Schizophrenie gilt heute als Störung in der Reiz- und
Informationsweiterleitung von Nervenzellen - doch die genaue Ursache ist
noch unbekannt.
Unterschiedliche Faktoren wie erbliche Belastung, Komplikationen bei
der Geburt oder frühkindliche Entwicklungsstörungen scheinen die
Anfälligkeit gegenüber der Krankheit zu erhöhen. "Warum aber der
eine Risikokandidat erkrankt und der andere nicht", sagt Psychiater
Hambrecht, "bleibt geheimnisvoll."
Ebenso rätselhaft ist, weshalb ein Viertel aller Patienten nach der
ersten Wahn-Episode wieder ganz gesund werden, während die übrigen in
ungewissen Abständen mit weiteren Anfällen rechnen müssen oder gar
chronisch erkranken."
"Von einem Schizophrenie-Test sind wir leider noch meilenweit
entfernt", dämpft Psychiater Hambrecht die Erwartungen. "Wer
den erfindet, kriegt mit Sicherheit den
Nobelpreis."