Placebo
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Die Onkologie - und was (sich) die Schulmedizin sonst noch leistet

Eine Sammlung offizieller Statements;
zusammengestellt von 'Die Eltern von Olivia'

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Die sog. 'wissenschaftlich anerkannte' Krebstherapie ...

Ihre Therapie ...

... mit Plazebo

Placebos können Sterbende am Leben erhalten und binnen kurzem töten

Der bekannteste Placebofall betraf einen kalifornischen Krebspatienten namens Wright. Obwohl die Krankengeschichte wissenschaftlich penibel dokumentiert und publiziert ist, wird sie von Ärzten meist als bloße Anekdote für die wundersame Kraft der Einbildung zitiert.

Mister Wright hatte Lymphknotenkrebs im Endstadium. Die Tumore erreichten bereits die Größe von Orangen, und der behandelnde Arzt, Philip West, rechnete mit dem nahen Ende seines Patienten. Als er von sensationellen Testergebnissen eines aus Pferdeserum gewonnenen Krebsmedikaments namens "Krebiozen" erfuhr, bekniete er seinen Arzt, diese Mittel sofort zu besorgen. Dr. West kam dem Wunsch nach, und schon kurze Zeit später injizierte er Wright das experimentelle Pferdeserum. Als der Arzt nach dem Wochenende in die Klinik kam, fand er seinen Patienten am Gang, wo der prächtig gelaunt mit den Krankenschwestern scherzte. Seine Tumoren verschwanden binnen weniger Tage.

Nach einigen Wochen tauchten in den Zeitungen widersprüchliche Meldungen über die Wirksamkeit von Krebiozen auf. Fast augenblicklich verschlechterte sich Wrights Zustand. Dr. West erklärte ihm, er solle nicht an den Quatsch in den Medien glauben, und injizierte ihm eine, wie er es nannte, "extrapotente Neuversion" des Mittels. Der Erfolg war diesmal noch erstaunlicher. Wright konnte sogar das Spital verlassen. Zwei Monate erfreute er sich bester Gesundheit. Bis er den vernichtenden Endbericht der Krebiozen-Studie las. Das Mittel wurde als völlig wirkungslos beurteilt und als glatter Fehlschlag abqualifiziert. Darauf erlitt Wright einen neuerlichen Rückfall und starb binnen zwei Tage.

[Profil, 21.2.2000 - Wundermittel und Voodoo-Tod]

Optimistische Grundhaltung ist Pflicht, negative Aussagen über eine Krankheit hingegen strikt tabu. "Patienten, die mit einer hoffnungslosen Prognose eingeliefert werden, sterben schneller als Patienten, die im selben Krankheitsstadium sind, denen aber niemand das Todesurteil ausgesprochen hat."

[Profil, 21.2.2000 - Wundermittel und Voodoo-Tod]

Die enorme Kraft der Suggestion erlebte auch der Heidelberger Medizin-Ethnologe Gerhard Heller. Er erinnert sich an einen Fall im Klinikum Freiburg, wo ein Patient in Selbstmordabsicht Schlaftabletten hortete. "Die Pfleger haben schon mit etwas Ähnlichem gerechnet und gaben ihm Zuckerpillen. Tatsächlich hat er dann alle Placebos auf einmal geschluckt. Ärzte und Pfleger haben sich prächtig darüber amüsiert. Aber am nächsten Tag war der Mann tot."

[Profil, 21.2.2000 - Wundermittel und Voodoo-Tod]

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