Diabetes
Home Nach oben Überführt Angeschmiert Merkel Staatspräsident Mammografie Chemo zerstört Gehirn Diabetes Medizin Zukunft

 

Pressespiegel 2006

Tagesanzeiger, 13.12.2006

Neue Zellen, und keiner weiss woher

Typ-I-Diabetiker produzieren auch nach langer Krankheitsdauer noch eigenes Insulin. Nur kann bis jetzt niemand erklären, wie das möglich ist.

Von Martina Frei

Der Fall, von dem deutsche Ärzte im Mai 2004 berichteten, widerspricht jeder Erfahrung. Ihnen wurde ein 13-jähriger Junge zugewiesen, der seit drei Wochen abgenommen hatte, dabei an starkem Durst litt und viel pinkeln musste. Die Diagnose war schnell gemacht: Typ-I-Diabetes. Bei dieser Erkrankung zerstört das körpereigene Immunsystem die Insulin produzierenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse. Für den Patienten bedeutet das normalerweise, lebenslang mehrfach täglich den Blutzucker messen und Insulin zu spritzen, Nicht so bei dem 13-Jährigen: Elf Monate nach der Diagnose war der Spuk vorbei.

Der Fall passt zu einer Reihe weiterer Erkenntnisse der letzten Jahre, die den Medizinern zu denken geben. Und Hoffnungen wecken. Eine Gruppe US-Forscher etwa wurde stutzig, als sie Typ-I-Diabetiker für eine Studie zur Transplantation von Insulin produzierenden Zellen suchte. Alle Patienten hatten die Krankheit seit vielen Jahren. Deshalb erwarteten die Forscher, dass die Beta-Zellen dieser Patienten längst völlig zerstört waren und seit langem kein Insulin mehr produzierten. Doch dem war nicht so.

„Bei 38 Prozent der Patienten, die als potentielle Studienteilnehmer untersucht wurden, fanden wir C-Peptid im Blut. Das C-Peptid ist ein Teil des körpereigenen Insulins. Das heißt also, ihre Beta-Zellen haben noch Insulin hergestellt“, sagt die Endokrinologin und Kinderärztin Kristina Rother, die an den US National Institutes of Health (NIH) an Diabetes forscht. Modernere, noch empfindlichere Nachweismethoden könnten das C-Peptid bei über 80 Prozent der Typ-I-Diabetiker nachweisen, wenn auch in sehr niedriger Konzentrationen, so Rother.

Auch Wissenschaftler an der Universität von Kalifornien in Los Angeles sorgten in der Fachwelt für Aufsehen: Bei Autopsien entnahmen sie 42 langjährigen Typ-I-Diabetikern Gewebsproben der Bauchspeicheldrüse. In 88 Prozent der Fälle fanden sie dort Beta-Zellen, unabhängig davon, ob die Krankheit nur 4 Jahre gedauert hatte oder bereits ganze 67 Jahre lang. Auch das Alter des Verstorbenen spielte keine Rolle. Lediglich der Blutzucker schien einen Einfluß auf die Anzahl der Beta-Zellen zu haben: War er zu Lebzeiten des Patienten gut eingestellt, fanden die Forscher auch mehr Insulin produzierende Zellen in der Bauchspeicheldrüse.

Lange bekannt, aber ignoriert

„Im Grunde ist das ein Wiederfinden alter Tatsachen“, sagt Rother. Literaturberichte aus den 1970er- und 1980er-Jahren erwähnten mehrfach, dass bei Autopsien von Typ-I-Diabetikern Insulin produzierende Zellen entdeckt wurden. „Aber das hat nicht in die Lehrmeinung gepasst und wurde nicht weiter beachtet“, sagt Rother.

Dafür interessiert sich die Forschung jetzt umso mehr für das spannende Phänomen. Rother zufolge „läuft unheimlich viel auf diesem Gebiet“. Gelänge es den Forschern zu verstehen, warum manche Typ-I-Diabetiker noch eigene Beta-Zellen haben, und ließe sich ihr Wachstum oder ihre Neubildung gezielt fördern, wäre Diabetes womöglich heilbar.

