Homöopathische Beratung
...
Mitglied der
Naturärzte-Vereinigung der Schweiz und des Verbundes für klassische
HomöopathieSchweiz, 12.Dez.
2006
Sehr Geehrter Herr Dr. Hamer
Vielleicht erinnern Sie sich noch an mich? Ich habe Ihnen vor
ziemlich genau einem Jahr einen Brief geschrieben. Sie haben mir eine
sehr nette und ausführliche Antwort zurück geschrieben.
Auch Ihren 2.Brief am Tage Ihrer
Entlassung aus Paris
habe ich sehr geschätzt und behalte diese Briefe stets in meiner
Schublade.
Wir haben uns Gedanken ausgetauscht über
das Thema einer homöopathischen Behandlung eines älteren Herrn (Jahrgang
1931), der zu mir kam wegen
Prostata-Ca. Ich war damals ganz neu von der Idee der
Neuen Medizin begeistert und hatte
aber trotzdem Zweifel. Ich war damals der Meinung, dass Krebs nicht nur
durch ein DHS,
sondern auch durch
Schadstoffe/Strahlen ausgelöst werden könne.
Ich behandelte diesen
Prostata-Patienten über längere Zeit mit homöopathischen und
phytotherapeutischen Mitteln. Sein Zustand verbesserte sich zusehends
während einigen Monaten. Aber es war eine Zustand einer hängenden
Heilung.
Nun, Sie sagten mir damals, dass ich dringend bei diesem Patienten
den Konflikt suchen müsse. Leider war ich damals noch zu wenig klar in
der GNM. (Ich bin leider
manchmal etwas schwer von Begriff) Ich kenne die Familienverhältnisse
dieses Patienten und als ich ihn dann nach einem
hässlichen
(halb-)genitalen Konflikt befragte, kam nichts dabei heraus. Er
sagte, er sei glücklich in seiner Beziehung. Ich kenne ja seine Frau –
eine sehr nette, attraktive Frau. Zwei nette Söhne. Es schien da nichts
zu geben.
Im Frühjahr 06 ging mein Patient (wie jedes Jahr) für eine Woche in
ein Kurbad in die Ferien. Von dort aus rief er mich an, dass es ihm
plötzlich schlecht ginge. Der Krebs war wieder aktiv geworden!
Nun erinnerte ich mich natürlich an Ihre Aussage und gab nicht
locker. Ich fragte ihn direkt: „Hatten Sie irgendwann einmal einen
‚Kurschatten’ während Ihren Ferien in diesem Kurbad?“
Nach einer langen Pause sprach er mit mir endlich über seinen
Konflikt:
Er hatte ein Liebesverhältnis mit seiner um 30 Jahren jüngeren
Sekretärin. Eine geheime Liebe neben der Ehe während mehrerer Jahre. Der
einzige Ort wo sie langer zusammen sein konnten, war während diesen
Kuraufenthalten. Schließlich kam seine Frau dahinter und die Beziehung
musste zu Ungunsten der Freundin sofort beendet werden. Das Ganze liegt
viele Jahre zurück. Er hat diese Exfreundin per Zufall hie und da auf
der Straße getroffen und bei jeder Begegnung sein schlechtes Gewissen
gehabt, dass er sie einfach fallengelassen hatte, wie einen heißen
Stein. Er sagte: „Wir hatten ja keine Chance. Sie war viel zu jung für
mich.“
Nun, wir haben dieses Problem miteinander besprochen und seit da geht
es wieder viel besser … aber ich war leider etwas zu spät. Durch den
Rückfall hat er wieder Kontakt mit der
Schulmedizin aufgenommen
und ist wieder sehr stark in deren Behandlung.
Seine Beinödeme werden mit Diuretika behandelt und man verabreicht
ihm eine Anti-Hormon-Therapie. Ich kann ihn nur noch am Rande etwas
homöopathisch unterstützen. Hätte ich damals mehr über die
GNM gewusst, dann hätte ich ihm
wahrscheinlich helfen können.
Für mich war das ein sehr einschneidendes Erlebnis und ich begann
mich nun wirklich für die GNM
zu interessieren. Ich werde diesen Fehler nicht noch einmal wiederholen.
Seit Herbst habe ich nun die Ausbildung bei Helmut Pilhar begonnen und
werde diese Ausbildung auch weiterführen.
Wie ich in meinem ersten Brief schon erwähnte, bin
ich eigentlich gar nicht im Bereich von Krebstherapien tätig und strebe
auch keine solche Behandlung an. Wie Sie selbst sagen, gehören diese
Patienten in Hände von Medizinern mit Hochschulabschluss und nicht zu
uns Heilpraktikern. Mein Hauptgebiet ist die Behandlung von
Hautproblemen.
