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Die Onkologie
- und was (sich) die Schulmedizin sonst noch leistet
Eine Sammlung offizieller Statements;
zusammengestellt von 'Die Eltern von Olivia' |

Ihre Therapie ...
Chemotherapie - und was man darüber wissen sollte
... dann kam die Zeit der Kritik ...
| Die Frage der therapeutischen Breite scheint nur dann aktuell zu sein, wenn es darum
geht, wirksamere Zytostatika zu entwickeln. In der Diskussion um alternative Methoden
taucht sie niemals auf. Das läßt nur einen Schluß zu: Die wirklich orthodoxen
Schulmediziner kümmern sich mehr um ihre eigenen Interessen als um das Wohl ihrer
Patienten. Sie können sich dabei nicht einmal auf eine Mehrheit innerhalb der
Ärzteschaft berufen. In drei sorgfältigen und umfangreichen Erhebungen stellte ein
Mediziner fest, daß nicht weniger als 70 Prozent der niedergelassenen Ärzte auch
»wissenschaftlich nicht allgemein anerkannte Heilmethoden« anwenden. Nur eine Minderheit
mochte sich mit dem Alleinvertretungsanspruch der sogenannten Schulmedizin identifizieren. |
[Aus: 'Die Krebsmafia', Christian Bachmann]
| Dieter Kurt Hossfeld, Leiter der Abteilung Onkologie und Hämatologie an der
Hamburger Universitätsklinik in Eppendorf : Der in Hamburg durchgeführte
Onkologenkongreß im Jahre 1990 brachte eine Sensation: Erstmals in der Geschichte der
Krebsforschung übten namhafte Wissenschaftler Kritik an der generellen Anwendung der
Chemotherapie bei Krebskranken. Wissenschaftler, die wie Prof. Dieter Kurt Hossfeld
zu den Männern der ersten Stunde auf dem Gebiet der Chemotherapie zählen. Voll
Optimismus Anfang der siebziger Jahre aus den USA zurückgekehrt, hat Prof. Hossfeld
sich in der BRD intensiv mit der Chemotherapie auseinandergesetzt und in der Folgezeit "nicht
nur den Segen, sondern auch mehr und mehr die Grenzen dieser Behandlungsart
erfahren". Heute meint er, die Krebsmedizin habe zulange gebraucht, um zu
erkennen, daß Chemotherapien nur selten heilen können; die Zellgifte seien in der
Vergangenheit zu oft und häufig falsch angewendet worden.
DDr. Ulrich Abel, Biostatiker vom deutschen
Krebsforschungsinstitut in
Heidelberg:
Zu einem noch vernichtenderen Urteil über Zytostatika kommt der Arzt und Biostatiker DDr.
Abel in seinem Buch "Die zytostatische Chemotherapie
fortgeschrittener epithelialer Tumoren". Zehn Jahre lang hat Abel
sein Methodenwissen zur Verfügung gestellt und bei der Durchführung von Krebsstudien
geholfen. Bis zur Veröffentlichung seines Buches war sein Verhältnis zu den
Krebsexperten ungetrübt, doch jetzt haben seine provozierenden Thesen zu heftigen
öffentlichen Diskussionen geführt.
Ein Jahr lang hat sich Abel mit allen veröffentlichten Großstudien
beschäftigt, die zum Thema Chemotherapie zur Verfügung stehen. Durch das Studium dieser
mehreren tausend Untersuchungen sowie dem gezielten Erfassen von noch nicht publizierten
Arbeiten ist Abel zu dem Schluß gekommen, daß sich die Anwendungen von Zytostatika "in
weiten Bereichen der Krebsmedizin als Fehlschlag erwiesen haben". Die
geringen Wirksamkeit der Antitumortherapie ist seiner Ansicht nach "in dieser
Schärfe weder der Öffentlichkeit noch der Mehrzahl der behandelnden Ärzte
bewußt."
Die zwei wichtigsten Erkenntnisse seiner Arbeit:
 | Bei den am weitesten verbreiteten Krebsarten, den Organkrebsen (solide Tumore), können
Chemotherapien das Leben der Patienten laut
Statistik kaum verlängern. Ihr Wirkung
hinsichtlich Schmerzerleichterung, bessere Lebensqualität der Patienten steht
wissenschaftlich auf unsicherem Boden. |
 | Keinerlei Belege dafür existieren, daß die Chemotherapie - speziell auch die immer
mehr um sich greifende aggressive Hochdosistherapie - die Lebenserwartung verlängert oder
die Lebensqualität verbessert. Vieles spricht eher gegen solche Effekte.
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"Dominanz der Chemotherapieforschung könnte sich", so Abel,
"künftig als einer der folgenschwersten Irrwege der klinischen Krebsbekämpfung
erweisen." |
[Aus: Transparent, Heft 1/1991, Bundeszentrale der Tierversuchsgegner]
Dr. med. Makoto Kondo, Dozent der Keio Gijuku Universität Japan:
Eine ernüchternde Bestandsaufnahme.
