|
| |
 |
Die Onkologie
- und was (sich) die Schulmedizin sonst noch leistet
Eine Sammlung offizieller Statements;
zusammengestellt von 'Die Eltern von Olivia' |

... und was (sich) die Schulmedizin sonst noch leistet!
DER KRIEG GEGEN DIE MASSE - oder B I O E T H I K
Das Erziehungsprogramm der BIOETHIK
| Mit einer Gehirnwäsche - ausgeführt durch die
Massenmedien - sollen
die Menschen dieser Erde davon überzeugt werden, daß es zweierlei Sorten der Species
Homo Sapiens gibt: Den Menschen und den Nichtmenschen. Wobei der Nichtmensch
der unproduktive, kostenträchtige ist, den es zu entsorgen gilt. Dabei wird übrigens
auch der Begriff Mensch neu definiert werden. Das wird so eine Art neues Rasse-Gesetz. Nur
daß diesmal die Menschheit als Ganzes als Rasse definiert wird. Unter dieser Rasse stehen
dann die Nichtmenschen, das menschliche Gemüse. (Keine raum&zeit Erfindung, auch
nicht aus dem Wortschatz der SS-Unmenschen, sondern aus einem amerikanischen
Wissenschafts-Text übersetzt, dort heißen Schwerstbehinderte "Human
Vegetables"!) Menschliches Gemüse sind danach Schwerbehinderte, Schwerstkranke,
Alte, behinderte Kinder usw.. Für sie gibt es bald ein
Euthanasie-Programm, denn die Todespille ist mit Hilfe des Pharma-Konzerns Hoechst
bereits entwickelt und patentiert. Sie wird es rezeptfrei aus der Apotheke geben [Anm.:
siehe 'Übermedikalisierung']. Die Public
Education und didaktische Lernspiele für Schüler werden künftig ein neues Bewußtsein
schaffen, das den Menschen und den Nichtmenschen zu einem neuen Bewußtsein verhilft,
damit die einen wissen, wann sie sich selbst entsorgen müssen und den anderen das als ein
natürlicher Auslese-Prozess erscheint.
Außerdem wird Wissenschaft und Forschung frei von jeder ethischen oder gar humanen
Fesseln sein. Das wird juristisch gerade festgeklopft. Das Problem der Nazis waren
nämlich nicht ihre Ziele, so die jüngste US-Erkenntnis, sondern die unfeine Art, mit der
sie die Ziele durchsetzten. Man macht das jetzt auf die feine Art. Mit den Kräften des
Marktes. |
[Aus: raum&zeit, 87/97, Bioethik-Konvention unterscheidet künftig zwischen
Menschen und Nicht-Menschen]
| ... daß die Durchsetzung gewisser Interessen der Humanforschung und ihre ökonomische
Wertung offenbar nur möglich sein wird, wenn gleichzeitig die ethischen Maßstäbe, die
zur Verurteilung des Nazismus geführt haben, fallen. Das ist die Konsequenz. Dann aber
wäre die Verurteilung des Nazismus in der bisherigen Form nicht mehr möglich. Oder, um
es aus einer anderen Perspektive zu schildern, die Erblast scheint die Durchsetzung all
dieser Ziele zu stören. Und die Konsequenz müßte eigentlich sein, so etwas wie eine
Rehabilitation einzufädeln. Und damit sind wir im ungeheuer praktischen Kern des
bioethischen Argumentationsgeflechts, wie es sich seit ca. 20 Jahren weltweit entwickelt
und dessen Struktur und Geschichte man zumindest in Umrissen kennen muß, um die Bedeutung
dieser Bioethik-Konvention zu erfassen. Tatsächlich versucht zum Beispiel die
amerikanische Bioethik seit sehr langer Zeit, das nazistische Hindernis einzuebnen. Peter Singers
sehr denkwürdige Aussage kennen Sie sicher, es sei nämlich nicht alles schlecht gewesen,
was die Nazis machten: die Autobahnen seien gebaut worden ...
