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Die Onkologie
- und was (sich) die Schulmedizin sonst noch leistet
Eine Sammlung offizieller Statements;
zusammengestellt von 'Die Eltern von Olivia' |

Ihre Therapie ...
Operation - und was man darüber wissen sollte
Zuerst etwas Positives
| Zu höchster Perfektion hat sich das vormals grobe Handwerk der Chirurgen entwickelt.
Mit immer weiter verfeinerten Narkosemitteln und Antisepsis-Methoden, später unterstützt
durch Herz-Lungen-Maschinen oder Unterdruckkammern, erschlossen sich die Operateure in den
letzten 100 Jahren Zug um Zug chirurgisches Neuland - gleich "siegreichen
Feldherren", so die Medizinhistorikerin Esther Fischer-Homberger. |
[Aus: Spiegel, Nr. 27/1987, "Ein gnadenloses Zuviel an Therapie"]
Nun wieder zurück zur Realität
| Weil eine Heilung der vorausgesagten Krankheit nicht in
Sicht ist, wird die Entfernung der gefährdeten Organe, sofern sie nicht
lebensnotwendig sind, empfohlen. "Vorsorgliche" Entfernung der
gesunden Brust wurde mittlerweile ebenso zu medizinischen Routine wie
vorsorgliche Entfernung der Prostata, des Dickdarms oder der Gebärmutter.
"Gewöhnungsbedürftig ist das schon, ein gesundes Organ
aufgrund eines Gentests zu entfernen", meint der Wiener
Chirurg Raimund Jakesz und fügt mit entwaffnender Logik hinzu: "Wenn
aber der gesamte Dickdarm heraußen ist, so kann der Patient auch keinen
Dickdarmkrebs mehr bekommen. Und das ist eigentlich das Schöne an dieser
Operation." |
[Aus: profil 40, 4.10.99; Schöner neuer Mensch]
| Eine gründliche Studie, die im Auftrage des amerikanischen Kongresses durchgeführt
wurde, kam zu dem Schluß, daß im Jahre 1974 in den Vereinigten Staaten 2,4
Millionen überflüssige Operationen durchgeführt wurden, die 4 Milliarden Dollar
kosteten, und bei denen 11 900 Patienten unnötigerweise sterben mußten. Da diese
Untersuchung bei der amerikanischen Ärztegesellschaft auf große Opposition stieß, ließ
der Kongreß zwei Jahre später eine neue, noch gründlichere Studie über das Jahr 1977
durchführen. Ihr Ergebnis: 2 Millionen überflüssige Operationen, 4 Milliarden Dollar
Verlust, 10 000 Tote. |
[Aus: 'Die Krebsmafia', Christian Bachmann]
| Auch "die Überlebenskurve für Brustkrebspatienten", so
schrieb etwa jüngst das "New England Journal of Medicine", "ist
seit 1955 praktisch unverändert". In der Brustkrebs-Chirurgie, so die
Zeitschrift weiter, sei lange Zeit allzu radikal operiert worden; es sei inzwischen
sicher, daß schonende und weniger deformierende Eingriffe "mindestens ebenso
effektiv sind" wie die vielfach immer noch üblich radikale Entfernung der
Brust. |
[Aus: Spiegel, Nr. 34/1980, Begrabene Illusion]
| Der Standardeingriff beim Brustkrebs ist die Radikaloperation. Sie wurde im letzten
Jahrhundert vom Berliner Chirurgen Josef Rotter eingeführt. Man entfernt
dabei nicht nur die Brustdüse, sondern auch das darunter liegende Muskelgewebe bis auf
die Rippen sowie die Lymphknoten ... und räumt insbesondere die Achselhöhlen aus. Erst
seit 15 Jahren wird diese Methode in Frage gestellt. Heute gilt als sicher, daß man mit
sehr viel kleineren Eingriffen denselben Effekt erzielen kann wie mit der
Radikaloperation. Angesichts dieser Tatsache bringen immer mehr Ärzte Verständnis für
die Wünsche ihrer Patientinnen auf, die ihre Brust gerne möglichst erhalten möchten.
