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Die Onkologie - und was (sich) die Schulmedizin sonst noch leistet

Eine Sammlung offizieller Statements;
zusammengestellt von 'Die Eltern von Olivia'

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Die sog. 'wissenschaftlich anerkannte' Krebstherapie ...

Ihre Therapie ...

Chemotherapie - und was man darüber wissen sollte

Wer kommt für eine Chemotherapie in Frage?

Donauspital im Sozialmedizinischen Zentrum Ost

2. Med. Abteilung

Vorstand: Prim. Univ. Prof. Dr. W. Hinterberger

1220 Wien, Langobardenstraße 122

Tel. Nr.: 28802/3200 Fax.: 28802/3280

EINVERSTÄNDNISERKLÄRUNG

Patientenname: ..............

Geburtsdatum: ..............

Klinische Diagnose, Erkrankungsstadium: ..................

Ich wurde von Ärzten der 2. Med. Abteilung des Donauspitals aufgeklärt, daß ich an einer bösartigen Erkrankung .............................................................. leide, und mit einer konventionellen Behandlung weniger Chancen auf Dauerheilung meiner Erkrankung habe, als durch eine Hochdosischemotherapie mit nachfolgender Stammzelltransplantation.

Ich wurde im Detail über folgende Einzelheiten aufgeklärt:

Mein Tumorleiden ist durch eine konventionelle (allgemein angewandte) Behandlung günstig zu beeinflussen; die Wahrscheinlichkeit einer Dauerheilung mit konventioneller Behandlung ist nach medizinischer Fachkenntnis jedoch gering. Bei einer besonders hochdosierten Chemotherapie besteht jedoch eine gute Chance, daß mein Tumorleiden komplett zur Heilung gebracht wird. Die derzeit vorliegenden klinisch-wissenschaftlichen Beobachtungen sprechen dafür, daß durch die Hochdosistherapie eine intensivere Wirkung auf das Tumorleiden erzielt werden kann als durch konventionelle Behandlung.

Die Hochdosistherapie führt als klassische Nebenwirkung zu einer schweren Unterdrückung der Knochenmarkfunktion, die eine nachfolgende Rücktransfusion körpereigener Blutstammzellen benötigt. Die rücktransfundierten Blutstammzellen ermöglichen die Erholung der Blutbildung trotz Anwendung höchst intensiver Chemotherapie.

Die autologe Stammzelltransplantation kann in 3 Phasen gegliedert werden:

1. Ernte der Stammzellen: Die Stammzellen sind im Blut in nur geringer Zahl vorhanden; ihre Zahl muß vor der Ernte mit dem Zellseparator erhöht werden. Die Stammzellen steigen nach einer Chemotherapie im Blut stark an, zusätzlich können sie durch Wachstumsfaktoren erhöht werden. Im Idealfall genügt eine einzige Leukapherese, um genügend Stammzellen für eine autologe Transplantation zu sammeln. Häufiger werden jedoch mehr als eine Leukapherese benötigt.

Man behandelt das Tumorleiden mit einem zytostatischen Protokoll vor der Stammzellernte; dieses führt dazu, daß der Tumor vor der autologen Transplantation verkleinert wird. Zusätzlich führt ein Anstieg der Stammzellen im Blut nach Chemotherapie zu einer leichteren Sammlung durch Zellseparation.

2. Die Konditionierung erfolgt mit höchstdosierter Chemotherapie, bei einzelnen Erkrankungen wird auch eine Ganzkörperbestrahlung angefügt. Diese hochdosierte Chemotherapie erfolgt unter sorgfältiger klinischer Überwachung. Gegenmaßnahmen betreffen die Aufrechterhaltung der Nierenfunktion, die Zuführung von Flüssigkeit, Salzen, Vitaminen und Nährstoffen. Während der Phase der kompletten Knochenmarkunterdrückung erhält der Patient Antibiotika (intravenös, oral), wodurch die Infektgefahr herabgesetzt wird. Auch wird die Gefahr für Pilzinfektionen durch entsprechende Medikamente herabgesetzt.

3. Die Stammzellen teilen sich unmittelbar nach Transplantation und reifen zu Blutzellen heran; es dauert jedoch mindestens 7 Tage, bis die reifen Blutzellen im Blut erscheinen und damit einen wirksamen Schutz vor Infektionen und Blutungen schaffen

Bis zum Anstieg der Blutplättchen auf über 20.000/ul müssen Blutplättchen von Fremdspendern herangezogen werden. Erythrozyten werden ersetzt, wenn das Hämoglobin auf unter 8 g/dl absinkt.

