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Die Onkologie
- und was (sich) die Schulmedizin sonst noch leistet
Eine Sammlung offizieller Statements;
zusammengestellt von 'Die Eltern von Olivia' |

... eine Wissenschaft oder Nicht-Wissenschaft?
- und ihre Versprechen
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Mit dem neuen Krebsmedikament "Glivec"
[Anm: im Schweizer-Deutsch "Gleich weg"] glauben die Forscher
wieder einmal, vor dem Durchbruch zu stehen. Es gibt tatsächlich viele
kleine Fortschritte in der Krebsmedizin - aber der Durchbruch ist nach
30-jährigem Kampf offenbar noch immer fern.
[..]
"Glivec, sei die
"neue Munition im Kampf gegen den Krebs" titelte das "Time-Magazine"
am 29. Mai. Ähnliche Schlagzeilen hat es allerdings auch schon früher
gegeben. So wurden auch Interferon (eine "Time"-Covergeschichte
aus dem Jahre 1980), Interleukin-2 und die Impfung gegen Krebs als neue
Wunderwaffe gefeiert. Doch auf die anfängliche Euphorie folgte bislang
stets Ernüchterung.
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[Aus: Profil,
02.07.2001 - 30 Jahre Krieg gegen Krebs]
| Ungeachtet dessen gibt es maßlose Versprechungen in Hülle und Fülle. June Goodfield
, Mitglied der Royal Society of Medicine und Verfasserin des journalistischen Buches The
Siege of Cancer, fragte vor kurzem Robert Good, was schließlich bei der ganzen Sache
herauskommen würde. Goods Antwort war bezeichnend: «Verliere den Glauben nicht, Baby.
Gib uns Zeit.» Und wie man weiß, beginnt der Glaube dort, wo die Wissenschaft endet. |
[Aus: 'Ist Krebs eine Krankheit?', Manu L.Kothari / Lapa A. Metha
| Im fünften, mehr noch im sechsten Dezennium dieses Jahrhundert stand ärztliche
Prognostik in hohem Ansehen und voller Blüte. Man glaubt es kaum, was damals von
ordentlichen Professoren für das Jahr 1980 vorhergesagt wurde: Alle Infektionskrankheiten
seien dann ausgerottet (sogar der Schnupfen); Transplantationen und Organprothesen für
jedermann; keine Mißbildungen mehr bei Neugeborenen, keine Altersbeschwerden bei den
Greisen; wirksame Medikamente gegen den Krebs; künstliches Blut (Farbe weiß);
Blinde können wieder sehen, Taube endlich hören. Durchschnittlich Lebenserwartung: 100
Jahre. Soweit die seriösen Wissenschaftler. |
[Aus: Spiegel, Nr. 34/1980, Begrabene Illusion]
2013: Krebs-Schutzimpfungen
Krebs vor Ausrottung. Chemiker und Gentechniker entwickeln Schutzimpfungen gegen einzelne
Krebsarten. Die Bevölkerung wird flächendeckend durchgeimpft, viele Krebsarten
gelten damit als ausgestorben. Wo Impfungen nichts nützen, sorgen Therapien mit
gentechnisch veränderten Medikamenten für Heilung. |
[Aus: NEWS, Ausgabe 2/97; Man beachte das Datum der Ausgabe hier ...]
Endphase im Kampf gegen den Krebs?
Prof. Denk glaubt an baldige Entdeckung des
Krebserregers - Weiterer Ausbau des Wiener
Krebsforschungsinstitutes:
Am Wiener Krebsforschungsinstitut ist man optimistisch: Der konzentrierte Kampf, so wird
prognostiziert, der seit mehr als 20 Jahren in allen Spezialinstituten der Welt gegen
Krebs geführt wird, dürfte in absehbarer Zeit in sein Abschlußstadium treten. Dies ist
die Meinung des Leiters des Österreichischen Krebsforschungsinstitutes, Professor Denk,
dessen bahnbrechende Leistungen im Ringen mit dieser Menschheitsgeisel schon überall
anerkannt werde. |
[Aus: Wiener Zeitung, 21.11.1964; ... und das Datum der Ausgabe da!]
