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Die Onkologie - und was (sich) die Schulmedizin sonst noch leistet

Eine Sammlung offizieller Statements;
zusammengestellt von 'Die Eltern von Olivia'

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Die sog. 'wissenschaftlich anerkannte' Krebstherapie ...

... eine Wissenschaft oder Nicht-Wissenschaft?

- und ihre Anfänge

Eine Generation nach Semmelweis wußte man um die Bedeutung der Asepsis. Und der damalige Papst der Schulmedizin, Prof. Virchow, war ihr eifrigster Verfechter. Er drückte eine Hygienegesetzgebung durch, Berlin verdankt ihm seine Kanalisation, er gilt als der Erfinder des Lazarettzuges. Als Kämpfernatur befehdete er Bismarck und die Kirche, als Wissenschaftler gilt er als Vater der Zellular-Pathologie. Er postulierte die Zelle als Sitz des Lebens - aber auch als Sitz der Krankheit. Sein Weltbild war extrem positivistisch: Was er nicht unter seinem Mikroskop sah, war für ihn nicht existent, oder doch unwesentlich. (Damals war radikaler Positivismus modernste Geisteshaltung! Virchows Zeitgenosse, der Physiker Ernst Mach, behauptete z. B., es gäbe keine Atome, weil er sie nicht zu sehen vermöge.)
Sollte man nun Virchows Verhalten schelten? Nein, er verhielt sich völlig korrekt. In einer tatsächlichen Wissenschaft hat nur Platz, was sich beweisen läßt. Und Krebs als ganzheitliches Geschehen, z. B. als Folge einer Parasiten-Infektion, war seinerzeit nicht beweisbar. Die Schulmedizin legte sich damals fest. Die Entwicklung führte zu den heutigen Begriffen vom Krebs als Folge "multipler, unbelebter Krebsursachen".

Und damit drängte sich erneut die Frage auf, ob denn überhaupt andere als von der Schulmedizin beschrittene Wege denkbar wären? Die Antwort ist ein klares Ja! Noch vor hundert Jahren gab es zwei Theorien zur Kanzerogenese, zur Krebsentstehung: Die Infektionstheorie, der u. a. Robert Koch anhing, besagte, daß Krebs eine Infektionskrankheit sei. Krebsbildungen würden durch winzige Erreger verursacht, die auf dem Blutweg in ein Organgewebe gelangen und die Zellen zu Fehlverhalten bzw. zu Wucherungen veranlassen. Obwohl viele Indizien für diese Annahme sprachen, fehlte doch der Hauptbeweis: der Nachweis des Krebserregers.

Die Gegenrichtung scharte sich um Rudolf Virchow. Er gilt als Begründer der Zellularpathologie. In ihr wird die Zelle als Sitz des Lebens, aber auch der Krankheit angesehen. (Der Zellularpathologe schließt keineswegs aus, daß Zellen von Infektionen befallen werden können!) Zwar nannte Virchow Krebs eine Krankheit "sui generis", ohne (äußere) Ursache; aber er hat sich dieses Urteil nicht leicht gemacht. Er selbst spielte zeitweilig mit folgendem Modell: "... Irgendein Virus (Gift) - es kann auch eine Mikrobe sein - gelangt ins Bindegewebe, verursacht eine formative Entzündung und die Bildung von heterogenen Epithelmassen ..." Und in seinem Aufsatz "Zur Diagnose und Prognose des Carcinoms" formulierte er: "... Bis jetzt sind die Ergebnisse auch der eifrigsten Forschung noch nicht in einer überzeugenden Demonstration vorgelegt worden. Indes ist die Möglichkeit eines solchen Vorkommens nicht einfach abzuweisen, ja, man kann zugestehen, daß mit dem Auffinden eines spezifischen Bazillus ein wichtiger Fortschritt in der Diagnose und Prognose gemacht werden würde. Der Versuch, alle Erscheinungen der Krebswucherung bis zur ... Metastase auf die Verbreitung der Krebszellen zurückzuführen, ist keineswegs durch anatomische und experimentelle Feststellungen soweit unterstützt, daß für einen anderen Modus der Erklärung kein Raum übrig bliebe ..."

Virchow lehnte die Theorie einer belebten Krebsursache ab, weil zu seiner Zeit keine überzeugende Darstellung onkogener (krebsverursachender) Mikroben gelungen war. Keineswegs hatte er seine Meinung vom "Krebs als Erkrankung der Zelle aus sich selbst heraus" zum Dogma erhoben. Virchows Verdienste in der Krebsmedizin liegen vor allem in der Erforschung morphologischer (in Krebsgewebe und -zellen nachweisbarer) Veränderungen, an denen der Pathologe Krebs erkennt. So groß die Verdienste der Zellularpathologie auch sind, sie vermochten nicht zu erklären, wie und aus welchem Grunde Krebsbildungen entstehen. Die Ätiologie stützt sich auf Hypothesen, nicht aber auf Fakten.

