Universitäts-Kinderklinik, Ebene 9
(Vorstand Univ. Prof. Dr. R. Urbanek)
Währinger Gürtel 18-20
A-1090 Wien
Tel: 01 40400/3173
Wien, am 29.9.99
ARZTBERICHT
Name: PILHAR Olivia
Geboren am: 31.12.1988
Stationärer Aufenthalt am 6.8.1999
DIAGNOSE:
WILMS Tumor Stadium IV rechte Niere
St. P. Lungen- und Lebermetastasen
St. P. Strahlentherapie präoperativ
St. P. Chemotherapie präoperativ nach der Wilmstumorstudie SIOP
93-01/GPOH
St. P. Tumorexstirpation und Nephrektomie rechts
St. P. postoperative Chemotherapie nach der
SIOP-Studie
Wie vereinbart sucht die Patientin unsere Tagesklinik
zu einer Kontrolluntersuchung auf. Die Patientin befand sich in gutem
Allgemeinzustand. Stationär konnten folgende Befunde erhoben werden:
Status:
AZ entsprechend der Grunderkrankung zufriedenstellend.
EZ reduziert. Haut bland, abdominelle Operationsnarbe bland.
Mundschleimhaut und Rachen bland. Keine Lymphknoten vergrößert tastbar.
Cor und pulmo auskultatorisch frei: VA, keine Rasselgeräusche, Hertöne
rein und rhythmisch. Abdomen: weich, Darmgeräusche +. Kein Druckschmerz
auslösbar, keine Defense.
Wichtige Befunde:
BB (6.8.1999): Leuko 6.500 /nl, Ery 4,7 /pl; Hb 14,0
g/dl; HCT 38,3 %; PLT 204.000; CRP 0 mg/dl
Na 143 mmol/l; K 4,22 mmol/l; Cl 107,5 mg/dl; Mg 0,76 mg/dl; Ca 2,43
mg/dl, BUN 10,2 mg/dl, Crea 0,68 mg/dl
gGT 7 U/l, AST 11 U/I, ALT 6 U/I, LDH 231 U/I
Gewicht: 37kg
CT des Thorax vom 6.8.1999: Im Vergleich zur
Voruntersuchung vom 25.11.1998 keine Befundänderung. Kein Hinweis auf
sek. Blast. Suspekte Parenchymverdichtung. Keine vergrößerten LK.
MR des Abdomens vom 6.8.1999: Unverändert zur
Voruntersuchung. MR-tomografisch kein Hinweis auf Rezidivtumor oder
Sekundaria bei Z.n. Wilms-Tumor.
Weitere Kontrollen:
Die nächste Kontrolle ist für Jänner oder Februar
2000 vorgesehen.
Wir machen höflich darauf aufmerksam, daß es uns
nicht möglich ist, den gewünschten Antrag auf eine erhöhte
Kinderbeihilfe in ihrem Sinne zu unterstützen. Kinderbeihilfe kann nur
bei einer nachweisbaren Behinderung von mehr als 50% bestätigt werden,
die nicht, trotz der schweren Vorgeschichte, derzeit vorliegt.
Mit freundlichen Grüßen
Univ. Prof. Dr. I Slavc
Dr. M. Günes
Univ. Prof. Dr. R. Urbanek