Keimblätter
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Eine Einführung in die Germanische Neue Medizin®

von Dr. med. Ryke Geerd Hamer

Die Entwicklung des Menschen nach den drei Keimblättern

Die Keimzelle mit den drei Keimblättern

Bei der Entwicklung eines Lebewesens bilden sich in einer Keimzelle drei verschiedene Schichten oder Keimblätter: Das Entoderm oder inneres Keimblatt, das Ektoderm oder äußeres Keimblatt und das Mesoderm oder mittlere Keimblatt. Aus diesen drei Schichten entwickeln sich verschiedene Gewebe, die zu verschiedenen Organen aufgebaut werden, wobei alle drei Arten spezifische Leistungen vollbringen.

Die meisten unserer Organe entstammen nur einem dieser drei Keimblätter. Es gibt aber auch andere, die aus mehreren Anteilen verschiedener Keimblätter funktionell zusammengebaut sind. Weil sie zusammen eine bestimmte Funktion haben, werden sie heute als zusammenhängendes Organ bezeichnet, was sie weder entwicklungsgeschichtlich noch durch die Keimblattzugehörigkeit sind.

Ein interessantes Beispiel: Der „Uterus“ besteht eigentlich aus zwei Organen, dem Gebärmutterhals und dem Gebärmutterkörper mit Eileitern, deren Schleimhäute verschiedenen Keimblättern entspringen und erst später in der Evolution zusammengewachsen sind.

Das Wissen um die drei Keimblätter, die Keimblattgeschichte und ihre Bedeutung für biologisches Leben sind wichtig für das Verstehen der NEUEN MEDIZIN. Aus diesen „Urblättern“ erwächst alles biologische Leben nach einem vorbestimmten Prinzip.

Aus dem unterschiedlichen Alter der Keimblätter leitet sich auch das Alter der aus ihnen entstandenen Organe oder Organteile ab. Das innere Keimblatt ist das älteste; dann folgen das äußere und später das mittlere. Entsprechend der Funktion der Organe eines Keimblatts ergibt sich auch die Erlebniskonflikt-Abhängigkeit des jeweiligen Organs (die Organe des inneren Keimblatts sind überlebensnotwendig und verdauen Nahrungsbrocken, folglich reagieren sie auf schwerverdauliche „Brocken“ als Konflikt). Die Gewebsstrukturen oder Organe unseres Körpers bilden sich sowohl aus einem Keimblatt als auch möglicherweise aus mehreren. Das bedeutet natürlich, daß gewisse Teile eines Organs auf unterschiedliche Erlebnisse reagieren können. Gesteuert werden die Keimblätter von den zwei Gehirnen, dem Althirn und dem Großhirn; entsprechend finden wir auch hier die Zusammenhänge zwischen Gehirn, Keimblatt und Organ.

Wenn sich im Laufe der Evolution die verschiedenen Zellen und Organe entwickelt haben, so immer entsprechend den derzeitig vorhandenen Informationen in ihrem derzeitigen Umfeld. Jedes Organ ist die optimale Antwort auf ein derzeitiges, vom Organismus zu lösendes Problem.

Keimblatt - Entwicklungssituation - Organ - Gehirnteil

Entoderm (Inneres Keimblatt)

Entwicklungssituation

Überleben und sich Vermehren. Die ersten Lebewesen waren Einzeller und in dieser Entwicklungsstufe direkt von ihrem natürlichen Milieu, dem Meer abhängig und mit ihm in direktem Kontakt. Aus dieser Situation heraus entwickelten sich auch bei mehrzelligen Lebewesen die Überlebensorgane entsprechend ihren Urformen aus dem Inneren Keimblatt weiter.

Konfliktsituation

Konflikte, die mit dem „Fassen eines Brockens“ zu tun haben, z.B. Den-Brocken-nicht-zufassen-kriegen, einen-Brocken-nicht-hinunterschlucken-können; Todesangstkonflikte, Existenzkonflikte; häßliche Konflikte, z.B. häßlicher, unverdaulicher Ärger, häßlicher, genitaler Konflikt; schwere Verlustkonflikte.