Die strategische Lösung lautet schlicht: Nicht die Ziele, sondern allein die Mittel
des Nazismus seien falsch gewesen. Euthanasie und Eugenik seien normale, humane
Optionen. Sie dürften, sozusagen, diesmal nur nicht mit Gewalt, sondern mit den
friedlichen Mitteln des Marktes, also auch der Überredung und, wie ein wichtiger
Autor schreibt, der Verführung durchgesetzt werden. So wie uns Werbung verführt,
wird also auch hier das Mittel der Verführung akzeptiert. Auf den Punkt gebracht:
Staatliche Propaganda und Gehirnwäsche sind danach durch eine demokratische, sprich
privatwirtschaftliche Propaganda und Gehirnwäsche zu ersetzen. In der amerikanischen
Literatur hört sie auf den ganz wunderschönen Namen "public education".
Deshalb gehört zu diesem Konzept auch die weltweite Privatisierung der
Gesundheitssysteme, vor allem in den Schichten, die als zahlungskräftige Kunden in
Frage kommen. Dies bedeutet die Umlenkung von unproduktiven Aufwendungen für Alte oder
schwerbehinderte Neugeborene. Darauf aufbauend wird die Etablierung von
Euthanasie-Praktiken diskutiert, als freiwillige Euthanasie zuerst, zum Angewöhnen
sozusagen, dann aber zunehmend als gesellschaftliche Norm. Sie wissen, daß in den
Niederlanden dieses Konzept eigentlich wie eine Maschinerie in die Tat umgesetzt wird. Heute
ist ja in den Niederlanden die Tötung von Patienten durch Ärzte bereits gesetzlich
erlaubt.
Die bioethische These, wonach es prinzipiell keine Werte geben dürfe, welche den Wert
der Forschungsfreiheit übersteigen, also z.B. die Menschenwürde, führt zur Forderung,
eben diese Menschenwürde mindestens der Forschungsfreiheit als Recht gleichzustellen. Als
Konsequenz müsse natürlich beides in Übereinstimmung gebracht werden, Menschenwürde
und Forschungsfreiheit. Der Primat der Menschenwürde wird einer irrationalen
jüdisch-christlichen Religiosität zugeschrieben, die sozusagen der Vergangenheit
angehören soll. Der Bewußtseinswandel, Stichwort: public education, soll durch eine
entsprechende Erziehung des öffentlichen Bewußtseins erreicht werden. Und nun heißt es
interessanterweise wörtlich in den Erläuterungen zum Konventionstext: "daß
sich der Fortschritt, der Nutzen für die Menschheit und der Schutz des Menschen
miteinander in Einklang bringen lassen, wenn das Bewußtsein der Öffentlichkeit mit Hilfe
eines vom Europarat entsprechend seiner Bestimmungen geschaffenen Dokumentes geschärft
wird." Da ist alles drin. Bewußtseinsschaffung, die Werte in
Übereinstimmung bringen usw.. Übrigens, ein Mitglied der deutschen Delegation, Herr Honnefelder
als Leiter des Bonner Institutes für Wissenschaft und Ethik, hat es einmal deutlich
gemacht, was das konkret heißt; daß nämlich in Zukunft das gesundheitliche Wohl von
Einzelnen verletzt werden dürfe, wenn es um das Wohl einer Gruppe von Kranken, also eines
Kollektivs, geht, und dies bei hochrangiger Forschung, wobei natürlich die Forschung
bestimmt, was hochrangig ist. Dies führt eigentlich in die Diktatur oder das totalitäre
Verhältnis der Wissenschaft der Politik gegenüber.
Man manipuliert in der US-Bioethik
den Begriff der Menschenwürde in einer dritten
Weise. Und das ist unglaublich. Danach soll nämlich zukünftig nicht der Mensch als
der individuelle Mensch verstanden werden, sondern der Mensch als Vertreter der Spezies.