Sie [Anm.: diese Ärzte] wurden ... von dem Freiburger Prof. Max Schwaiger
kräftig gerüffelt: 'Mit Abscheu müsse man jene Operationen zurückweisen, bei
denen nur der Knoten aus der Brust entfernt würde. Bei der Behandlung des Mammakarzinoms
-, mag es noch so klein sein, - gehe es in erster Linie um die Befolgung onkologischer
Grundsätze', denen gegenüber alle psychologischen und kosmetischen Argumente
zurücktreten müßten. [Anm.: dogmatischer Dogmatiker einer dogmatisch erstarrten
Glaubensvereinigung!] |
[Aus: 'Die Krebsmafia', Christian Bachmann]
| Auf anderen Gebieten werde gleichfalls zu oft und zu gründlich operiert, befand ein
Untersuchungsausschuß des US-Repräsentantenhauses: Die Experten taxierten, daß 1977 in
den USA ungefähr zwei Millionen unnötige Operationen vorgenommen wurden; rund
10 000 Patienten starben dabei. Kosten des ärztlichen Übereifers: schätzungsweise
vier Milliarden Dollar. Viele dieser Operationen, so entdeckte der
Ausschuß, wurden
von Chirurgen als Präventivmaßnahmen gerechtfertigt. Vorsorglich schnippelten sie
nicht nur Zehntausende von Mandeln aus den Hälsen der Patienten; sie schnitten auch
zahlreichen Frauen, die sich etwa nur sterilisieren lassen wollten, zugleich die
Gebärmutter heraus - als Vorbeugemaßnahme gegen eine mögliche Krebserkrankung.
"Supraradikale Eingriffe", mit denen die Chirurgen das Leiden
ebenso unerbittlich bekämpfen, wie dieses mit den Opfern umsprang, haben sich weithin als
medizinischer Irrweg erwiesen. Weder beim Brustkrebs oder bei den gynäkologischen
Krebsarten noch beim Magen-, Lungen- oder Darmkrebs, bekannte der Heidelberger
Chirurgie-Professor Christian Herfarth in der "Münchener Medizinischen
Wochenschrift", habe sich der "chirurgische Maximalismus
gelohnt." |
[Aus: Spiegel, Nr. 26/1987, "Ein gnadenloses Zuviel an Therapie"]
| Ausnahmslos alle Patienten beispielsweise werden nach der radikalen Operation des Prostatakrebses
impotent. Jeder zehnte von ihnen muß damit rechnen, daß er die Entleerung der Blase
nicht mehr kontrollieren kann. Auch die hochdosierte Strahlenbehandlung der Geschwulst
zerstört noch in jedem vierten Fall die Erektion. |
[Aus: Spiegel, Nr. 27/1987, "Ein gnadenloses Zuviel an Therapie"]
| Die sturköpfigen Vertreter der Wir-müssen-operieren bzw. -behandeln-Position
verteidigen ihre Ansicht so beharrlich, weil sie meinen, daß man noch nicht genug über
nicht behandelte Krankheiten wisse. «Im Gegenteil, wenn man sich der Mühe unterzieht,
die Literatur durchzugehen, dann wird man sehr viele Artikel gerade zu diesem Thema
finden», die Auskunft geben über den «natürlichen Verlauf», von nicht operiertem
Gallensteinleiden, von nicht behandeltem Brustkrebs, des Magen- und
Zwölffingerdarmgeschwürs, mitraler Stenose und Krebsen der Speiseröhre, des Magens, des
Dickdarms, des Mastdarms, der Leber, der Gallenblase und der Bauchspeicheldrüse. |
[Aus: 'Ist Krebs eine Krankheit?', Manu L.Kothari / Lapa A. Metha
| Männliche Frauenärzte nehmen doppelt so häufig Totaloperationen der Gebärmutter
(Hysterektomie) vor als Gynäkologinnen. Zu diesem Ergebnis kamen Schweizer
Wissenschaftler aufgrund von Befragungen von 26 Frauenärzten im Kanton Tessin. (NJ
Eng.Med. 5. Dez. 85/S. 1482) Die Ärzte hatten 1983 im Durchschnitt 34 Frauen ihres
urweiblichen Organs erleichtert, die Ärztinnen nur 18. |
[Aus: Medikament & Meinung, Feb. 1986, Uterus-Operation: Männer schneller mit
dem Skalpell?]
| Ganz schön happig was 2 Mitarbeiter des kantonalen Gesundheitsamtes Bellinzona
behaupten: Gynäkologen schlachten Frauen für ihren persönlichen Profit aus, oder
aber sie haben ein heimliches Vergnügen am Herausreißen von Gebärmuttern! In
einer Studie hatten die beiden herausgefunden, daß Ärztinnen und Rechtsanwalt-Gattinnen
signifikant seltener ihren Uterus einbüßen, als Frauen aus der übrigen Bevölkerung.