Organe des Inneren Keimblatts

Alle überlebenswichtigen Organe wie Verdauungsorgane, so der Mittelteil des Magens, der Darm außer dem Rektum (Enddarm), ein Teil der Leber, Lunge, die Prostata, Gebärmutter ohne Gebärmutterhals.

Gehirnzugehörigkeit

Das Stammhirn.

Mesoderm (Mittleres Keimblatt)

Entwicklungssituation

Aus Einzellern werden Mehrzeller. Sie schotten sich durch eine Haut vom Meer ab. Dadurch wird die Entwicklung einer dem Meer ähnelnden Flüssigkeit notwendig sowie die Entwicklung eines Regelsystems im Innern des Zellverbandes um jederzeit diese Nachahmung des Meerwassers aufrechtzuerhalten. Dies bewältigten am Anfang die Hormone. Aus immer gleichen Hormonströmen bildeten sich dann die Nervenfasern. Um dem Lebewesen Bewegungsfreiheit zu sichern, brauchte es Bewegungsorgane.

Konfliktsituationen

Konflikte der Anpassung, der Koordination, der Verletzlichkeit und der Bewegungsfähigkeit.

Organe, die zum mittleren Keimblatt gehören
bulletSkelett: Sämtliche Knochen, Knorpelgewebe, Sehnen
bulletSkelett-, Darm- und Herzmuskulatur
bulletHormonproduzierende Drüsen wie Eierstock, Hoden, Brustdrüsen, Nebennieren
bulletBlutgefäße, Blutzellen, LymphzeIlen, Lymphdrüsen, Milz, Nieren
bulletLederhaut
bulletalle organumschließenden Häute wie Brustfell, Rippenfell, Herzbeutel
Gehirnzugehörigkeit:

Die oben erwähnten Teile des Körpers werden von drei verschiedenen Gehirnteilen aus gesteuert, entsprechend ihrer Entwicklungsgeschichte: Die Häute vom Kleinhirn, die anderen Teile entweder vom Mittelhirn oder vom Großhirnmarklager.

 

Ektoderm (Äußeres Keimblatt)

Entwicklungssituation

Überleben außerhalb des sicheren Meeres, auf dem Festland. Drohende Gefahren. Darum wurde die Entwicklung von Organen notwendig, die genaue Auskünfte über die Umgebung geben konnten. Alles, was in das Innere des Körpers hereingelassen wurde, mußte auf seinen Nutzen hin überprüft werden. Dazu wurde es oft notwendig sich mit Gleichartigen zusammenzutun.

Konfliktsituationen

Konflikte des Hereinlassens und des Ausscheidens, also der Abgrenzung. Konflikte der Sinneswahrnehmung. Konflikte des Kontaktes zu anderen Mitgliedern der Spezies.

Organe, die zum äußeren Keimblatt gehören

Alle für die Verbindung mit der Außenwelt verantwortlichen Organe:

bulletAlle Sinnesorgane
bulletdie Intima der Koronararterien und -venen, die sich aus den Kiemenbögen entwickelt haben

Alle Zufahrts- und Abfahrtswege der lebenswichtigen Organe:

bulletdie Leber (Gallengänge)
bulletdie Bauchspeicheldrüse
bulletdie Bronchien vor den Lungen
bulletEingang und Ausgang des Magens, des Darms usw.

Alle Organe, die der Verständigung mit anderen Lebewesen dienen oder der gegenseitigen Abgrenzung:

bulletäußere Geschlechtsteile
bulletBlase
bulletZähne
bulletdie Oberhaut (Epidermis)
bulletdie Muskulatur
Gehirnzugehörigkeit:

Die Großhirnrinde (Cortex).

Copyright by Dr. med. Ryke Geerd Hamer

 

siehe auch:

Artikel:

ZeitenSchrift, 10.2001 - Krankheit gibt es nicht

 

 

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