückgelassen haben.

In Anbetracht, dass im Hinblick auf diese Betrachtungen die von den ersten Richtern verkündete Strafe erschwert wird, wie nachstehend beschrieben, und Haftbefehl gegen den Angeklagten erlassen wird, um einen weiteren Verstoß zu verhindern, und um zu vermeiden, dass er sich weiterhin dem Zugriff durch die Justiz entzieht.

Auf die zivilrechtliche Klage:

In Anbetracht, dass das Gericht die zivile Dimension in höchstem Maße berücksichtigt hat, bis auf die Verurteilung von Herrn Ryke Geerd HAMER zur Bezahlung eines Betrages in Höhe von 450 € an alle Zivilparteien in Anwendung der Bestimmungen von Art. 475-1 StPO.

Aus diesen Gründen

wird vom Gericht

Öffentlich und nach gesetzeskonformer Beratung sowie durch kontradiktorisches Urteil gegenüber Herrn Ryke Geerd HAMER und durch kontradiktorisches Urteil gegenüber den Zivilparteien verkündet.

In der vorgeschriebenen Form

Der Einspruch als angenommen erklärt.

Das Urteil vom 5. Oktober 2001 vom Strafgericht Chambéry bezüglich der Schulderklärung und der Zivilklage bestätigt.

Dieses darüber hinaus entkräftet und von neuem gefasst.

Herr Ryke Geerd HAMER zu einer Strafe von drei (3) Jahren Strafvollzug verurteilt.

Haftbefehl gegen ihn erlassen.

Und darüber hinaus auf zivilrechtliche Klage

Herr Ryke Geerd HAMER dazu verurteilt, jeder der Zivilparteien einen Betrag in Höhe von 450 € in Anwendung der Bestimmungen von Art. 475-1 StPO zu bezahlen.

Festgelegt, dass der vorliegende Beschluss an ein festes Verfahrensrecht über einen Betrag in Höhe von 120 € gebunden ist, zu dessen Zahlung Ryke Geerd HAMER verpflichtet ist.

Die Arrestvollziehung, falls anwendbar, gemäß den Bestimmungen von Art. 750 StPO festgesetzt.

Und zwar in jedem Falle vor dem Hintergrund vorstehender Ausführungen.

In dieser Form verkündet und verlesen bei der öffentlichen Verhandlung vom 01. Juli 2004 vom Vorsitzenden Herrn BESSY in Anwendung der Bestimmungen von Art. 485 letzter Absatz der Strafprozessordnung in seiner Abfassung gemäß Gesetz 85-1407 vom 30. September 1985 unter Mitwirkung der Urkundsbeamtin Frau HONTARREDE und im Beisein der Staatsanwaltschaft.

Zu Urkund dessen wurde das vorliegende Urteil vom Vorsitzenden und dem Urkundsbeamten unterzeichnet.

                 Der Urkundsbeamte      Der Vorsitzende

[Unterschrift] [Unterschrift]

Die Ausfertigung stimmt mit der Urschrift überein.

 

[Stempel des Appellationsgerichts Chambéry, Savoie]

 

[Unterschrift]

 

Hamer/Korrespo/2004/20040701_Chambery_Urteil.pdf

 

französisch

FB/EC
DOSSIER N° 02/00261
ARRETN°04/515
DU 01 JUILLET 2004

COUR D'APPEL DE CHAMBÉRY

Prononcé publiquement le JEUDI 01 JUILLET 2004, par la Chambre des Appels Correctionnels,

Sur appel d'un jugement du T.G.I. DE CHAMBÉRY du 05 OCTOBRE 2001.

COMPOSITION DE LA COUR, lors des débats :
Président : Monsieur BESSY, Conseillers : Madame ZERBIB,
Monsieur BAUDOT,
assistée de Madame DALLA COSTA Greffier
en présence de Madame DUFOURNET, Substitut de Monsieur de Procureur Général

PARTIES EN CAUSE DEVANT LA COUR :

HAMER Rvke Geerd. né le 17 mai 1935 à METTMANN (ALLEMAGNE), de nationalité allemande, demeurant Camino Urique 69 Apartado de Correos 
BP209-E-29120 ALHAURIN EL GRANDE – Espagne
Prévenu, libre, appelant, non comparant.
LE MINISTÈRE PUBLIC :
appelant,
Le CONSEIL DÉPARTEMENTAL DE LA SAVOIE DE L'ORDRE NATIONAL 
DES MÉDECINS, sis L'atrium, Avenue Louis Domenget - 73190 CHALLES 
LES EAUX.
Partie civile, intimé, représenté par Maître Philippe CHOULET, avocat au 
barreau de LYON.

