Gegendarstellung, 09.02.2006
Zum Artikel der
Hamburger Morgenpost, 07.02.2006
Hamer hat sie auf dem Gewissen
Ehemann klagt Guru an - seine Frau (40) starb an Brustkrebs
OLAF WUNDER
http://www.mopo.de/2006/20060207/hamburg/politik/hamer_hat_sie_auf_dem_gewissen.html
Ja, Michaela J. war Kunstmalerin und hochintelligent, das ist
richtig.
Jemandem "auf den Leim gegangen" ist sie wohl nur einmal in ihrem
Leben, als sie als 18-Jährige auf Gilbert J. traf (er war damals schon
über 30). Er hauste damals in Paris, wo er vom Geld lebte, das ihm Leute
in den Hut warfen, den er während er pantomimenähnliche Faxen in
Einkaufsstraßen machte, vor sich hinstellte. Er versprach ihr das freie
Leben ohne Chef und Stempeluhr. Micha hat ihren Job - damals bei
McDonalds - fallen gelassen und ging mit ihm.
Jahre später wurde Gilbert dann in Paris auf der Straße von einem
deutschen Geschäftsmann "entdeckt", der ihn dann nach Deutschland holte,
um hier Eröffnungsfeiern von diversen Firmen und Projekten auszurichten.
Micha's Kontakte in Deutschland waren inzwischen alle abgerissen, sie
war auf Gilbert und seine französischen Strassenkünstlerkumpels fixiert.
Mehrmals hat sie versucht, von ihm weg zu kommen, hat, während
Gilbert immer mal wieder andere Frauen hatte, mal bei ihrem Vater oder
Mutter gewohnt. Freunde hatte sie ja hier - in Deutschland - keine mehr,
das hatte Gilbert soweit geschafft, dass sie völlig abhängig von ihm
war.
Ende 95, Anfang 96 hat sie bei ihrem Vater gelebt, das ging dann
nicht mehr, weil die Wohnung zu klein war. Gilbert versprach ihr mal
wieder das Blaue vom Himmel, woraufhin sie dann zu ihm zurück gegangen
war. (Wo sollte sie sonst auch hin....)
Er wollte hier in Deutschland bleiben. Micha hat ihn dann geheiratet,
womit sein Bleiberecht als Belgier in Deutschland geregelt war.
1997 kauften die beiden dann einen alten Bauernhof in der Eifel.
Gilbert wendete sich nun nochmehr verschiedenen anderen Frauen zu. Micha
war ja nun endgültig gefangen.
Sie machte seine Steuern, Haushalt, Garten etc., während Gilbert sich
anderweitig amüsierte... Gilbert war zufrieden und Micha frustriert.
Eskaliert ist das Ganze, als er eine andere Frau ins Haus brachte und
Micha in ein Nebengebäude verschoben hat. Nachdem Micha ihn angefleht
hatte, mit der anderen Schluß zu machen, hat er sie nach ihren Aussagen
angeschrieen, sie solle doch gehen, sie würde ihn eh nur noch
ankotzen... Diese Aussage hat sie jedenfalls gegenüber einigen
Vertrauten immer wieder wiederholt.
Im Januar 2000 spürte Micha dann zum ersten mal Knoten in ihrer
Brust. Sie ahnte Schlimmes, wollte es aber nicht wahrhaben. Zum Arzt ist
sie dann erst im Oktober 01 gegangen.
Die Frauenärztin hat sie dann ins Krankenhaus überwiesen.
Der Arzt im Krankenhaus hat sie dann Ende Oktober 01 einem weiteren
Arzt vorgestellt, zu dem ihr Hausarzt sie dann überwiesen hat.
Nach einer Zeit mit Chemotherapie ist diese abgebrochen worden, weil
es ihr da besch... mit ging.
Eine andere Chemo wurde begonnen, hatte wohl auch nicht geholfen, so
daß der Arzt sie an einen weitern Arzt nach Düsseldorf überwiesen hat.
