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Die Onkologie - und was (sich) die Schulmedizin sonst noch leistet

Eine Sammlung offizieller Statements;
zusammengestellt von 'Die Eltern von Olivia'

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Die sog. 'wissenschaftlich anerkannte' Krebstherapie ...

Ihre Therapie ...

Vorsorgeuntersuchung - und was man darüber wissen sollte

Kritische Stimmen

Kassen zahlen für Früherkennungsuntersuchungen 700 Millionen Euro im Jahr / Bundesausschuß will Aussagekraft von Daten untersuchen

BERLIN. Erst wenn der öffentliche Druck zu stark wird, sind Krankenkassen bereit, für neue Methoden der Krebsfrüherkennungs-Untersuchungen zu zahlen. Erst bei konsequenter Anwendung der Qualitätssicherung ist der Erfolg der Untersuchungen nachweisbar – wenn er denn überhaupt analysiert wird. Seit 30 Jahren gibt es die Früherkennungs-Untersuchungen. Aber weder Krankenkassen noch KBV können Belege über Erfolg oder Nichterfolg vorlegen.

Die GKV-Spitzenverbände geben jährlich mehr als 0,7 Milliarden Euro für Früherkennungs-Untersuchungen aus - aber der Erfolg ist bisher nicht nachweisbar. Und auch bei den neuesten Leistungen wie zum Beispiel Darmkrebs-Untersuchungen werden Ärzteschaft und Krankenkassen nicht klüger.

So gesteht der AOK Bundesverband ein: „Gutachten und Zahlen zum Thema Früherkennung gibt es nicht.“ Auch der Geschäftsführer des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung, Dr. Gerhard Brenner, bekennt sich zum Erkenntnis-Notstand: Es ist unmöglich, Ergebnisse der Früherkennungs-Untersuchungen bundesweit festzustellen. Wir haben darüber nichts gesammelt.“

Beim Zentralinstitut der KBV lagert lediglich eine Untersuchung aus dem Jahre 1992, die nicht herausgegeben wird. Der „Ärzte-Zeitung“ liegen die Ergebnisse vor: Nur bei 0,06 Prozent der im Rahmen der Früherkennung untersuchten Männer wurde Krebs entdeckt. Obwohl jährlich fast zehn Millionen Bundesbürger zum Arzt zur Untersuchung gehen.

Eine Untersuchung des Zentralinstituts aus den 80er Jahren zeigt, dass durch die Untersuchungen selbst so gut wie kein Krebs bei Patienten erkannt wurde. Lediglich wenn der Patient schon über Symptome sprach wurde Krebs erkannt. Publiziert wurde die Untersuchung bislang aber nicht.

...

[Ärzte-Zeitung, 14.01.2003 - Ergebnisse zur Krebsfrüherkennung? Nicht vorhanden!]

Strahlenphysiker Peter Koeppe:
Krebsfrüherkennung, schloß er öffentlich und messerscharf, verlängere gegenwärtig nicht das Leben, sondern nur den Zeitraum zwischen Diagnose und Tod - "für den Erkrankten nicht unbedingt ein Vorteil".

[Aus: Spiegel, Nr. 27/1987, "Ein gnadenloses Zuviel an Therapie"]

Wer zum Doktor geht, will meist gründlich untersucht werden. Das rächt sich: Je intensiver die Diagnostik, desto wahrscheinlicher wird irgendeine Therapie.

[Aus: Spiegel, Nr. 34/1980, Begrabene Illusion]

Sogar dem Präsidenten des Bundesärztekammer, Dr. Karsten Vilmar aus Bremen, ist aufgefallen, "daß es um so mehr Kranke geben wird, je besser Medizin und ärztliche Versorgung sind".
Ihn mutet diese "Feststellung auf den ersten Blick paradox" an - nur auf den ersten? Zu Ende gedacht, besagt sie doch, daß ein Gesunder nur ein Mensch ist, der nicht gründlich genug untersucht wurde.