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COSTA GIL. agissant tant en son nom qu'es-qualité de représentant de ses enfants mineurs Arnaud et Thibaud, demeurant Quartier La Vielle - 05800 ASPRES LES CORPS 
Partie civile, intimé, comparant.
GELIS Patricia, agissant es-qualité de représentant légal de sa fille mineure
Lucie, demeurant 32, La Chapelle - 33910 BONZAC
Partie civile, intimée, non comparante, représentée par Maître Jean-Paul CALLOUD, avocat au barreau de CHAMBÉRY.
L`U.N.A.D.F.L (UNION DES ASSOCIATIONS POUR LA DÉFENSE DES FAMILLES ET DE L'INDIVIDU), 130, Rue de Clignancourt - 75018 PARIS 
Partie civile, intimée, représentée par Maître Joêlle VERNAY, avocat au 
barreau de GRENOBLE
TRIGON Michel, demeurant 7 Chemin Volliet - 73100 MOUXY
Partie civile, intimé, comparant
RAPPEL DE LA PROCÉDURE : 
LE JUGEMENT :

Le tribunal, par jugement itératif défaut du 5 octobre 2001, tendant à statuer,
conformément aux articles 489 et suivants du Code de Procédure Pénale, sur l'opposition formée par Ryke Geerd HAMER le 6 septembre 2000 contre un jugement rendu le 17 mars 2000, a:
èrejeté la demande de renvoi formulée par Monsieur Ryke Geerd HAMER ; 
èvu l'article 484 du Code de Procédure Pénale, déclaré ladite Opposition non avenue ;
èdit que le jugement du 17 mars 2000 ayant: 
Sur l'action pénale :
-> poursuivi Ryke Geerd HAMER du chef d'ESCROQUERIE, du 10.05.1993 au 16.12.1997 (au préjudice de Madame Marie-Claude CHAVIN), sur le territoire national et en Savoie, infraction prévue par l'article 313-1 AL.1, AL.2 du Code pénal 
et réprimée par les articles 313-1 AL.2, 313-7, 313-8 du Code pénal,
et ayant déclaré cette escroquerie prescrite;