Die Hochdosistherapie mit autologer Stammzelltransplantation ist mit Risiken behaftet, die nachfolgend dargestellt werden:

1. Durch die Hochdosistherapie entsteht eine Phase der vorübergehenden kompletten Unterdrückung der Knochenmarkfunktion (Blutbildung); obwohl 1-2 Tage nach Hochdosistherapie die körpereigenen Stammzellen rücktransfundiert werden, dauert es etwa 7-12 Tage, bis die eigenen weißen Blutkörperchen (Leukozyten) im Blut wieder ansteigen. Die Phase des schweren Mangels an weißen Blutkörperchen bedeutet ein stark erhöhtes Infektrisiko. Es erfolgen eine sorgfältige Überwachung, Hygienemaßnahmen und antibiotische Vorbeugetherapie. Durch die Hochdosistherapie wird auch die Produktion der Blutplättchen (Thrombozyten) unterdrückt. Bei Absinken der Blutplättchen werden zum Schutz vor Blutungen Thrombozytenkonzentrate (Plättchentransfusionen) verabreicht. Es wird auch die Produktion der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) komplett unterbrochen, weshalb in Einzelfällen die Transfusion von Erythrozyten fremder Spender erforderlich ist. Alle Blutzellen werden von sorgfältig ausgewählten Blutspendern gewonnen. Das Risiko einer Infektion mit Zytomegalie, Hepatitis, AIDS, oder anderen Virusinfekten ist durch die Voruntersuchung der Spender extrem gesenkt, ein absoluter Ausschluß einer Virusinfektion durch Blutzellprodukte ist jedoch nicht erzielbar. Das Risiko einer Infektion mit AIDS durch Blutzellkonserven ist in Österreich dank der gut untersuchten Spender in der Größenordnung von 1:150.000 anzusetzen. Es besteht auch das Risiko einer Neuinfektion mit anderen Viren, wobei Hepatitis (A, B, C) wegen der Spenderauslese ebenfalls sehr niedrig gehalten werden kann. Andere Virusinfekte (Zytomegalie, EBV, andere) sind ebenfalls in Betracht zu ziehen. Gegen einige dieser Virusinfekte sind Immunglobuline und medikamentöse Maßnahmen verfügbar.

2. Vor der Stammzellübertragung muß eine sog. „Konditionierung“ erfolgen. Für die Konditionierung werden Zytostatika verwendet, die in höchster Dosierung eine bessere Wirkung auf die im Körper befindlichen Krebszellen entfalten können. Bei Zytostatikakombinationen entfaltet jedes einzelne Zytostatikum eine spezielle Nebenwirkung, die Begleitmaßnahmen erfordert. Typische, vorhersehbare Nebenwirkungen können Brechreiz, Übelkeit, Durchfall, Blasenentzündung, und allgemeine Schwäche sein. Die unterdrückte Knochenmarkfunktion ist voraussehbar und wird mit der autologen Stammzellrücktransfusion behandelt.

3. Die für die Rücktransfusion erforderlichen Blutstammzellen werden mittels eines Zellseparators gewonnen. Bei der Zellseparation wird Blut durch eine Zentrifuge gepumpt wodurch - entsprechend der Schwerkraft - weiße Blutkörperchen und rote Blutkörperchen getrennt werden; die weißen Blutkörperchen enthalten die Stammzellen. Sie werden anschließend bei -196 Grad C tiefgefroren. Die roten Blutkörperchen werden über die Vene zurücktransfundiert. Mit der Zellseparation kann auf die früher im Operationssaal durchgeführte Knochenmarkentnahme verzichtet werden. Man gewinnt aus dem peripheren Blut des Patienten soviele Stammzellen, daß damit eine vollständige Eigentransplantation (autologe Transplantation) durchgeführt werden kann. Die Zellseparation selbst stellt eine nur geringe Kreislaufbelastung dar, sie erfolgt unter ärztlicher Kontrolle.

Was ist der Grund für die Durchführung einer autologen Transplantation?

Die autologe Transplantation wird bei Tumoren und in Tumorstadien dann angewendet, wenn durch eine besonders hochdosierte Therapie ein besserer Behandlungserfolg (längere Remission, Dauerheilung) erzielt werden kann als mit konventioneller Therapie. Der Behandlungserfolg hängt von der Ausdehnung des Tumors, der Vortherapie und dem Ansprechen auf vorangegangene Therapiemaßnahmen ab. Die Erfolgschance muß im Einzelfall abgewogen werden; sie ist jedoch durch die Hochdosistherapie bezüglich der Wirkung auf den Tumor immer höher als bei konventioneller Therapie. Als Nachteil der Hochdosistherapie muß die hohe allgemeine Belastung und das Risiko einer Blutung oder einer schweren Infektion während der Phase der Knochenmarkunterdrückung gelten.

In dieser Aufklärung wurde das Wesen der autologen Transplantation und die typischen Komplikationen dargestellt; von den behandelnden Ärzten wurde eine genaue Erklärung der klinischen Ausgangssituation, der Vortherapien und der im Einzelfall besonders zu berücksichtigenden Risiken der autologen Transplantation besprochen.

Ich erkläre mein Einverständnis für die Durchführung einer von mir gewünschten Hochdosistherapie mit autologer Stammzelltransplantation. Ich wurde in zahlreichen Einzelgesprächen über das Wesen meiner Erkrankung, die Vorbehandlungen, die Risiken und über allfällige Komplikationen detailliert informiert. Ich wünsche die Hochdosistherapie deshalb, weil sie eine wirksamere Therapie als die bisher bekannte konventionelle Behandlung gegen mein Tumorleiden darstellt.

 

OA Dr. Karl-Heinz Habertheuer

OA Dr. Peter Kier

Univ. Prof. Dr. W. Hinterberger

Name und Unterschrift des Patienten

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siehe auch:

Profil, 28.02.2000 - Chemostudien waren gefälscht