Ende März wurde sie dann in eine weitere Klinik verwiesen, wo man
dann feststellte, daß nichts geholfen hatte...
Erneut wurde sie von ihrem Hausarzt (April 02) zum Onkologen
überwiesen, der noch mal Chemo gab mit anschließender Strahlentherapie,
für die er sie in Klinikum Aachen überwies.
Ende Mai 02 ist sie im Brustzentrum Düsseldorf gewesen, wo man dann
festgestellt hat, daß bis hier hin noch nichts wirklich geholfen hat.
Ende Juni 02 war dann als Abschluss eine Brust-OP geplant. Für die
Vorbereitungen musste sie zur Mammographie in ein Röntgeninstitut.
Die Meinung des Röntgeninstitutes war, daß sie erst noch mehr Chemo
bekommen müsste und man überwies sie zurück zum Onkologen. Die Kosten
für die Untersuchung, ca.500 €, sollte Micha selber tragen und sich nach
weiterer Chemo wieder melden.
Bis dahin hatte sie ungezählte Chemos und Bestrahlungen über sich
ergehen lassen, sie selbst sprach von über 30 Chemos.
Die Unterlagen, Überweisungen, Arztberichte ect. hat Micha im Hospiz,
wo sie dann starb, dem dortigen Personal in Form von Kopien übergeben.
Sie hat schulmedizinisch soweit alles an und mit sich machen lassen. Sie
hat die Schulmedizin bis zur völligen Schmerzgrenze über sich ergehen
lassen. Niemand kann behaupten, sie habe sich geweigert, sich
schulmedizinisch behandeln zu lassen.
Die Unterlagen sind im Hospiz verblieben, jedenfalls waren sie bei
den Sachen, die ihrer Mutter geschickt wurden, nicht dabei.
Soweit zur Schulmedizin bis Juli 2002.
GILBERT war es, der Webseiten der Neuen-Medizin im Internet gefunden
hatte und Micha vorgeschlagen hat, halt "was anderes zu versuchen", wenn
Chemos nun mal nichts bringen. GILBERT war auch der jenige, der wollte,
daß sie nach Spanien fliegt. Er wollte sogar selber gerne mit. Das Geld
fehlte für die Reise. Michas Mutter hat dann die Kosten übernommen,
wofür sie selber dann auch mit fliegen wollte. Sie war nicht bereit,
auch die Kosten für Gilbert zu übernehmen, weil sie kurz vorher Micha
schon einmal Geld gegeben hat, um Gilberts Konten auszugleichen ...
Während Micha im Nebengebäude hausen musste, hat Gilbert fast 10.000
DM mit einer anderen Frau durchgebracht, alle Konten überzogen. Micha
bekam damals das Geld von ihrer Mutter unter dem Vorwand "am Haus müsse
repariert werden ". Micha hat für Gilbert die letzten Jahre nur noch
funktioniert, immer mit dem Gedanke, ihn zu verlassen.
Im Spätsommer 02 ist Micha dann mit ihrer Mutter für eine Woche nach
Spanien geflogen. Dort hat sie sich die Problematik um ihren Brustkrebs
pauschal erklären lassen, worum es wirklich ging, hat sie bis zum Schluß
nicht offenbart. Deswegen hatte sie auch später noch ein schlechtes
Gewissen.
Gegen Ende Sommer 03 offenbarte sich Micha dann in einem tieferen
Gespräch gegenüber einem Bekannten. Gilbert war zu der Zeit mal wieder
wochenlang auf Tour... Es war, als würde sie sich irgendwie freireden
wollen und man unterhielt sich stundenlang. Ihr größtes Problem war, daß
sie nicht wusste, wo sie hin sollte und auch nicht wusste, wie sie es
Gilbert erklären sollte, daß sie ihn verlassen will. So ging das bis ca.
Oktober 04....
Freunde, denen sie ihr Leid Stück für Stück offenbarte, bei denen sie
regelrecht nach Hilfe rief, boten ihr an, sie in ihrem Haus auf zu
nehmen. Trotz gemeinen Einwirkungsversuchen durch psychischen Druck die
Gilbert daraufhin unternahm, blieb sie auch dabei, woraufhin Gilbert
seine Felle schnell davonschwimmen sah.