Offenbar dämpfen Fachwissen auf seiten der "Opfer" und mögliche juristische
Konsequenzen die Schnippelwut der Frauenärzte. Eine andere Untersuchung zeigte, daß die
Entscheidung ob jemand operiert wird, von Geld und Schichtzugehörigkeit abhängt:
Begehrteste Patientinnen sind die am wenigsten gebildeten und die am besten (d.h. privat)
versicherten. |
[Aus: Medical
Tribune, 18.7.97, Wie Gynäkologen Frauen ausschlachten]
Gebärmutterkrebs:
Außer dem Blinddarm gibt es kein Organ, das eifrigen Operateuren mehr zum Opfer fällt,
als die Gebärmutter der Frau. Bei über 1500 Radikal-Operationen erwiesen sich von den
grundsätzlich mitentfernten, benachbarten Lymphknoten nur 313 als krebsig. Bei fast 80
Prozent der Patienten wurde also gesunde Lymphknoten entfernt. |
[Aus: Besser Leben, 6/97, Krebs durch Vorsorge? Drei von vier Diagnosen falsch]
| "Kann man so kühn gegen besseres Wissen die Unwahrheit sagen? Ich halte eine
solche, allerdings unter Ärzten übliche Einstellung für unberechtigt, um nicht einen
schärferen Ausdruck zu gebrauchen. Im Grund nützen wir die Unwissenheit des Patienten,
der uns blind vertraut, aus, und erlisten unter Zuhilfenahme falscher Behauptungen seine
Einwilligung zur Operation." |
[Aus: Ethik oder Geschäft?, Albert Giercke]
[Aus: Arzt heile dich selbst, Gesundheits-Informationsdienst, 2/1996]
| Ein Ärzteskandal sorgt in Deutschland für Aufregung: Die
Staatsanwaltschaft in Essen
ermittelt gegen einen 53jährigen Pathologen wegen fahrlässiger Körperverletzung, weil
aufgrund seiner Brustkrebs-Fehldiagnosen bis zu tausend Frauen gesunde Brüste amputiert
wurden. |
[Aus: Kurier, 14.6.96, Arzt ließ hunderten Frauen gesunde Brüste entfernen]
Prof. Otto Neunhoeffer, Homburg/Saar:
Übergang vom ruhenden zum aggressiven Krebs. Der ruhende Krebs ist viel häufiger als der
aggressive ...
Der dänische Pathologe Johann Andersen berichtete ... im März 1983 in
München über seine Untersuchungen bezüglich Brustkrebs. Er hatte bei mehr als 80 nicht
an Krebs verstorbenen Frauen bei jeder vierten Brustkrebs gefunden, der keine
Krankheitserscheinungen hervorrief. Der 'ruhende' Brustkrebs ist also 500 bis 1000 mal
häufiger als der 'aggressive'. Es wäre bedauerlich, wenn alle Frauen, bei denen ein
Pathologe nach dem Tode Krebs nachweisen kann, aufgrund eines Super-Frühtestes für Krebs
zu Lebzeiten unter das Messer kämen ..." |
[Aus: Jahrhundert-Skandal KREBS, W.O. Lenberg]
Schweizer Mediziner Dr. Gerhard Kocher:
"... Die Verdoppelung der Mediziner in den nächsten Jahren wird die Neigung zu
mehr Operationen und anderen Behandlungen weiter verstärken - schon nur zu Aus- und
Weiterbildungszwecken. Es wäre dringend nötig, diese bei uns weitgehend unbekannte
Literatur aufzuarbeiten und die Verhältnisse bei uns zu untersuchen. Aber wer wagt
dies?" |
[Aus: Jahrhundert-Skandal KREBS, W.O. Lenberg]
... Operationen aufgrund von Gentests
| Weil eine Heilung der vorausgesagten Krankheiten nicht in
Sicht ist, wird die Entfernung der gefährdeten Organe, sofern sie nicht
lebensnotwendig sind, empfohlen. "Vorsorgliche" Entfernung der
gesunden Brust wurde mittlerweile ebenso zur medizinischen Routine, wie
vorsorgliche Entfernung der Prostata,
des Dickdarms oder der Gebärmutter.
"Gewöhnungsbedürftig ist das schon, ein gesundes Organ aufgrund
eines Gentests zu entfernen", meint der Wiener Chirurg
Raimund Jakesz und fügt mit entwaffnender Logik hinzu: "Wenn
aber der gesamte Dickdarm heraußen ist, so kann der Patient auch keinen
Dickdarmkrebs mehr bekommen. Und das ist eigentlich das Schöne an dieser
Operation." |
[Profil 40, 4.10.99 - Schöner neuer Mensch
Anmerkung:
Und das versteht die Schulmedizin unter "Heilung"! Mit dieser
Argumentationsweise könnte man auch eine Erschießung des Patienten als
"erfolgreiche Therapie" verkaufen nach dem Motto: "Sterben muß
heute niemand mehr an Krebs!"
Das ist eine therapeutische Kapitulation!]

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