Danach soll Forschung zum voraussichtlichen Nutzen für die menschliche Spezies, hier
wiederholt sich das Kollektivargument, zum Beispiel für zukünftige Generationen, als
Menschenrecht betrachtet werden, dem sich dann das individuelle Menschenrecht unterordnen
muß, wenn eben hochrangige Forschungsziele bestehen. Die Präambel der Konvention spricht
von der Notwendigkeit der Achtung des Menschen, sowohl als Individuum als auch als Teil
der menschlichen Spezies. Und jetzt, nach den Erläuterungen vom September 1996, stellt
sich heraus, was vorher nur vermutet werden konnte, daß dieser dritte Teil, diese neue
Definition des Menschen den eugenischen Kern der Konvention ausmacht.
Die Frage ist natürlich für uns alle hier sehr dringend, sind die Weichen wirklich
schon gestellt? Ich möchte noch einmal auf die Anfangsthese zurückkommen, die da
lautete, die globale Durchsetzung gewisser Interessen sei nur dann möglich, wenn diese
oder ähnliche Propaganda es zuvor schafft, das neue Menschenbild der verschiedenen
Wertigkeiten in den Köpfen durchzusetzen. Das heißt natürlich umgekehrt, daß diese
Durchsetzung mißlingt, wenn die Gehirnwäsche nicht funktioniert. Und wer anders in
Europa als die deutsche Öffentlichkeit könnte den Maßstab verteidigen, der sich an der
nazistischen Erfahrung geschärft hat. Die Verzögerung beim Projekt Bioethik-Konvention
und eine eventuell möglich werdende Wende beim Thema Transplantationsgesetz zeigen, daß
die Verteidigung Chancen hat. |
[Aus: raum&zeit, 87/97, Bioethik-Konvention unterscheidet künftig zwischen
Menschen und Nicht-Menschen]
| Das Österreich-Konsortium, das für die VAMED bietet, plant die private
Erweiterung des Spitalbetriebs. Im Team sind Ärzte, Bank Austria und Hugo Michael
Sekyra. Damit sollen teure Akutbetten eingespart, die überbordende Kosten im
Spitalsbereich deutlich eingedämmt werden. Diese Dienstleistungen könnten billiger als
von der öffentlichen Hand angeboten werden, führt das Konsortium an. |
[Aus: Wirtschafts Blatt, 16.2.96, VATech: Spitäler mit Gewinn]
| So wie die Demokratie, lebt auch die Wissenschaft von unterschiedlichen Auffassungen
aus verschiedenen Betrachtungsperspektiven und Wertvorstellungen, die aber zuletzt alle
auf einer übergeordneten Wahrheitsebene zusammenfinden sollten. Die Voraussetzung dazu
ist eine uneingeschränkte und ausgewogene Öffentlichkeitsinformation durch die
Medien,
denn die Folgen wissenschaftlichen Arbeitens müssen ja auch von jedem einzelnen
mitgetragen werden. Es gibt jedoch einen Journalismus, der von der reinen Information, die
ein jeder anschließend kritisch bewerten kann, überwechselt zur tendenziösen
Propaganda, die eine Meinungsbildung vorwegnimmt. Die Vertreter dieses Journalismus nannte
der bekannte Wiener Schriftsteller Karl Krauss "Weihrauchjournalisten"
und ging mit ihnen hart ins Gericht. Es bleibt nur zu hoffen, daß Leser, Hörer und
Zuschauer sie rechtzeitig identifizieren. Jedoch ist dies kein Symptom vergangener Zeiten;
in gleichem Maße, wie unser Lebensstil zunehmend von Wissenschaftsaspekten und deren
publizistischer Interpretation gesteuert wird, sind verantwortungsbewußte
Themenaufarbeitung und reine Werbeunterrichtung immer schwerer
auseinanderzuhalten. Dr.
med. Werner Hartinger |
[Aus: Sanum-Post, 36/96, Ist die Würde des Menschen in Gefahr?]

|