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-> poursuivi Ryke Geerd HAMER des chefs d'EXERCICE ILLÉGAL DE LA MEDECINE, 
du 10.05.1993 au 16.12.1997 sur le Territoire national et en Savoie, Infraction prévue par les articles L.4161-1, L-4161-5 du Code de la santé publique et réprimée par l'article L.4161-5 du Code de la santé publique, de COMPLICITÉ D'EXERCICE ILLÉGAL DE LA MEDECINE (commis par Madame GROS), du 10.05.1993 au 16.12.1997 sur le Territoire national et en Savoie, infraction prévue par les articles L.4161-1, L-4161-5 du Code de la santé publique, Art. 121-6 et 121-7 du Nouveau Code Pénal et réprimée par l`article L.4161-5 du code da la santé publique, Art. 121-6 et 121-7 du nouveau Code Pénal et de COMPLICITÉ DE NON ASSISTANCE À PERSONNE EN DANGER (commise par Madame SIXT et Madame GROS), du 10.05.1993 au 16.
12.1997 sur le territoire national et Savoie, infraction prévue par l´article 223-6 AL.2 du Code Pénal, Art. 121-6 et 121-7 du Nouveau Code Pénal, et réprimée par les articles 223-6 AL.2, AL1, 223-16 du Code pénal, Art. 121-6 et 121-7 du Nouveau Code Pénal,
et ayant relaxé Ryke Geerd HAMER de ces chefs d'infractions;
èdeclare Ryke Geerd HAMER coupable de COMPLICITÉ D'EXERCICE
ILLÉGAL DE LA MEDECINE (commis pas Madame S/XT) du 10.05.1993 au
16.12.1997 sur le Territoire national et en Savoie, infraction prévue par les articles
L.4161-1, L-4161-5 du Code de la santé publique, Art. 121-6 et 121-7 du Nouveau
Code Pénal et réprimée par l'article L.4161-5 du Code de la santé publique, Art. 121-
6 et 121-7 du Nouveau Code Pénal, et d'ESCROQUERIES (au préjudice de
Mesdames Jocelyne BELLIARD, Anne-Marie TRIGON, Brigitte JASSERAND, et
Messieurs MARLIOT et MADAR, Yves HENRIET et Jean-Patrick VIVES), du
10.05,1993 au 16.12.1997, sur le territoire national et en Savoie, infraction prévue
par l'article 313-1 AL.1, AL.2 du Code pénal et réprimée par les articles 313-1 AL.2,
313-7, 313-8 du Code pénal,
et, par application de ces articles, a condamné HAMER, Ryke Geerd à 18 
mois d'emprisonnement dont 9 mois avec sursis et 50.000 F d'amende 
- Sur l'action civile : déclaré Ryke Geerd HAMER responsable des préjudices subis; 
condamné Monsieur HAMER à payer au Conseil Départemental de la Savoie de 
l'Ordre National des Médecins 10.000 F de dommages et intérêts et 2.500 F au titre 
de l'article 475-1 du Code de Procédure Pénale ; ordonné aux frais du condamné la 
publication du jugement par extraits dans le Dauphiné Libéré, Libération et le Figaro,
ces publications ne devant pas dépasser la somme de 10.000 francs pour les trois 
quotidiens ; condamné Monsieur HAMER à payer à l`UNADFI 1 F de dommages et 
intérêts et 2.500 F au titre de l`article 475-1 du Code de Procédure Pénale, à 
Monsieur TRIGON Michel 20.000 F de dommages et intérêts et 3.000 F au titre de 
l'article 475-1 du Code de Procédure Pénale, à Monsieur COSTA Gil 10.000 F à titre 
personnel, 10.000 F es-qualité de représentant légal de son fils mineur Arnaud et 
10.000 F es-qualité de représentant légal de son fils mineur Thibaud outre 3.000 F 
au titre de l'article 475-1 du Code de Procédure Pénale ; par requête en omission de 
statuer au Tribunal Correctionnel de Chambéry en date du 14 avril 2000, recu 
Madame GELIS Patricia es-qualité de représentant légal de sa fille mineure Lucie et 
condamné Ryke Geerd HAMER à lui payer la somme de 20.000 F de dommages et 
intérêts et 3.000 F au titre de l'article 475-1 du Code de Procédure Pénale.
portera son plein et entier effet et sera exécuté selon ses forme et teneur. 

LES APFELS :
Appel a été interjeté par:
Monsieur HAMER Ryke, le 09 novembre 2001,
Monsieur le Procureur de la République, le 09 novembre 2001.
DÉROULEMENT DES DÉBATS : 