Alle Hoffnungen, Chemotherapie bei Krebs erfolgreich einsetzen zu können, haben sich als
nicht machbar erwiesen. Die Regel ist: Chemo hilft nicht, aber sie schadet. Alle
anders lautenden Verlautbarungen konnten einer nüchternen Bestandsaufnahme nicht
standhalten und müssen es sich daher selbst zuschreiben, in ausgesprochen unlauterem
Licht zu erscheinen. |
[Aus: 'Chemo, eine ernüchternde Bestandsaufnahme', Bericht von Dr. med. Makoto
Kondo, Dozent der Keio Gijuku Universität Japan]
Prof. Dr. med. Schmähl
"Die übergroße Masse der menschlichen Tumore reagiert indessen
nicht oder kaum auf eine chemotherapeutische Behandlung. So erweisen sich bis heute das
Magen- und Darmkarzinom, maligne Tumore der Niere und Blase als praktisch chemoresistent.
Eine Chemotherapie solcher Geschwülste führt häufig genug eher zu einer Belastung der
betreffenden Patienten als zu einer positiven Beeinflussung der Krankheit." Prof.
Dr. med. Nagel, Universitätsklinik Göttingen:
"Die mit Chemotherapie heilbaren Tumore sind durchwegs selten und machen
gesamtheitlich weniger als 10% aus. Bei den häufigen Tumoren (Mammakarzinom,
Bronchialkarzinom und Magen- Darmtumoren) war bisher in keinem Fall (!) Heilung
möglich."
Onkologe Bravermann
"Die Zeit ist gekommen, um die klinische Prüfung neuer Verfahren der
Krebs-Chemotherapie einzuschränken und einen kritischen Blick auf die heutige Anwendung
der Chemotherapie zu werfen."
"Kein disseminiertes Neoplasma, das 1975 unheilbar war, ist heute heilbar."
"Die scheinbare Chemo-Sensibilität von Kopf- und Halstumoren spiegelt sich nicht in
der Überlebensrate wider."
"Was nun die klinische Praxis anbelangt, empfehlen viele medizinische Onkologen eine
Chemotherapie für praktisch jeden Tumor mit einer Hoffnungsfreudigkeit, die sich durch
nahezu unveränderliche Mißerfolge nicht entmutigen läßt."
Krebsexperte Hoffmann:
Auf den häufigen Mißbrauch von Zytostatika und Hormonen ist der Hamburger Mediziner
auch bei fortgeschrittenen Magen-, Dickdarm- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs gestoßen. Der
Tumor, so weiß er, bilde sich unter der "eher aus Verzweiflung"
eingeleiteten Therapie oft zurück, doch der vermeintliche Erfolg zahle sich für die
Kranken nicht aus. Er stehe, so Hoffmann, letztlich nur "auf dem Papier". |
[Aus: Spiegel, Nr. 26/1987, "Ein gnadenloses Zuviel an Therapie"]
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[Anm.: der Arzt] ... der bis zum Schluß um Nicos Leben kämpfte: "Es
ist sehr traurig, aber der Junge starb letztendlich nicht an Leukämie, sondern an Leber-
und Nierenversagen, Lungenentzündung und physischer und psychischer Entkräftung durch
die Chemo-Behandlung."
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[Aus: Bild, 20.3.96, Nicos letzte Worte: "Ich will nach Hause ..."]
Australischer Radioonkologe A. Langlands:
"Bisher konnte keine Studie die
statistische Heilbarkeit von
Brustkrebs
durch irgendeine Therapieform beweisen, unabhängig von der analysierten
Patientinnen-Subgruppe." Langlands verweist ferner
darauf, daß die bisher bekannten prognostischen Faktoren bei Mamma-Karzinom, wie
Tumorgröße, Lymphknotenbefall etc., lediglich eine signifikante Aussage über die
Kurzzeit-Überlebensrate zulassen. Auf die Langzeit-Überlebensrate, zehn Jahre nach
Diagnosestellung, haben sie jedoch keinen Einfluß mehr, da ab diesem Zeitpunkt das
jährliche Todesrisiko für alle Brustkrebs-Patientinnen annähernd gleich ist.
"Ist der momentane Trend bei Mamma-Karzinom zur aggressiven,
neoadjuvanten Chemotherapie und nachfolgenden Stammzell-Transplantation mit allen damit
verbundenen Nebenwirkungen und lebensqualitätbeeinträchtigenden Faktoren wirklich zu
vertreten? Kann angesichts der mangelnden
statistischen Heilbarkeit von Brustkrebs noch
von einer 'kreativen' Zielsetzung bei Chemotherapie ausgegangen werden?"
"Und unheilbare Fälle sollten erkannt werden, damit sie nicht durch
wirkungslose Applikationen verschlimmert werden." |
[Aus: Ärzte-Woche, 18.9.96, Aggressive Therapie bei Mamma-Karzinom ist nicht
unumstritten]

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