[Aus: Spiegel, Nr. 34/1980, Begrabene Illusion]

Die Ärzte selber sind, wenn es ans eigene Fell geht, auch nicht gerade medizinfixiert. Sie leben nicht länger als ihre Patienten. Keine Rede davon, daß sie etwa regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen gingen oder die Ratschläge beherzigen, die sie anderen geben.

[Aus: Spiegel, Nr. 34/1980, Begrabene Illusion]

Mit einem Riesenbrimborium wird seit Jahren versucht, alle Erwachsenen zu einer jährlichen "Vorsorgeuntersuchung" gegen Krebs zu bewegen. Schon das Etikett ist Schwindel: In Wahrheit handelt es sich nicht um Vorsorge, sondern - bestenfalls - um Früherkennung. Gefahndet wird nur nach solchen Tumoren, die der Kassenarzt angeblich auf den ersten Blick erkennt (wie den schwarzen Hautkrebs, das "maligne Melanom"), mit den Fingern tasten (Brust-, Prostata- und Darmkrebs) oder aus einem Zellabstrich (Muttermundkrebs) oder aus Blut und Harn diagnostizieren kann.

Selbst bei gutem Willen aller Beteiligten ist der Effekt der Früherkennungsmaßnahmen dürftig. Beim Brustkrebs etwa, dem häufigsten Tumor der Frau, enthält ein Gramm Krebsgewebe bereits mehr als eine Million bösartiger Zellen. Zu diesem frühestmöglichen Diagnosezeitpunkt ist der Tumor nicht einmal erbsgroß. "Seine Geschichte", sagt der Schweizer Karzinomexperte Kurt Brunner, "ist bereits zu zwei Drittel abgelaufen." Die sogenannte "Früh"-Erkennung ist mithin eine Spätdiagnose.

Das gleiche gilt für den Prostatakrebs des Mannes und für jene Tumorformen, die zwar sehr häufig sind, nach denen aber gar nicht gefahndet wird: Lungen-, Bronchial-, Magen- oder Darmkrebs, dazu die Tumoren der Nerven und der blutbildenden Organe. Von den männlichen Krebsopfern des letzten Jahres starben die meisten an Tumoren, für die es kein "Früherkennungs-Programm" gibt. Und Tausende starben, deren Prostata- oder Hautkrebs trotz des Programms viel zu spät und darum zum Tode führten.

Obgleich rund 1,6 Millionen Männer (17 Prozent der Aufgeforderten) einmal jährlich ihre Vorsteherdrüse von hinten befingern lassen, hat das bisher die Prostatakarzinom-Sterblichkeit nicht etwa vermindert, eher im Gegenteil.

Nicht als gefährlich, sondern als Bluff erweist sich die Früherkennung des schwarzen Hautkrebses: Dieser Tumor ist so extrem selten, daß ein deutscher Arzt drei Leben bräuchte, um einmal als erster ein malignes Melanom zu sichten. Verdächtige dunkle Hautstellen empfiehlt Dr. Pillermann deshalb gewöhnlich der Vorsorge des Ratsuchenden: "Passen Sie auf, daß es nicht bösartig wird." - so bekommt die Krebsfurcht Substrat und der Medicus alle Jahre wieder für nichts und wieder nichts den Vorsorgeschein.

[Aus: Spiegel, Nr. 36/1980, Begrabene Illusion]

Es fehlt eben immer noch ein wirklich verläßlicher Krebstest, vergleichbar der Wassermann-Reaktion bei Syphilis. Gesucht wird seit Jahrzehnten eine Methode, die einfach, empfindlich, spezifisch und billig sein müßte - gefunden hat sie keiner. Dabei werkeln immer mehr Akademiker aller Fachrichtungen in diversen Krebsforschungs-Instituten, denen es weder an Geld noch an Gerät mangelt.