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À l'audience publique du 24 septembre 2003, avant dire droit, la Cour a 
ordonné un supplément d'information à l'effet d'organiser une mesure 
d'expertise médicale de Ryke Geerd HAMER domicilié Camino Urique 69 
Apartado de Correos 209 E-29120 ALHAURIN EL GRANDE aux fins de 
déterminer si l'état de santé du prévenu est compatible avec sa venue en 
France pour comparaître devant la Cour d'Appel de Chambéry ; désigné 
Monsieur Francois BESSY, Président de la Chambre Correctionnelle de ladite 
Cour pour procéder à ce supplément d'information ; renvoyé la présente 
affaire à l'audience du 26 mai 2004 à 14 heures (cette décision a été signifiée 
à Monsieur Ryke Geerd HAMER le 18 mars 2004).
À l'audience publique du 26 mai 2004, Le Président a constaté l`absence 
de Ryke Geerd HAMER, prévenu.
Ont été entendus:
Le Président en son rapport.
Maître Philippe CHOULET, avocat du Conseil Départemental de la Savoie et 
l'Ordre National des Médecins, en sa plaidoirie.
Maître Joelle VERNAY, avocat de I'UNADFI, partie civile, en sa plaidoirie.
Maître Jean-Paul CALLOUD, avocat de Madame Patricia GELIS, partie civile, en sa plaidoirie.
Monsieur GIL COSTA et Monsieur Michel TRIGON, parties civiles en leurs observations.
Le Ministére Public en ses réquisitions.
Le Président a ensuite déclaré que l'arrêt serait prononcé le 01 JUILLET 2004. DÉCISION :
Attendu que, par jugement de défaut du 17 mars 2000 du Tribunal Correctionnel de Chambéry, Monsieur Ryke Geerd HAMER a été relaxé du 
chef d'exercice illégal de la médecine, de complicité d'exercice illégal de la médecine commis par Madame GROS et de complicité de non assistance à personne en danger commis par Madame SIXT et Madame GROS, qu'il a été declaré coupable de complicité d'exercice illégal de la médecine commis par Madame SIXT et d'escroqueries et condamné à la peine de dix-huit mois d'emprisonnement dont neuf mois avec sursis simple ainsi qu'à une amende 
de 50.000 francs d'amende ;
Attendu que ce même jugement a recu les constitutions de partie civile du Conseil Départemental de la Savoie de l'Ordre National des Médecins, de I'UNADFI, de Monsieur Michel TRIGON, de Monsieur Gil COSTA, agissant 
tant en son nom personnel qu'en sa qualité de représentant légal de ses 
enfants mineurs Arnaud et Thibaud et leur a alloué diverses sommes à titre de dommages-intérêts;

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Attendu que, par jugement du 5 octobre 2001, le Tribunal Correctionnel de Chambéry, par jugement d'itératif défaut, a rejeté la demande de renvoi formulée par Monsieur Ryke Geerd HAMER et a déclaré son Opposition non avenue ;
Attendu que, par déclaration du 9 novembre 2001, Monsieur Ryke Geerd HAMER et le Ministère Public ont interjeté de ce jugement;
Attendu qu'à l'audience du 24 septembre 2003, le prévenu ne s'est pas 
présenté et a adresse un certificat médical indiquant qu'il ne pouvait être présent:
Que, par arrêt avant dire droit en date du 24 septembre 2003, la Cour d'Appel 
de ce siège a ordonné un supplément d'information afin d'organiser une mesure d'expertise médicale de Monsieur HAMER et a renvoyé l'affaire ä l'audience du 26 
mais 2004 à 14 heures :
Attendu que le 15 décembre 2003, le Docteur ANA MARQUEZ CASTRO a 
procédé aux opérations d'expertise médico-légales, qu'il résulte de son rapport que 
la pathologie présentée par le patient peut évoluer ou rester stable mais que le fait 
de voyager ne doit pas être déterminant la ladite évolution, que l'expert estime que la pathologie chronique que présente le patient ne l'empêche pas d'effectuer des 
déplacements ou voyages, qu'elle semble d'ailleurs stabilisée au vu des informations contenues dans les dossiers médicaux :
Attendu qu'en dépit des conclusions de cette expertise, le prévenu n'a pas 
comparu devant la Cour, préférant l'abreuver de multiples écrits injurieux à caractère raciste;
Attendu, cependant qu'il est établi qu'il a eu connaissance de la date 
d'audience par la signification de l'arrêt avant dire droit du 24 septembre 2003, qu'il a 
ensuite adressé de nombreux courriers à la Cour l'informant de son refus de . 
comparaître, qu'il sera donc juge par arrêt reputé contradictoire ;
SUR LES FAITS :
Attendu que, par courrier du 26 août 1985 adresse au Procureur de la 
République de CHAMBÉRY, le Conseil Départemental de l'Ordre des Médecins a 
dénoncé les agissements d'un médecin allemand, Ryke Geerd HAMER, qui exercait 
en Allemagne, mais agissait en France sous couvert d'une Association dénommée "Association Stop au Cancer" (A.S.A.C) ayant son siége à CHAMBÉRY, que, selon 
le Conseil de l'Ordre, plusieurs médecins exercant en Isère avaient constaté que 
leurs patients, atteints d'un cancer, faisaient appel aux compétences de ce médecin :
Attendu que la Direction Départementale des Affaires Sanitaires et Sociales
de la Savoie a fait le même constat et a saisi le Procureur de la République de
Chambery le 25 mai 1989, en lui indiquant que les membres de I'A.S.A.C. procédaient
à des séries d'entretiens dans le but de guérir les malades, par l'interprétation de
Scanners cérébraux, que cela pouvait constituer un exercice illégal de la médecine ;
Attendu qu'une enquête a été effectuée par la police judiciaire, que le parquet 
de CHAMBÉRY a classé sans suite ces procédures en 1989 tout en estimant que le 
délit d'exercice illégal de la médecine était caractérisé, qu'il a averti le President de I'A.S.A.C. que s'il était avéré que l'Association dissuadait les malades de recevoir 
des soins, il y aurait des poursuites ;
Attendu qu'à partir de 1993, le Procureur de la République a été saisi de 
plaintes de médecins qui lui signalaient le cas de malades qui refusaient, sur les 
conseils de I'A.SAC., de se soigner et qui mourraient dans des souffrances atroces ;
Attendu que Conseil Départemental de l'Ordre a porte plainte le 13 décembre

