
Das Bild von Götter in Weiß gehört auf die Müllhalde
Forum Alpbach: Gestiegenes Selbstbewußtsein der Patienten,
Problem mit Gesundheitsinfos
Josef Gebhard, Alpbach
"Das Bild von den Ärzten als ‚Götter in Weiß‘ ist
mittlerweile auf der Müllhalde der Geschichte gelandet." Das sagte Elmar Doppelfeld, Leiter der Redaktion des Deutschen Ärzteblattes, Sonntag bei den Alpbacher
Gesundheitsgesprächen. Grund dafür sein ein gesteigertes Selbstbewußtsein
der Patienten, das sich unter anderem in der steigenden Zahl von
Selbsthilfegruppen ausdrücke.
Damit einher geht das zunehmende Bedürfnis der Patienten
nach medizinischer Information. "Dies hängt u.a. mit der steigenden
Bedeutung von chronischen Krankheiten zusammen, die das Verhältnis zwischen
Arzt und Patienten neu definierte", so der Wiener Gesundheitsstadtrat Sepp
Rieder. Die wichtige Bedeutung der Kommunikation innerhalb der Therapie werde
noch zu wenig berücksichtigt und zu sehr von der öffentlichen Diskussion um
die Finanzierbarkeit des Gesundheitssystems überlagert.
Der gesundheitsinteressierte Konsument sieht sich heute mit
einer enormen Fülle von medial verbreiteter medizinischer Information
konfrontiert: Zunehmend wird es für ihn unmöglich, zwischen wissenschaftlich
fundierter und unseriöser Berichterstattung zu unterscheiden, waren sich die
Diskutanten einig. Dies gelte vor allem für das Internet.
Ein Grund für die schwere Kommunizierbarkeit liege aber in
Unschärfen in der medizinischen Praxis selbst.
"Laut einer
US-Studie ist die Wirkung von 51 Prozent der
in den westlichen Staaten angewandten Therapieformen wissenschaftlich nicht
beweisbar", erklärte Rieder. Nur vier Prozent würden einer strengen
Prüfung standhalten können.
"Damit der Patient mit der verwirrenden Fülle an
medizinischer Informationen kritische umgehen kann, ist eine ausreichende
gesundheitliche Basisbildung nötig, die schon in den Schulen beginnen und im
Idealfall lebensbegleitend sein soll", betonte Ulrich Bode, Präsident der
Pharmig (Vereinigung pharamzeutischer Firmen).
Einen Teil der Schuld für die Verunsicherung der
Bevölkerung trage die medizinische Forschung selbst: "Zu oft geht sie mit
sensationell anmutenden Erkenntnissen an die Öffentlichkeit, die auf unfertige
Studien beruhen. Als Folge werden von den Laien Erwartungen an die Medizin
gestellt, die sie nicht erfüllen kann", sagte Rieder.
...
Anmerkung:
Unfaßbare, lächerliche 4%!
Und die 100% bestätigte NEUE
MEDIZIN möchte man nicht
einmal versuchsweise zur Anwendung bringen!?
Wir werden doch verarscht!