
Express, 27.07.1992
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Leukämiekranke
Alonka: Über 2000 kamen zur Blutabnahme
exp Mechernich - Die Schlange der Blutspender in Mechernich (Eifel)
nahm gestern kein Ende: Über 2000 Menschen kamen in die Aula der
St.-Barbara-Schule, um
der leukämiekranken Alonka (14) aus Tschernobyl zu helfen. Rund 40
Ärzte aus dem Kreis Euskirchen waren im Dauereinsatz, um den Spendern jeweils zehn
Milliliter Blut zu entnehmen. Die Proben wurden noch gestern abend zum Köln-Bonner
Flughafen gebracht, von wo aus sie nach Greensboro in North Carolina geflogen wurden. Dort
werden die Blutproben typisiert. Stimmen die Gewebemerkmale des Spenders mit denen von
Alonka überein, kann es zu einer Knochenmark-Übertragung kommen.
Auf eine solche Transplantation ist die 14jährige Alonka unbedingt
angewiesen. Wird innerhalb der nächsten zwei Jahre kein geeigneter Spender gefunden, muß
das Mädchen sterben.
Auch Dr. Martin Friedrichs, Arzt der Deutschen Botschaft in Moskau, kam
nach Mechernich und ließ zahlreiche Spender zur Ader.
Neben den Blutspenden ist die Eifeler Hilfsgruppe, die die Hilfsaktion organisiert, auch
auf Geldgaben für die Behandlung Alonkas und für den Ferienaufenthalt
von insgesamt 34 Tschernobyl-Kindern angewiesen.
siehe auch:
Informationsdienst Amici di Dirk, 3/92