Seit Jahren behandelte ich sehr viele Patienten erfolgreich mit
Homöopathie (Insbesondere
Neurodermitis). Auch da bin ich mit Ihnen einig, dass
Neurodermitis eine
Krebs-verwandte Krankheit ist … früher hätte ich auch da meine Zweifel,
ob die Ursache immer ein
DHS sein würde ...
aber nun sehe ich auch deutlich, dass Sie mit Ihrer Theorie Recht haben!
Ich habe meine Behandlung jetzt mehr in diese Richtung verlagert ...
frage viele Patienten nach ihren
Trennungskonflikten ... und begebe mich allmählich auf den Weg eine
noch bessere Therapie-Form zu finden, als mit der herkömmlichen rein
homöopathischen Behandlung.
Ich bin also auf den Weg der GNM
gekommen … dank Ihnen!
Das einzige, was mich sehr traurig macht, ist Ihre sehr kritische
Einstellung der Homöopathie gegenüber.
In Ihrem letzten Schreiben über „Gedanken zur Therapie“ schreiben Sie
folgendes:
„ … weder mit Medikamenten, Bestrahlungen, Handauflegen,
Geistheilung,….und homöopathischen Mittelchen könne man Lungenherde
heilen.“
(Das homöopathische Mittel Aconitum kann mindestens die Todesangst
dieser Patienten stark lindern)
Ich kann so viele Probleme mit homöopathischen Mitteln lindern. Kann
den Leuten meistens helfen, ihre Schmerzen zu reduzieren und ihren
Heilungsprozess anzukurbeln, ihre Leber, Lunge und Milz zu stärken. Auch
in vielen Fällen von
Neurodermitis und Psoriasis habe ich den Leuten mit guten Gesprächen
und den unterstützenden Heilmitteln geholfen ihre Krankheiten für immer
zu bewältigen. Ich könnte Ihnen viele Fotos (vorher-nachher) zeigen!!!
Ich habe meine Praxis wirklich nicht zum Geld verdienen, sondern um den
Leuten zu helfen. (Ich verdiente in meinem früheren Beruf mehr als ich
heute verdiene und arbeitete einiges weniger dafür)
Unser Lehrer der Homöopathie hat uns damals gelehrt: „Das wichtigste
Gebot eines Therapeuten ist Bescheidenheit und Achtung vor dem
Patienten“. Ich halte mich an diese zwei Gebote … Darum war ich ja
auch offen für die GNM. Weil
ich die Bescheidenheit habe, mich nicht in meine Homöopathie zu
versteifen, sondern für eine noch bessere Heilmethode offen zu sein. Ich
habe mich (trotz meiner täglichen Erfolge sehr selbstkritisch beobachtet
und mich gefragt, wieso ich nicht noch besser werden könnte) … obwohl
die Leute oft einen weiten Weg auf sich nehmen, um zu mir zu kommen.
Wie gesagt, (schon aus rechtlichen Gründen) behandle ich
Krebs-Patienten normalerweise nur neben den schulmedizinischen
Behandlungen. (Als eine Art Schadensbekämpfung). Auch auf diese Art kann
ich sehr viel Leid abwenden, indem ich einfach die Nebenerscheinungen
lindere: Ständiges Erbrechen: Ipecacuha / grosse Schwäche: Z.Bsp.
Arsenicum album oder Carbo Veg…./ Blutungen nach Bestrahlung: Phosphorus,
Tarentula cubensis… / Knochenschmerzen: Toxicophis, Symphytum… /
Knochenwucherungen: Calcium fluoratum.
Vielleicht sollten Sie die Homöopathie nicht so kritisch betrachten.
Was wäre, wenn auch wir nicht ganz unrecht hätten und man mit der
Homöopathie doch viele Leiden lindern könnte?????
Patienten mit Osteolysen nicht gar so viel Schmerzen ertragen
müssten, wenn sie geeignete homöopathische Mittel bekommen könnten.
Vielleicht könnten Patienten mit Angst vor „Lungenmetastasen“ mit ein
paar Globuli Acontium, Arsenicum album oder Kalium arsenicosum von ihren
schlimmsten Angstzuständen befreit werden und schneller in die Lösung
kommen? Vielleicht würden epileptische Anfälle milder ausfallen, wenn
man die richtigen homöopathischen Globuli verabreichen könnte?
Vielleicht könnte eine Heilkrise weniger heftig ausfallen, wenn man die
Leute mit den richtigen Mittel stärken würde?
Das soll keine Kritik sein. Ich hoffe einfach, dass es für Sie auch
etwas Kompromissbereitschaft geben könnte?
Wie gesagt, ich bewundere Sie, für alles was Sie uns an Wissenschaft
vermitteln können und ich werde auch mit Ihrer Kritik an uns Homöopathen
leben können … aber ich habe die leise Hoffnung, dass es eines Tages
eine Zusammenarbeit zwischen GNM und
Homöopathie geben wird.
Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten und
weiterhin erfolgreiches Schaffen im neuen Jahr
und natürlich vor Allem: Eine gute Gesundheit!