Klestil an Pilhar
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Korrespondenz 1998

 

Der Bundespräsident

Wien, am 19. Januar 1998

Sehr geehrte Familie Pilhar!

Sie haben mich erneut um ein Gespräch im Zusammenhang mit der "NEUEN MEDIZIN" von Dr. med. Ryke Geerd Hamer ersucht. Ich bitte Sie um Verständnis, daß diese Problematik nicht in den von der österreichischen Bundesverfassung festgeschriebenen Wirkungsbereich des Bundespräsidenten fällt. Wie Sie sich sicher erinnern, habe ich mich am Höhepunkt der Problematik um Ihre schwerkranke Tochter Olivia bemüht, meinen Beitrag zu einer Lösung des damals akuten menschlichen Problems zu leisten. Die von Ihnen nunmehr angeschnittene Frage einer wissenschaftlichen Überprüfung der "NEUEN MEDIZIN" von Dr. Hamer liegt dagegen auf einer völlig anderen Ebene.

Da mir nach wie vor ein möglichst reibungsfreies Zusammenwirken zwischen Ärzten und Ihnen in Fragen der Behandlung Ihrer Tochter am Herzen liegt, habe ich den Wiener Patientenanwalt, Prof. Dr. Pickl, - den Sie ja bereits gut kennen - darum ersucht, Ihnen innerhalb seines Wirkungsbereiches weiterhin für Gespräche zur Verfügung zu stehen. Er ist dazu jederzeit bereit.

Mit meinen besten Grüßen
Dr. Thomas Klestil

 

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