Die letzten Minuten des Spenders
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Die Onkologie - und was (sich) die Schulmedizin sonst noch leistet

Eine Sammlung offizieller Statements;
zusammengestellt von 'Die Eltern von Olivia'

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  ... und was (sich) die Schulmedizin sonst noch leistet!

DER KRIEG GEGEN DIE MASSE - oder  B I O E T H I K

Die Organentnahme

... die letzten Minuten des Spenders
Zur Organentnahme liegt der beatmete "Hirntote" auf dem OP-Tisch und bekommt unter Aufrechterhaltung der ionalen Homöostase (Regelung des Kreislaufs, der Körpertemperatur, des pH-Werts, des Wasser- und Elektrolythaushalts, Steuerung des Hormonhaushalts u.a.) neben Narkotika und Muskelrelaxantien energiereiche Zellsubstrate zugeführt.

Dann wird ihm die Bauchdecke vom Hals, unterhalb des Brustbeins bis zum Symphyse (Schambeinfuge) aufgeschnitten. Zwei weitere Schnitte folgen vom Brustbein aus zum rechten und linken Beckenkamm. Die spitzwinkeligen Bauchdeckenlappen werden mit Klammern seitlich fixiert. Eine riesige Öffnung entsteht, und im Verlauf der OP werden dann die Hautlappen so gehalten, daß ein 'Gefäß' entsteht, das bis zu 15 Liter Eiswasser faßt, mit dem die Organe gekühlt werden sollen.

Ein Spezialistenteam legt die Abdominalorgane, die große Schlagader (Aorta) und die große Hohlvene (Vena Cava) frei. Dann wird das Brustbein mit einer Säge der Länge nach durchtrennt. Mit einer Sperre wird der Thorax (Brustraum) aufgedehnt. Mit dem Öffnen des Herzbeutels wird das schlagende Herz sichtbar. Um die Organe für den Zeitraum zwischen Entnahme und Übertragung für den Transport zu konservieren, wird bei laufendem Beatmungsgerät und bei schlagendem Herz mittels Kochsalzspülung (Perfusionslösungen mit Ernährungs- und Konservierungszusätzen, für die Verwendung konstante Temperatur 4°C) das Blut aus dem Kreislauf gespült. Die Perfusionslösung wird über die Aorta zu- und über ein künstliches Leck in der Vena cava wieder abgeleitet.

Auf diese Weise wird der Patient völlig entblutet und seine Organe zugleich unterkühlt und konserviert.

Zur externen Kühlung der Organe werden Thorax und Bauchhöhle erneut mit eisgekühlter Kochsalzlösung nachgefüllt. Da der Patient diesen Vorgang nicht überleben kann, wird von einem bestimmten Zeitpunkt an die Herzfunktion durch Absaugekatheder ersetzt. Jetzt können Anästhesie und Beatmung eingestellt werden. Der 'Hirntote' ist gestorben. Von den jeweiligen Spezialistenteams werden nun die blutleeren und gekühlten Organsysteme, denen immer noch ein Rest Leben innewohnen muß, in der Reihenfolge Herz, Lunge, Leber, Pankreas, Nieren, Milz und Augen entnommen, verpackt und in speziellen Kühlbehältern so rasch wie möglich zu ihren Verwertungsorten transportiert. Auch Gelenke, Knorpel, Gehörknöchelchen und Haut u.a. werden entnommen und wiederverwertet.

Es bleibt unterschlagen, was im Lehrbuch Praktikum der Intensivbehandlung, Thieme Verlag 1981, W. Bushart und P. Rittmeyer schreiben: "Forschungsergebnisse aus jüngster Zeit haben für die Wiederbelebungsfähigkeit des Hirns neue Perspektiven eröffnet. Der Gesamtorganismus und die einzelnen Gewebe haben unter definierten Bedingungen eine bestimmt Wiederbelebungszeit nach totaler Ischämie (es ist die Zeitspanne, innerhalb der es möglich ist, durch Wiederzufuhr von oxygeniertem Blut die Funktion des Organismus oder einzelner Organe voll wieder herzustellen).

17,5% der für Hirntod erklärten Menschen hätten die Chance einer dauerhaften Erholung, wenn, ja wenn sie nicht explantiert worden wären.

[Aus: raum&zeit 88/97, Der Patient wird völlig entblutet und seine Organe zugleich unterkühlt]

Instrument der Gehirnwäsche:

Mit sogenannten 'Aufklärungsbroschüren' wirbt ein 'Arbeitskreis Organspende' für Organspenden. Gleich am Anfang der Broschüre steht eine faustdicke Lüge: "Eine Transplantation ist eine Operation, bei der gesunde Organe oder Gewebe eines Verstorbenen auf einen chronisch schwer kranken Menschen übertragen werden ..." Daß der Spender noch leben muß, wenn seine Organe herausgeschnitten werden, weil sonst die Organe unbrauchbar geworden sind, wird mit Absicht verschwiegen.