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1994 qu'une Information judiciaire a été ouverte en 1996 du chef d'exercice illégal de la médecine, non assistance à personne en danger et escroquerie :
Attendu qu'il résulte du dossier que c'est en 1981 que Monsieur Ryke Geerd HAMER a élaboré une théorie qu'il appelait "loi d'Alrain du cancer", à partir de son expérience personnelle, ayant lui-même développé un cancer des testicules à la 
suite du décès de son fils Dirk, tué par balle en 1978 ;
Attendu que selon cette théorie, le cancer est dû à un choc psychologique, conflit dramatique vécu dans l'isolement, appelé "Dirk HAMER Syndrome" qui 
entraîne, au niveau du cerveau, l'apparition du foyer dit de HAMER, décelable grâce 
à un Scanner cérébral, que la teneur du conflit détermine la localisation du cancer 
ainsi que celle du foyer de HAMER, une corrélation existant entre les deux, que 
d'après cette méthode, l'entretien avec le malade permet de déterminer la cause du conflit, de la résoudre et d'entraîner la guérison, le foyer de HAMER s'entourant alors d'un oedème de guérison visible au Scanner;
Attendu que Monsieur Ryke Geerd HAMER écarte toute Intervention 
médicale, chimiothérapie, radiothérapie et même l'usage de morphine, seule la prise de cortisone étant préconisée :
Attendu qu'en 1985, Monsieur Antoine D'ONCIEU de la BATIE a créé 
l'Association Stop au Cancer dont l'objet était de promouvoir la lutte contre le cancer selon la "loi d'Alrain du cancer", que cette Association s'est chargée d'éditer en 
francais les ouvrages de Monsieur Ryke Geerd HAMER, de diffuser cette théorie, d'organiser des Conférences et des comités locaux;
Attendu que I'ASAC a d'abord été présidée par Monsieur D'ONCIEU de la 
BATIE, que Madame Marie-Thérèse GROS en a été la secrétaire de 1985 ä 1989 
puis la trésorière de 1989 à 1992, que Madame SIXT, salariée de l'Association en est devenue la secrétaire de 1988 à 1995 puis sa Présidente ;
Attendu qu'il ressort des nombreuses auditions faites au cours de l'instruction que les malades étaient recus par Mesdames GROS et SIXT, qui leur demandaient 
d'apporter un Scanner cérébral et qui recherchaient, à l'aide d'entretiens, l'origine du choc psychologique, examinaient le Scanner et leur donnaient divers conseils ;
Attendu que I'ASAC était titulaire de deux comptes courant régulièrement alimentés, que les enquêteurs ont relevé des sorties d'argent vers l'étranger par mandats internationaux adressés par Madame Andrée SIXT à Monsieur Ryke Geerd HAMER en Allemagne (200.000 francs entre 1994 et 1996) et à l'Association 
"Zentrum for New Médecine" en Autriche (350.000 francs entre 1994 et 1996);
Attendu que selon Mesdames GROS et SIXT, les entretiens avec les malades n'étaient pas payants, qu'elles acceptaient toutefois les dons, que les ressources de l'Association provenaient aussi des Conférences payantes et de la vente des livres ;
Attendu que Madame Marie-Therese GROS, professeur de secrétariat à la 
retraite a déclaré que ses seules connaissances médicales provenaient de Monsieur HAMER;
Attendu que l'enquête a établi qu'elle avait continué après 1992 a recevoir à 
son domicile des malades atteints de cancer, que la surveillance de sa ligne téléphonique à partir de juin 1997 a mis en évidence son activité, qu'elle recevait les appels des malades, donnait des renseignements sur les découvertes de Monsieur HAMER et des conseils sur l'opportunité des traitements en cours, que la perquisition faite à son domicile a permis la découverte de 93 Scanners cérébraux, accompagnés pour certains de compte-rendus et de prescriptions, ainsi que d'un lecteur lumineux:
Attendu que Madame Marie-Thérèse GROS a expliqué que, selon Monsieur