Sterberate der Zellen deutlich höher

Bisher jedoch wissen die Wissenschaftler nur, dass die Sterberate der Beta-Zellen bei Typ-I-Diabetikern deutlich höher ist als bei Gesunden und dass bei ihnen neue Beta-Zellen entstehen. Ob diese gebildet werden, wenn sich ältere Beta-Zellen teilen, ob sie sich aus Zellen formieren, welche die Bauchspeicheldrüsengänge auskleiden, oder ob sie von Stammzellen abstammen – das ist ungewiß. Und sollten sie von Vorläuferzellen abstammen: Sind diese schon in der Bauchspeicheldrüse angesiedelt, oder wandern sie erst dort hin, etwa aus dem Knochenmark? „Wir wissen es einfach nicht“, sagt der Diabetesforscher Philippe Halban von der Abteilung für Medizinische Genetik und Entwicklung an der Universität Genf.

Gegenwärtig finden die Wissenschaftler Hinweise für praktisch alle Möglichkeiten. So erkannten sie beispielsweise, dass sich künstlich zuckerkrank gemachten, acht Wochen alten Ratten Beta-Zellen teilen. „Das sind gute Neuigkeiten für Ratten, aber schlechte für Menschen“, relativiert Halban den Befund. Bei menschlichen Beta-Zellen im Labor hätten die Forscher Zellteilungen nämlich „nur in seltenen Ausnahmefällen“ gesehen. Wie die Situation beim lebenden Menschen ist, wissen die Diabetesforscher nicht, denn ähnliche Experimente wie an den Ratten verbieten sich aus ethischen Gründen.

Mittlerweile befasst sich ein ganzer Zweig der Diabetesforschung mit der Frage, wie Beta-Zellen bei Diabetikern erhalten oder neu gebildet werden könnten. Mit umgerechnet über 16 Millionen Franken wird beispielsweise das Beta Cell Biology Consortium gefördert. An 18 Zentren in Europa, Nordamerika und Australien beispielsweise versuchen Ärzte, das Immunsystem der Typ-I-Diabetiker mit möglichst spezifischen Medikamenten in Schach zu halten, sodaß die Insulinproduktion erhalten bleibt. Andere Forscher, wie die Biologin Anne Grapin-Botton vom Schweizer Krebsforschungsinstitut Isrec in Epalinges, suchen nach Genen, die beim Embryo normalerweise dazu dienen, Beta-Zellen zu formen.

„Für die Familien ist die Diagnose Typ-I-Diabetes fast so schlimm wie eine Krebsdiagnose“, weiß Kristina Rother. Obwohl moderne Technologien das täglichen Leben wesentlich verbessert haben, mindern die Abhängigkeit von Insulin, Einschränkungen und Komplikationen der Erkrankung die Lebensqualität vieler Betroffener. Aus den interessanten Beta-Zell-Befunden sollten sie aber keine vorschnellen Schlüsse ziehen, warnt Halban: „Es wäre absurd, jetzt schon zu sagen, wann wir eine Therapie haben werden.

 

Anmerkung:

Warum nennt man Wissenschaftler "Wissenschaftler", wenn sie es nicht und nicht schaffen, Wissen zu schaffen?

In solchen Artikeln spricht man immer von Experten, von Spezialisten usw. Von Personen also, die von keiner einzigen Krankheit die Ursache wissen!!!

 

Meiner Meinung nach geht es in der sog. Schulmedizin in erster Linie darum, den Fuß zwischen Patienten und seiner Gesundheit zu bekommen. (Nur durch mich kannst Du gesund werden = Schulmedizin! Nur durch mich kommst Du in den Himmel = Kirche!)

 

Bevor man den Patienten durch die Natur gesund werden läßt - ihm also das Wissen um die GNM zugänglich macht, läßt man ihn lieber krank sein, oder versucht zumindest bis zur völligen Gesundung (durch die Natur) möglichst viel Geld rauszuholen.

Je weniger diese Leute verstehen, umso größer sind ihre Institute und Zentren und umso mehr Geld fließt von der Bevölkerung in diese Fässer ohne Boden - und um so frecher und unverschämter kann dieses Grüppchen auch werden (siehe Onkologen). Wenn etwas nicht in das (religiöse, politische, wissenschaftliche) Weltbild paßt, wird es einfach nicht zur Kenntnis genommen - man kann auch sagen "unterdrückt", um später, wenn es dann genehm ist, als "Wiederentdeckung" auszugeben, um weiter agieren zu könne wie bisher.

 

Was glauben diese Leute eigentlich, wie lange der gequälte Patient bzw. der nun zu verstehen lernende Gesunde, sich das noch bieten lassen wird?

 

siehe auch:

Sonderprogramme in der Neuen Medizin - Diabetes

Zurück Weiter