Da der Nachweis von Krebserregern auch nach Virchows Tod ausblieb, setzte sich in den Köpfen der Krebsforscher allgemein die Auffassung durch, es existiere keine belebte Krebsursache. Die Krebskrankheit beginne am Ort der Erstgeschwulst. Sie sei ein lokales Ereignis und als solch es zu bekämpfen.

Die Warnungen des hochangesehenen Krebsforschers und Chirurgen A. Czerny wurden in den Wind geschlagen: war er doch der Überzeugung, daß alle Krebsbildungen durch eine Gruppe biologisch sehr nahe verwandter Mikroparasiten verursacht würden, folglich der Tumor nicht Ursache, sondern Auswirkung der Krankheit sei. "Die Tatsache, daß man (damals) noch keine Erreger entdeckt habe, berechtige nicht zur Behauptung, daß es keine gäbe."

Aber die Medizin lebt nicht gern mit Unklarheiten. Das ist sogar verständlich, denn der Chirurg kann sich nicht mit theoretischen Erwägungen aufhalten - er soll handeln! Klare Orientierungspunkte mußten gesetzt werden. Und man entschied sich - schon infolge der damaligen Unauffindbarkeit mikrobiologischer Parasiten - für jenes Modell, das in der kranken Zelle als solcher den bösartigen Parasiten sieht. Dementsprechend formulierte Prof. W. Cramer:
"Man hat die parasitäre Theorie des Krebses wiederholt zu Grabe getragen, das letzte Mal in diesem Jahr (1927!) auf dem Pathologenkongreß in Danzig. Ich plädiere dafür, daß wir die alte Fehde zu Grabe tragen!"

Man folgte ihm und hob die alten Lehren von Godelle (1886) und Adamkiewicz (1893) auf den Thron. Godelle hatte gelehrt, daß die Krebsgeschwulst ein bösartiger, mehrzelliger und körperfremder Parasit sei. Dieser fresse die ihn umgebenden Organe nach und nach auf. Adamkiewicz baute diese Auffassung aus, lehrte, die Krebszelle sei ein körperfremder, bösartiger Parasit, die Krebsgeschwulst eine Anhäufung derselben.

Jahre vergingen, bis produktive Forscher unwiderlegbare Beweise dafür fanden, daß alle - wie man weiter annahm, bösartigen - Krebszellen körpereigene Zellen sind. Damit waren Teile der Lehren Godelles/Adamkiewicz' als Irrlehren überführt. Erhalten dagegen blieb weiter die Bösartigkeit krebskranker Zellen. Aus dieser Entwicklung erwuchs die Hypothese der bösartig gewordenen, körpereigenen Krebszelle und wurde zur offiziellen Lehre erhoben. Trotz vieler Lücken in der Beweisführung schien sie besser als gar keine. Und man baute sie in den Folgejahren aus. Sie wurde zum Dogma. Basierend auf der Annahme, die Krebszelle sei der eigentliche Feind, ging man ihr mit allen Mitteln der Forschung zu Leibe. Schon bald konzentrierte man sich auf die - wie man annahm - gestörten Vererbungs-Mechaniken der Zelle, die diese zu dem rasanten Wachstum veranlaßten. Man gelangte zwangsläufig zu vielerlei Erkenntnissen, die man nur zu gern als Teilerfolge propagierte und feiern ließ. Und so wurde es in der Schulmedizin, speziell der Onkologie des 20. Jahrhunderts, geradezu unschicklich, noch weiter von Krebs als Infektionskrankheit zu sprechen.

Man begann, Ärzte zu bekämpfen, die auch nur um Winzigkeiten von offiziell abgesegneten Therapien abzuweichen wagten. Insbesondere Ärzte, die Krebs nicht als lokales, sondern als ganzheitliches Geschehen ansahen und zu behandeln versuchten, wurden mit Mitteln niedergeknüppelt, "fertiggemacht", daß es einem die Schamröte ins Gesicht treiben müßte. Je erfolgloser die Krebsmedizin im Verlaufe der Jahre wurde, desto sensibler reagierte sie auf jeden aufmüpfigen Abweichler.

[Aus: Jahrhundert-Skandal KREBS, W.O. Lenberg]

1971 war jeder 6. Todesfall in den USA auf Krebs zurückzuführen - da beschloß US-Präsident Richard Nixon, das Problem Krebs durch einen finanziellen Großangriff zu lösen; sogar ein Termin wurde gesetzt: 1976, zum 200sten Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit, spätestens, wollte man der Menschheit den Sieg über die Seuche zum Geschenk machen. Auf die hoffnungsvollen Prognosen der Krebsforscher, unmittelbar vor dem Durchbruch zu stehen, wurden innerhalb weniger Jahre 7 Milliarden Dollar vom Kongreß bewilligt und machten das NCI (Nationales Krebsforschungs-Institut) zum größten und einflußreichsten aller US-Gesundheitsinstitute. (Da konnte natürlich nicht ausbleiben, daß nunmehr auch das DKFZ [Deutsches Krebsforschungsinstitut] Heidelberg ganz hübsch aufstockte: auf derzeit gut 1000 direkte Mitarbeiter bei einem Jahresetat von rund 100 Mio. DM.) Doch trotz (oder wegen?) des Milliarden-Aufwands nahm die Krebssterblichkeit rapide zu: 1978 war in den USA schon jeder 5. Tote an Krebs gestorben und die Tendenz war steigend.

