Allgem. öffentl. Krankenhaus Wiener Neustadt
ABTEILUNG FÜR KINDER- UND JUGENDHEILKUNDE
Vorstand: Prim. Dr. Olaf Arne Jürgenssen
Tel.: 02622/23521/2750 Dw
Fax.: 02622/23521/2673 Dw Wiener Neustadt, am 22.09.98
Erika und Ing. Helmut Pilhar
Maiersdorf 221
2724 Hohe Wand
Liebe Familie Pilhar!
So leid es mir tut, daß Sie mit solcher Intensität einer Chimäre nachlaufen, obschon
Olivia Ihnen täglich beweist, was die sogenannte Schulmedizin vermag,
so muß ich Sie dennoch auch diesmal enttäuschen.
Die sogen. Bestätigung der Turnauer
Universität ist das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt worden ist. Allein der
Satz "... daß alle Naturgesetze der NEUEN
MEDIZIN erfüllt waren"
zeigt einmal mehr den falschen Ansatz. Die "Naturgesetze der NEUEN
MEDIZIN" sind
schlicht und einfach eine Chimäre, eine Glaubenslehre, die mit Naturwissenschaft nichts
zu tun hat. Solange man von Seiten der "NEUEN
MEDIZIN" alle Überlegungen der
Histopathologie als irrelevant erklärt, ist keine wissenschaftliche Überprüfung
möglich. Wie alle Statistiken zeigen geht die Tuberkulose seit der Jahrhundertwende
weltweit zurück. Wie soll das aber möglich sein, wenn die Tuberkelbazillen nur dazu da
sind, den Lungenkrebs aufzufressen? Usw. Usf
Was aber die famose Turnauer Universität betrifft, so werde ich mich gerne erkundigen,
was die Herren sind, die da unterschrieben haben. Als ich in Turnau gewesen bin, hat es
nur eine theologische Fakultät dort gegeben. Ein Psychiater als Vorsitzender einer
Kommission, die einen Vorgang der somatischen Medizin beurteilen soll, ist zumindest
verblüffend. Wenn diese Geschichte auf der selben Ebene läuft, wie jenes famose Video, wo der Barceloner Professor Herrn
Hamer immer
wieder auf die Unterschiede zwischen Neuroblastom und Nephroblastom verweist, dann
kann das ja lustig werden. Im übrigen darf ich Sie auf die übliche Form von
Universitätsgutachten verweisen, wie sie sonst üblich sind. Sie haben die gesamten
Fallunterlagen samt Quellen- und Literaturangaben zu enthalten, um nachvollziehbar zu
sein. Keine ernstzunehmende Universität würde es wagen, ein solches Papier als
"Bestätigung" herauszugeben. Jedenfalls melde ich mich gerne, wenn ich mehr in
Erfahrung gebracht habe.
Mit lieben Grüßen
Prim. Dr. Olaf Arne Jürgenssen