Bei ihrem ersten Anlauf, den sie unternahm, zu gehen, rastete Gilbert
völlig aus. Als sie dann noch versucht hat, ihm zu erklären, daß ihr
Konflikt eigentlich nur ER sei, ist Gilbert geriet er völlig außer sich.
Ab da war Hamer dann unten durch bei ihm und alle die Micha
unterstützten, in welcher Form auch immer, noch mit. Er behandelte Micha
als sein Eigentum, das nur das zu machen hatte, was ER wollte...
Für Gilbert's persönliches Ego war es scheinbar unmöglich, daß er von
einer Frau verlassen wird. Er drehte für sich die Angelegenheit um,
indem er sie vor die Tür setzte.
Im Feb.05 nach einem Riesenkrach ist Micha dann zu ihrer Mutter
gezogen. Gilbert hat dann sofort die Türschlösser getauscht, damit sie
nur ja nicht mehr ins Haus konnte, ihre Sachen zu holen, wenn er nicht
da ist. Er hat psychischen Druck veranstaltet von der "allerfeinsten
Sorte". Außer Dr. Hamer waren nun auch alle anderen Schuld, die Michaela
unterstützten, da seine Steuerberaterin, Sekretärin, Haushälterin,
Gärtnerin und ab und an auch mal Frau, wenn ihm danach war, nun weg war.
Das, was Gilbert J. momentan in reißerischer Manier der
Öffentlichkeit präsentiert, nennt man wohl Flucht nach vorne, damit
seine Scheinheiligkeit in der Öffentlichkeit gewahrt bleibt. Außerdem
bedeutet Presse für ihn Werbung. Abgebrüht, wie er ist, geht er für
diese Werbung nun über Micha's Leiche.
Gilbert hat Michaela seit Februar 2005 nicht mehr zu Gesicht
bekommen, gibt aber vor, über die Umstände, wie sie in den letzten
Monaten gelebt hat, Bescheid zu wissen. Von Michaela Abschied zu nehmen,
war ihm nicht viel wert ... Er hat bis heute den Platz, wo sie bestattet
wurde, vermutlich nicht besucht, aber um mal wieder irgendwie "in die
Zeitung zu kommen", reist er quer durch Deutschland.
Der Konflikt war also über Jahre hochaktiv und die schulmedizinische
Therapie hatte auch ihre Spuren hinterlassen. Sie war sehr schwach und
ging dann wegen eines Debikus - der zuhause nicht gut versorgt werden
konnte - in ein Hospiz. Schmerzen hatte sie mäßig und wollte deswegen
auch keine Schmerzmittel, auf alle Fälle kein Morphium. Dieses hat sie
gleich im Hospiz geäußert, was den Unwillen des anwesenden Arztes
erregte. Drei Tage vor ihrem Tod trank sie noch Sekt und fühlte sich
gut. Am nächsten Tag rief ein Bekannter an und eine Schwester nahm ab
und meinte, Micha schliefe, weil man ihr ein Pflaster gegeben habe. Dann
wurde Michaela am nächsten Tag angerufen, wobei wieder geäußert wurde,
daß sie schliefe. Daraufhin wurde von dem Bekannten geäußert, daß man
ihr bitte ausrichten solle, daß er sich umgehend auf den Weg mache, um
sie zu besuchen. Wenige Zeit später wurde die Mutter vom Hospiz
angerufen und gesagt, daß Micha nun nach stärkeren Schmerzmitteln
verlangt hätte, die man ihr gab... Fast zeitgleich wurde der Bekannte
angerufen und mitgeteilt, daß Micha gestorben wäre.
(Unterschrift, Original liegt vor)
Freunde von Michaela, der ihren Willen respektiert haben
(Unterschrift, Original liegt vor)
Gelesen und für richtig befunden
Die Mutter von Michaela