Sehr geehrter Herr Richter
Masicek!
Da ich mich in den Fall der kleinen Olivia Pilhar wissenschaftlich
involviert fühle, möchte ich ihnen das Kurzgutachten der Rad. Univ. Klinik Malaga
zukommen lassen. Die Universität Malaga lehnt die Existenz eines Wilmstumores
vollständig ab. Des Rätsels Lösung haben Sie ja in dem Ihnen vorliegenden Video des
Interviews mit Prof. Rius, dem Chef der Rad. Klinik der Universität
Barcelona.
Ich frage Sie nochmals in aller Höflichkeit, Herr Richter: Finden Sie
es wirklich gut, daß die Eltern von Olivia wie Schwerverbrecher mit Großfahndung und
auch mit Interpol gejagt werden, wenn die Diagnosen von 3 Universitäten so kunterbunt
durcheinander purzeln und sich offenbar ständig ändern? In dubio pro reo! ... Jedenfalls
stehe ich zur persönlichen Anhörung und zur Konfrontation mit jedem gewünschten
Staatsmediziner zur Verfügung.
Die Eltern wollen wirklich nur das Allerbeste für ihr Kind. Übrigens
geht es Olivia einigermaßen gut. Sie ißt, schläft gut, geht kleine Spaziergänge und
planscht im Swimmingpool.
Bitte, überdenken Sie Ihre Entscheidung noch einmal. Sie können doch
von normalen Eltern nicht erwarten, daß sie sich ruck-zuck für eine der
Universitätsmeinungen entscheiden können.
Mit freundlichem Gruß Dr. Hamer