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HAMER la chimiothérapie suspendait la solution du conflit, donc la guérison et que la radiothérapie pouvait avoir des conséquences graves, qu'elle a indiqué qu'elle n'avait récu plus de contact avec Madame SIXT ni avec Monsieur HAMER depuis 1993 ;
Attendu que Madame SIXT, infirmière de 1971 ä 1988, a rejoint I'ASAC en 
1988, séduite par la théorie de Monsieur Hamer, que la perquisition perquisition à son domicile a permis, notamment, la saisie de Scanners et d'un tableau lumineux, que l'instruction a établi qu'elle était depuis plusieurs années le seul membre actif de I'ASAC, qu'elle a reconnu qu'elle pratiquait des entretiens avec les malades pour rechercher leur conflit en analysant le Scanner pour vérifier l`existence d'un œdème qu'elle a 
ajouté que la Médecine Nouvelle n'était pas compatible avec la médecine 
traditionnelle et déconseillait la chimiothérapie et la radiothérapie, qu'elle a reconnu 
être en relation avec Monsieur HAMER, à qui elle téléphonait pour lui demander des 
conseils ou son avis sur l'interprétation des Scanners ;
Attendu que la surveillance de la ligne téléphonique de l'Association courant 
1996 a établi que Madame SIXT renseignait les malades, les conseillait, leur donnait des rendez-vous, les incitait parfois à refuser les soins traditionnels et leur prescrivait 
du Médrol;
Attendu que l'instruction a démontré qu'en 1996, 186 personnes avaient pris contact avec l'Association, qu'une centaine avait eu un rendez-vous et qu'une cinquantaine avait fourni un Scanner:
Attendu que l'enquête a encore révélé que I'ASAC était en contact avec 
quelques médecins (sept généralistes, un homéopathe et un acupuncteur) qui 
appliquaient la théorie de Monsieur HAMER et prescrivaient sur demande de 
Madame SIXT des Scanners ou de la cortisone, sans d'ailleurs avoir forcément 
rencontré les malades;
Attendu que Monsieur Ryke Geerd Hamer a toujours refusé de s'expliquer, 
qu'il est interdit d'exercice en Allemagne depuis 1986 ;
SUR QUOI:
Sur l'exercice illegal de la medecine:
Attendu qu'il résulte de l'article L 372 du Code de la Santé Publique qu'exerce 
illégalement la médecine toute personne qui prend part habituellement à 
l'établissement d'un diagnostic ou au traitement de maladies par actes personnels, 
consultations verbales ou écrites, ou par tous autres procédés quels qu'ils soient, 
sans remplir les conditions d'accès à la profession médicale posées par les articles L 
356 et suivants:
Attendu qu'il est reproche à Ryke Geerd HAMER d'avoir, sur le territoire 
national depuis le 10 mai 1993 et, notamment en Savoie, exercé illégalement la 
médecine et de s'être rendu complice du délit d'exercice illégal de la médecine 
reproché à Mesdames SIXT et GROS ;
Attendu que Monsieur Ryke Geerd HAMER est interdit d'exercer en 
Allemagne depuis 1986, qu'il n'est pas inscrit en France à un tableau départemental 
de l'Ordre des Médecins :
Attendu que l'instruction n'a pas démontré qu'il était venu en France après le 9 
mai 1993, ni qu'il ait accompli après cette date sur le territoire l`un des actes visés à 
l'article L 372 :
Qu'ainsi c'est à juste titre qu'il a été relaxé par le premier juge du chef 
d'exercice illégal de la médecine ;