Unzweifelhaft herrscht in der Onkologie eine Art Goldmacher-Mentalität. Das
wird natürlich lebhaft bestritten werden. Aber dennoch ist es Tatsache, daß sich die
Situation der Goldmacher an Europas Fürstenhöfen etwa des 17. Jahrhunderts mit der der
Krebsforschung des 20. sehr gut vergleichen läßt.
Die Goldmacherei damals wie die Krebsforschung unserer Tage waren reine
Experimentierstadien. Sie sind nie darüber hinausgekommen. Denn weder waren die
Voraussetzungen - Axiome und Hypothesen allesamt - beweisbar, noch konnten Erfolge
vorgewiesen werden. Jedenfalls keine Erfolge in der Zielsetzung. Erfolge in der
Kapitalbeschaffung dagegen sehr wohl - damals wie heute. Dazu war und ist erforderlich,
daß man jeweils den Erfolg als in greifbarer Nähe befindlich darstellen muß - ganz klar
- sonst gäbe es kein Geld für weitere Versuche. |
[Aus: Jahrhundert-Skandal KREBS, W.O. Lenberg]
| LONDON (ag.) Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation
(WHO) zufolge können
in 25 Jahren mehr als die Hälfte aller Krebskranken geheilt werden. Mit den derzeit
vorhandenen Behandlungsmethoden sei theoretisch etwa ein Drittel aller Krebspatienten
heilbar, erklärt die WHO am Montag zur Eröffnung einer internationalen Konferenz
"Strategien zur Krebsbekämpfung für das neue Jahrtausend" in London. |
[Aus: Die Presse, 20.10.1998, Wird Krebs in 25 Jahren heilbar?]
| "Judah wird in zwei Jahren den Krebs heilen", so hatte die "New York
Times" am 3. Mai [Anm: 1998] den Nobelpreisträger James Watson zitiert. Prompt
reagierte die Börse: Der Aktienkurs von EntreMed, einem Unternehmen in Rockville
(Maryland), das die Vermarktung der Krebsmittel übernommen hat, schnellte von 12 auf
knapp 52 Dollar hoch. Die Firma und Folkmans Labor konnten sich vor Anrufen von
Krebskranken kaum retten. Wenig später war es wieder die Börse, die skeptischere
Signale aussandte: Am Mittwoch widerrief Watson. Derartige Äußerungen habe er nie getan.
Die Wall Street quittierte es mit einem Kurssturz. |
[Aus: Der Spiegel, 20/1998, Krebs auf Hungerkur]
| Der amerikanische Biochemiker Erwin Chargaff, 92, hat schon vor 16 Jahren der
global operierenden Zunft der Krebsforscher und -epidemiologen "angesichts der vielen
haltlosen und zusammengeschwindelten Durchbrüche" vorgeschlagen, "ein
Moratorium der Scham zu deklarieren, einen Fünfjahresplan völligen Schweigens". |
[Aus: DER SPIEGEL, 6/1998, Erfolge in der Phantomwelt]
| Neue Hoffnung im Kampf gegen Krebsleiden
Krebsforscher Dr. Robert Benezra hofft, bald den Kampf gegen bösartige
Tumore auch beim Menschen zu gewinnen. Die ersten Erfolge seiner Arbeiten
sind vielversprechend.
Amerikanischen Wissenschaftlern gelang es jetzt, Labormäuse gegen
Krebs immun zu machen.
Genforscher schafften medizinischen Durchbruch
Zu den größten Geißeln der Menschheit gehört Krebs. Jedes Jahr
verlieren weltweit Millionen den Kampf gegen die bösartigen Tumore oder
erkranken daran.
Obwohl hochqualifizierte Wissenschaftler fieberhaft auf der Suche nach
Behandlungs- und Heilungsmöglichkeiten sind, konnten bisher noch keine
entscheidenden Fortschritte gemacht werden, um die lebensbedrohende
Krankheit endlich in den Griff zu bekommen. Doch jetzt schafften
Genforscher den medizinischen Durchbruch und geben dadurch neue Hoffnung
im Kampf gegen Krebsleiden. |
[Aus: Neue Post 21.10.99; Neue Hoffnung im Kampf gegen Krebsleiden]

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