Als Ende der siebziger Jahre der US-Kongreß angesichts ausbleibender Erfolge drastische Etatkürzungen vornahm, war eigentlich schon klar, daß die umgeleiteten Gelder nunmehr anderen Richtungen - der Gen- und Virenforschung - zu Aufwind verhelfen würden. In den USA wie bei uns.

(Sei hier ganz kurz auf Viren - seit ihrer Entdeckung vieldiskutiert - eingegangen. Man hält sie heute für z. T. "krebsverursachende tote Gebilde". "Tote Gebilde" deshalb, weil sie keinen eigenen Stoffwechsel besitzen und sich angeblich auch nicht selbst vermehren können; vielmehr führe die Wirtszelle diese Lebensvorgänge für die Viren aus. Mit derlei rätselhaften Eigenschaften behaftet, gelten kanzerogene Viren heute als ideale Zwischenstufe zwischen belebter und unbelebter Krebsursache.
Insofern erfüllt die Virustheorie alle Voraussetzungen für einen Kompromiß: Zwar sind Viren danach Erreger von Infektionskrankheiten, aber sie belassen der für die Onkologie heiligen Vorstellung der "bösartigen Krebszelle" weiterhin Spielraum.)

In der Folge hatte dann auch die deutsche Krebsforschung einige Schelte hinzunehmen angesichts mehr oder weniger erfolglos verbratener Etats. Und nun bekamen die Virustheorieanhänger langsam Oberwasser. 1981 verkündete Dr. Robert Gallo vom Bethesda-Institut/USA, daß man in vielen Personen "schlafende Krebserreger" - Viren - nachgewiesen habe. Und sozusagen simultan erfolgten auch am DKFZ Heidelberg die machtpolitischen Umschichtungen. Der erst 1980 berufene Vorsitzende, Prof. Hans Neurath, trat nach "internen Auseinandersetzungen" zurück. Heute sind maßgebliche Positionen des DKFZ mit Virustheorie-Anhängern besetzt. Nachstehend drei Pressemeldungen von 1969 und 1985. Man kann daraus sehen, daß die Anhänger der Virustheorie schon in den sechziger Jahren eine gewisse Grundlagenbasis besaßen, aber infolge mangelnder Unterstützung nicht vorankamen. Dann erfolgte Ende der siebziger Jahre die Umschichtung der Etats in den USA, darauf folgten bald die Ergebnisse Robert Gallos, und 1985 glaubte es endlich auch die konservative Schulmedizin und die Deutsche Krebshilfe, daß 20% aller Krebse auf Virusinfektionen zurückführbar seien.

Tagesspiegel, 19.4.69: "Krebsbildung durch Viren. Vom 75. Kongreß der deutschen Internisten in Wiesbaden... . im Falle der Virusinfektion zerstören sie die Wirtszelle; im Falle der Krebsentstehung verändern die krebserzeugenden Viren den Stoffwechsel in Richtung auf bösartiges Wachstum... Erst in letzter Zeit wurden einige Mittel im Labor gefunden, die therapeutische Erfolge versprechen. Die Bewährung im Großverbrauch beim Menschen steht jedoch noch aus ..."

Dr. med. Werner Pfeiffer BZ, 4.10.85: "Jeder 5. Krebs durch Viren. Jede fünfte Krebserkrankung bei Frauen und jede zehnte bei Männern wird durch Viren verursacht. Bei Leberkrebs-Patienten haben sogar vier von fünf zuvor eine Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus gehabt. Dies erklärte die Deutsche Krebshilfe auf einer Tagung in Bonn.

Während die Meldung des "Tagesspiegels" aus 1969 stammt, in welcher von Viren als Krebserreger gesprochen wird, nunmehr eine Äußerung der Deutschen Krebshilfe:

BZ, 12.10.85: "Berlin wird Zentrum der Krebsforschung. Was muß passieren, daß eine gesunde Zelle sich in eine Krebszelle verwandelt? Das wollen Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik während der nächsten fünf Jahre in Berlin herausfinden. Die für das großangelegte Forschungsprogramm erforderlichen Mittel in Höhe von über zwei Millionen Mark sind jetzt von der Dr.Mildred-Scheel-Stiftung für Krebsforschung bewilligt worden.
Nach Angaben der Deutschen Krebshilfe haben (1985) jüngste Forschungen gezeigt, daß zahlreiche Krebsarten durch Viren hervorgerufen werden."

Zu dieser Erkenntnis waren die Internisten schon 1969 gekommen. Ob die DKH so recht a jour ist?

[Aus: Jahrhundert-Skandal KREBS, W.O. Lenberg]

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