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Attendu que pour être retenue, la complicité reprochée à Monsieur Ryke 
Geerd HAMER implique nécessairement de sa part une participation personnelle et 
active:
Que la seule diffusion de sa théorie et l'application qui a pu en être faite par 
des non médecins ne sauraient suffire à caractériser la complicité ;
Attendu que Madame GROS, évincée de I'ASAC en 1992 déclare qu'elle n'a 
par la suite plus eu de contact avec Monsieur HAMER et qu'elle a continué son 
activité seule, qu'il n'est pas démontré qu'il savait qu'elle avait ainsi continue à 
appliquer sa théorie;
Que la relaxe du chef de complicité du délit commis par Madame GROS 
prononcée par le Tribunal est donc bien fondée ;
Attendu que Madame SIXT, reconnue coupable d'exercice illégal de la 
médecine a confirmé devant le premier juge qu'elle avait rencontré Monsieur HAMER jusqu'en 1995, qu'elle a toujours admis qu'elle était restée en contact avec lui, qu'ils 
se téléphonaient, qu'elle lui demandait des conseils sur l'application de sa théorie et, notamment, sur l`interprétation des Scanners ;
Que cela caractérise la complicité du délit d'exercice illégal commis par 
Madame SIXT, que le jugement déféré mérite confirmation de ce chef;
Sur la non assistance à personne en danger:
Attendu qu'il est reproché à Monsieur Ryke Geerd HAMER de s'être rendu 
complice du délit de non assistance à personne en danger commis par Mesdames 
SIXT et GROS, en leur dispensant, notamment, sa théorie de guérison du cancer;
Attendu que seule Madame SIXT a été déclarée coupable du délit de non 
assistance à personne en danger concernant Madame TRIGON et Monsieur 
HENRIET:
Attendu qu'il ne résulte pas du dossier de la procédure que Monsieur Ryke 
Geerd HAMER soit intervenu auprès de Madame SIXT pour lui donner des conseils 
ou des instructions concernant précisément les malades, Madame TRIGON et de 
Monsieur HENRIET;
Que la seule diffusion de sa théorie ne saurait constituer un élément suffisant
pour caractériser la complicité en l'absence d'un acte personnel relatif à ces deux
victimes: *~-
Que la relaxe du prévenu de ce chef de prévention est pleinement justifiée ;
Sur l'escroquerie:
Attendu que Monsieur Ryke Geerd HAMER est interdit d'exercer la profession 
de médecin en Allemagne depuis 1986;
Qu'il ne peut non plus l'exercer en France, n'étant inscrit sur aucun tableau départemental de l'Ordre des Médecins ;
Attendu qu'il a continue néanmoins à se prévaloir de sa qualité de médecin 
pour diffuser sa théorie et convaincre les malades de l'appliquer;
Qu'à titre d'exemple, ses ouvrages et notamment ceux qui ont été édités par 
I'ASAC en 1993 sont signés "Docteur HAMER";
Que le message du répondeur téléphonique de I'ASAC était "Centre de 
Médecine Nouvelle du Docteur HAMER";
Attendu que l'enquête a établi que I'ASAC a envoyé par mandats 
internationaux 200.000 francs à Monsieur Ryke Geerd HAMER en Allemagne entre