Die Rede ist von 'Verstorbenen'. Du als Organspender kannst beruhigt sein, Du bist längst tot, wenn wir an Dir herumschneiden. Das ist die verlogene Botschaft.

[Aus: raum&zeit 88/97, Der Patient wird völlig entblutet und seine Organe zugleich unterkühlt]

Organspender wachte aus Koma wieder auf

London - Nach einem Tauchunfall in Südafrika war der Brite Mark Newton (28) klinisch tot: Die Ärzte baten die Eltern, seine Organe freizugeben; sie willigten ein. Als die Beatmungsmaschine abgeschaltet werden sollte, erklärte die Mutter jedoch: "Ich nehme Mark doch lieber mit nach Hause." In England erwachte der Mann: Sein Gehirn funktioniert wieder.

[Aus: Täglich Alles, 15.2.96, Organspender wachte aus Koma wieder auf]

Was in den Spitälern vor sich geht: Die ergreifende Geschichte von Martin Banach, der im letzten Moment gerettet wurde

Es geschah in Neapel, im Jahre 1995. Ein junger deutscher Tourist, Martin Banach (18), verbringt seine Ferien in Italien, in Ischia, als er von einem Auto angefahren wird. Er wird bewußtlos ins Spital Cardarelli in Neapel eingeliefert und sofort als künftiger Organspender abgestempelt: Man will ihm Herz, Niere, Leber und die Augen entnehmen.

Glücklicherweise wird in seiner Tasche ein Identitätsausweis gefunden, mit seiner Adresse in Düsseldorf, und irgend jemand benachrichtigt seine Familie. Der Vater von Martin, der am Telephon antwortet, hört die Frage, ob sein Sohn einen Spenderausweis habe. Man erklärt ihm, daß sich sein Sohn im Koma befinde: Es sei nichts zu machen, sie wollen die Einwilligung zur Explantation. "Nein!", schreit der Vater am Telephon: "Nein! Rührt meinen Sohn nicht an!" Verzweifelt besteigen die Eltern das erste Flugzeug nach Neapel: man schreibt den 3. August 1995. Ein paar Stunden später suchen Martins Eltern im Spital Cardarelli nach der Intensivstation; doch sie werden vor der Tür der Abteilung abgefangen. Sie können ihren Sohn nicht sehen; dieser ist völlig verlassen und unbehandelt; er wird lediglich künstlich beatmet, um seinen Organen Sauerstoff zukommen zu lassen: Das wird bei potentiellen Organspendern vor der Entnahme so gemacht. Am nächsten Tag sind die Eltern wieder im Spital, in der Hoffnung, ihren Sohn sehen zu können; doch sie werden wiederum abgewiesen. Sie verschaffen sich einen Dolmetscher, um sich besser verständlich zu machen; sie sprechen mit einem Arzt, einem gewissen Prof. Ruggeri, doch auch er weist sie ab. Völlig verstört, entsetzt, telefonieren die Eltern einem befreundeten Arzt in Deutschland; dann suchen sie ein zum Krankentransport geeignetes Flugzeug; doch die Leute vom Flugzeug informieren sich im Spital Cardarelli und vernehmen, daß der Patient verstorben sei. Sie weigern sich, "Tote" zu transportieren. Während sich der Vater um Telefonate, Fax und unzählige weitere Dinge kümmert, wacht die Mutter im Spital, im Korridor vor der Intensivstation, wo sich Martin befindet und wo man sie nicht eintreten läßt. Drei Tage später, am 6. August, kommt per Flugzeug eine junge entschlossene Ärztin aus Deutschland an, doch nicht einmal sie läßt man Martin sehen! Dann, nach Drohungen und großer Beharrlichkeit, öffnet sich ihnen endlich die Stahltür, hinter der sich Martin befindet, noch immer völlig verlassen und ohne Behandlung, lediglich ans Beatmungsgerät angeschlossen. "Sprecht mit ihm", sagt die Ärztin zu den Eltern. Die Mutter streicht über sein Haar, der Vater drückt ihm die Hände, die Augenlider von Martin flattern: Er befindet sich im Koma; doch er hat seine Eltern erkannt!

Martin wird in die Universitätsklinik von Essen überführt: Er hat ein Schädel-Hirntrauma; doch schon am ersten Tag öffnet er die Augen und redet: "Ich will nach Hause", sagt er. Heute hat Martin sein Studium abgeschlossen; er spielt Korbball und feiert im kommenden Februar seinen zwanzigsten Geburtstag. Er hat keinerlei bleibende Schädigungen erlitten; er ist völlig genesen: "Ich werde dafür kämpfen, daß niemand bei sogenannten Hirntoten Organe entnehmen kann", sagt er, "ich hatte Glück, dank meiner wundervollen Eltern. Doch wie viele hatten es nicht?"

[Aus: Orizzonti, 73/97, Mörder im weißen Kittel]

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