Zur Zeit Nr.37/99, 10.09.1999
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"Kunstfehler" im Krankenhaus
Der Chirurgieskandal im Landeskrankenhaus Freistadt in
Oberösterreich ist möglicherweise nur die Spitze eines Eisberges, dessen
Breite noch gar nicht abzusehen ist.
Das Sterben der verpfuschten Patienten war oft lange und
qualvoll, doch die Angehörigen wurden vom Operateur, dem zahlreiche Kunstfehler
nachgesagt werden, kaltschnäuzig abgewimmelt. ...
Es gibt angeblich nur ein Promille an Schadensgutmachungen
nach ärztlichen Kunstfehlern. Das alte Sprichwort, "Eine Krähe hackt der
anderen kein Auge aus" scheint ganz besonders in der Medizin Geltung zu
haben. ..
In Amerika sind die Ärzte längst nicht mehr die Götter in
Weiß wie bei uns, sondern hochbezahlte Spezialisten, die für ihre Fehler voll
verantwortlich gemacht werden können. In Österreich ist es aber möglich, daß
unfähige Ärzte jahrelang ihrem Handwerk nachgehen dürfen, ohne dafür zur
Rechenschaft gezogen zu werden. ...
Dem Krebsarzt Dr. Hamer wurde sein Titel aberkannt und die
Berechtigung zur ärztlichen Berufsausübung entzogen, weil er ein von der
Schulmedizin nicht anerkanntes Heilverfahren angewandt hatte. Hier zeigt sich
der Hochmut der Schulmedizin. Sie geht nur gegen jene vor, die von ihr nicht
anerkannte Verfahren propagieren und anwenden.
Hinweis:
Falsch! Dr.
Hamer wurde 1986 die Approbation (= Arztzulassung)
entzogen und nicht sein Doktor-Titel aberkannt.
siehe auch:
Zur Zeit, 21.10.99 - "Kunstfehler" im KH