Wird eine Krebsart, aus welchen Gründen auch immer, seltener, reklamieren die Heilkundigen das gewöhnlich als Erfolg ihres Tuns. So sind in der Bundesrepublik die Sterbeziffern an Gebärmutterhalskrebs deutlich zurückgegangen. Den Propagandisten der Vorsorgeuntersuchungen gilt das als schönster Beweis für die Effizienz ihrer Strategie. Die Wahrheit ist, daß in den meisten westlichen Ländern der Gebärmutterhalskrebs seit den fünfziger Jahren seltener auftritt, völlig unabhängig von den Vorsorgeuntersuchungen.

[Aus: Spiegel, Nr. 36/1980, Begrabene Illusion]

Gerade 17 Prozent der Männer und nur 30 Prozent der Frauen nehmen an den Vorsorgeuntersuchung gegen Krebs teil. Die anderen ahnen, daß dadurch nicht das Leben, sondern nur die Zeitspanne zwischen Diagnose und Tod verlängert wird.

[Aus: Spiegel, Nr. 36/1980, Begrabene Illusion]

Prof. Dr. Dr. Goerttler in der von ihm erwähnten Broschüre "Früherkennung" des BMFT

"... Bei aller Zurückhaltung bietet die vorgelegte Studie bevölkerungs- und gesundheitspolitischen Sprengstoff. Sie zwingt Ärzteschaft und Standesverbände zum Umdenken und zur Überprüfung, wo eisern verteidigte Besitzstände im Gesamtinteresse aufzugeben sind ...

... Kernstück derzeitiger Krebsfrüherkennungsuntersuchungen bei Männern ist die manuelle Untersuchung der Vorsteherdrüse. Die Sensitivität dieser Methode ist nicht sehr hoch. Schwerer wiegt, daß eine Verbesserung der Lebenserwartung, ein Gewinn an Lebensjahren - wenn überhaupt - nur geringfügig ins Gewicht fällt, sollte der Krebs frühzeitig erkannt und behandelt werden. Ein Kritiker dieser Untersuchung(sMethode) sagte, leider gar nicht weit entfernt von der Wirklichkeit, daß durch die Früherkennung lediglich jene Lebensjahre eines Mannes verlängert werde(n), in der dieser als Träger dieser Krebsform zugleich als 'Krebspatient' gekennzeichnet sei, mit allen unerfreulichen Implikationen ...

... Wir sollten ernsthaft fragen, ob uns die Bevölkerung bei Weiterführung des derzeitigen Programmes nicht schon bald dadurch eine Antwort geben wird, daß die abnehmende Frequenz der Inanspruchnahme anhält ... Wir machen uns unglaubwürdig, wenn wir nach den vorliegenden Daten so tun, als sei nichts geschehen ..."

Nun kamen diese Worte nicht von irgend jemand, sondern ausgerechnet vom Direktor jenes Instituts, das im Gefolge von Dr. Mildred Scheel für eine breitangelegte Früherkennung geworben hat. Millionen Männer haben sich alljährlich - wenn man so will: entwürdigend - im Hintern herumfummeln lassen, der Staat - wir alle - haben das teuer bezahlt und das einzig sichere Resultat ist, daß jene Patienten, bei denen auf diese Weise Karzinome diagnostiziert, darauf dann behandelt, mehr oder weniger impotent wurden und/oder Bettnässer oder doch zumindest einige Zeit länger mit der schrecklichen Gewißheit "Krebs!" zu leben haben, ohne daß sie an Lebenserwartung dazugewonnen hätten.

Und man sollte durchaus auch über jene für den Laien sicherlich merkwürdige Äußerung nachdenken: der Forderung nämlich, "umzudenken und zu überprüfen, welche eisern verteidigten Besitzstände im Gesamtinteresse aufzugeben sind". Was sind das für eisern verteidigte Besitzstände zu Lasten des Gesamtinteresses? Kann es überhaupt eine andere Richtung für die Ärzteschaft geben als die des Gesamtinteresses?

[Aus: Jahrhundert-Skandal KREBS, W.O. Lenberg]

 

siehe auch:

Blick, 23.10.2002 - Mammografie macht Frauen falsche Hoffnung

 

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