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1994 et 1996, outre une somme de 350.000 francs à l'Association "Zentrum for New Médecine" en Autriche pour, selon Madame SIXT, aider l'œuvre du"docteur HAMER";
Attendu que l`utilisation de cette qualité a été déterminante pour commander la confiance de malades en état de faiblesse et les inciter à acheter ses ouvrages ou à faire des dons;
Attendu au surplus, comme l`a explique le Professeur PHILIP, cancérologue, que cette théorie n'a jamais été vérifiée selon les règles en vigueur, les tenants de ce genre de théorie faisant tout pour qu'une vérification n'ait jamais lieu ;
Que l'attestation de l`Université de BRATISLAVA du 11 septembre 1998, 
censée prouver selon le prévenu que la théorie a été vérifiée, est une attestation rudimentaire ayant une valeur scientifique extrêmement limitée selon le Président de la Section Éthique et Déontologie de l'Ordre National des Médecins ;
Attendu que l'un des éléments de l'infraction a été accompli en France et donne compétence aux juridictions francaises pour en connaître;
Attendu que l`infraction d'escroquerie est donc constituée à l`encontre de Monsieur Ryke Geerd HAMER ;
Sur la peine
Attendu que Monsieur Ryke Geerd HAMER a déjà été condamné à deux 
reprises en Allemagne pour des faits similaires, qu'il se moque manifestement des juridictions francaises et refuse de comparaître pour s'expliquer sur les agissements qui lui sont reprochés, qu'il persiste manifestement à diffuser ses théories fumeuses, qu'il n'hésite pas à se répandre en écrits ä caractère anti-sémite montrant ainsi le peu de cas qu'il fait de la personne humaine :
Attendu que les faits qu'il a commis sont particulièrement graves, qu'ils sont à l'origine de drames familiaux épouvantables, que de nombreuses personnes, éblouies par ses folles théories, sont mortes dans d'atroces souffrances, laissant leurs proches désespérés et révoltés ;
Attendu qu'eu égard à ces considérations, la peine prononcée par les premiers juges sera aggravée comme il sera dit ci-après et mandat d'arrêt délivré à l`encontre du prévenu pour éviter le renouvellement de l'infraction et empêcher qu'il 
ne continue à se soustraire à l`action de la justice :
Sur l'action civile:
Attendu que le Tribunal a parfaitement apprécié la dimension civile, sauf à condamner Monsieur Ryke Geerd HAMER à payer à chacune des parties civiles une somme de 450 Euros en application des dispositions de l'article 475-1 du Code de Procédure Pénale;

PAR CES MOTIFS
LA COUR
Statuant publiquement, après en avoir délibéré conformément à la loi et par arrêt contradictoire à signifier, à l'égard de Monsieur Ryke Geerd HAMER, par arret contradictoire à l'`égard des parties civiles :
En la forme

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Déclare les appels recevables :
Confirme le jugement rendu le 5 octobre 2001 par le Tribunal Correctionnel de Chambéry sur la déclaration de culpabilité et sur l'action civile ;
L'infirme pour le surplus et statuant à nouveau,
Condamne Monsieur Ryke Geerd HAMER à la peine de trois (3) ans d'emprisonnement,
Décerne mandat d'arrêt à son encontre : 
Y ajoutant sur l'action civile,
Condamne Monsieur Ryke Geerd HAMER à payer à chacune des parties 
civiles une somme de 450 Euros en application des dispositions de l'article 475-1 du 
Code de Procédure Pénale.
Dit que la présente décision est assujettie à un droit fixe de procédure d'un montant de 120 euros dont est redevable HAMER Ryke Geerd.
Fixe la contrainte par corps, s'il y a lieu, conformément aux dispositions de l'article 750 du Code de Procédure Pénale.
Le tout en vertu des textes sus-visés.
Ainsi prononcé et lu en audience publique du 01 juillet 2004 par Monsieur 
BESSY, Président, en application des dispositions de l`article 485 dernier alinéa du 
Code de Procédure Pénale dans sa rédaction issue de la Loi 85-1407 du 30 
décembre 1985, assisté de Madame HONTARREDE, Greffier, en présence du 
Ministère Public.
En foi de quoi le présent arrêt a été signé par le Président et le Greffier.
LE GREFFIER, LE PRESIDENT,

-Page 10-

Hamer/Korrespo/2004/20040701_Chambery_Urteil_F.pdf

siehe auch:

Andreas Schydlo an Redaktion "Kontraste", 15.11.2005 - Forderung einer Gegendarstellung

Andreas Schydlo an Deutschen Presserat, 04.12.2005 - Beschwerde wegen Kontraste-Sendung

 

Häufige Fragen zu Justiz Frankreich

Häufige Fragen zu Hamer - Inhaftierung in Frankreich 2004 - ?

 

Weiter