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Die sog. 'wissenschaftlich anerkannte' Krebstherapie ...Ihre Statistik ...... und der Zufall spielt mit
Ob in der erwähnten Wiener Untersuchung ein Patient via Interne Abteilung eines anderen Krankenhauses auf den Operationstisch kam und somit der »Iscador«-Gruppe zugeteilt wurde, oder ob er zuerst in die eigene Interne Abteilung eingewiesen und so vom Schicksal für die unbehandelte Kontrollgruppe bestimmt wurde, war »völlig dem Zufall überlassen«, sagte Salzer. »Was wollen Sie Briefumschläge ziehen? Das ist genau dasselbe!« Salzer war mit seiner Studie von der Entwicklung überrollt worden. Da er nicht über große Patientenzahlen verfügte, mußte er seine Beobachtungszeit entsprechend verlängern, um zu schlüssigen Aussagen zu kommen. In dieser Zeit änderte sich die Statistik-Mode. Auch Salzer selbst mußte annehmen, daß seine unbehandelten Patienten eine geringere Überlebenschance hatten. Vom ethischen Standpunkt aus gesehen ist deshalb seine Studie recht fragwürdig. [Anm.: Es werden tatsächlich aus 'wissenschaftlich anerkannten' Gründen und zum Zwecke des statistischen Vergleiches, ganze Patientengruppen unbehandelt gelassen! Hier kann man plötzlich ein Nichtbehandeln ethisch vertreten! Die Betroffenen wissen davon - wie gesagt - nichts.] Salzer hatte aber keine andere Wahl, wenn er die geringste Chance haben wollte, daß seine Befunde von der Fachwelt anerkannt würden. [Aus: 'Die Krebsmafia', Christian Bachmann]
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