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Die Onkologie
- und was (sich) die Schulmedizin sonst noch leistet
Eine Sammlung offizieller Statements;
zusammengestellt von 'Die Eltern von Olivia' |

... und was (sich) die Schulmedizin sonst noch leistet!
DER KRIEG GEGEN DIE MASSE - oder B I O E T H I K
Das K L O N E N
Ursel Fuchs:
Schauen Sie; heute habe ich in der Zeitung gelesen, in
Frankreich hat eine Firma, d.h. sie
hat sie auf den Bahamas gegründet, ein Unternehmen zum Klonen von Menschen. Wir
haben die Geschichte mit dem Schaf Dolly hinter uns. Die Franzosen auf den Bahamas sagen,
hier erlauben die Gesetze so ein Institut und wir apellieren in erster Linie an Paare, die
keine leiblichen Kinder anders kriegen können und wir haben ethisch überhaupt keine
Bedenken, weil doch der Mensch ein Recht auf genetisch eigenen Nachwuchs hat. Da sehen
Sie; es geht hinein in eine Form der Menschenzüchtung. Peter Huemer:
Bleiben wir dabei. Sie haben gerade das Klonen angesprochen, also das
Vervielfältigen des Menschen, d.h. denselben Menschen mehrmals herstellen. Bei
Embryos ist es ja schon geschehen. Ich vermute, man hat diese Embryos dann weggeworfen
[sic!] . Aber die Entwicklung ist wohl nicht mehr aufzuhalten. Würden Sie das als
schwarze Utopie bezeichnen?
Ursel Fuchs:
Das ist keine schwarze Utopie! Das ist zwar schwarz, aber es ist längst keine
Utopie mehr! |
[Aus: ÖR; 'Im Gespräch', 15.5.1997, mit Peter Huemer und Wissenschaftsautorin
Ursel Fuchs; Thema: Bioethik]
| Die Reproduktionsmedizin werden es lesbischen Frauen ermöglichen, miteinander ein
Kind zu bekommen. Die Eizelle stammt von der einen Partnerin, das Erbgut von der anderen.
Eine ähnliche Form menschlicher Chimäre entsteht schon jetzt im Labor. Eine noch
unheimlicher anmutende Form der Fusion ist längst, wenn auch zunächst von den Ärzten
unbemerkt, vollzogen worden: Bei einer Retortenzeugung in Schottland, so berichtet jetzt
das "New England Journal of Medicin", sei versehentlich ein zweieiiger Einling
entstanden. Nachträgliche Gentests an dem in-vitro-Kind bewiesen, daß im Labor zwei
Embryonen zu einem verschmolzen waren. Das Kind, als Mischmasch aus einem weiblichen und
einem männlichen Wesen geboren, geht inzwischen in die Schule; seine weiblichen
Geschlechtsorgane wurden operativ entfernt.
Für Silver sind derartige Beispiele Vorboten einer neuen Zeit, in der die menschliche
Reproduktion immer gezielter von Ärzten gesteuert werden wird. |
[Aus: DER SPIEGEL, 6/1998, Die Zukunft ist jetzt]
| Werden dereinst Schweine Leihmütter von Menschenbabys sein? Als so
"segensreich" sehen sie die Möglichkeit des Klonens an, " daß es eine
Tragödie wäre, wenn altmodische theologische Skrupel zu einem fortschrittfeindlichen
Verbot führen würden".
[...]
Einen "totalen Meinungsumschwung hat auch Lori Andrews ausgemacht.
Die Juraprofessorin aus Chicago beobachtet seit Jahren einen Prozeß, den sie Akzeptanz
auf Raten nennt: Zunächst werde eine Neuheit, so Andrews, mit
Entsetzen abgelehnt. Erst schwinde die Empörung, dann werde die Neugier geweckt, bis
schließlich langsam, aber stetig die Zustimmung wächst.
Nach diesem Muster habe sich die künstliche Befruchtung durchgesetzt, ebenso das
Einfrieren menschlicher Embryonen und die Nutzung von Leihmüttern. Nichts anderes
vollziehe sich in der Klon-Diskussion. Das einzig Ungewöhnliche sei das enorme Tempo, mit
dem die Akzeptanz des Klonens zunimmt.
[...]
Forscher in Wisconsin hatten das Erbgut von Schafen, Ratten, Schweinen und Rhesusaffen in
die Eizellen von Kühen implantiert. In der Gebärmutter der Leihmutterkuh reiften
daraufhin Embryonen anderer Art heran.
Zwar endete bisher jede der Schwangerschaften mit einer Fehlgeburt. Dennoch sehen sich
Ethiker plötzlich vor eine neue knifflige Frage gestellt: Sollen dereinst Kühe, Schweine
oder Schimpansen Leihmütter für Menschenbabys sein? |
[Aus: DER SPIEGEL, 6/1998, Die Zukunft ist jetzt]
| Der Schöpfer des Klonschafes bedauert: Keine Tierkopie
ist genausogut wie das Original
Gründlicher kann man einem Schaf seinen Ehrentag nicht verderben: Gut
einen Monat vor dem dritten Geburtstag am 5. Juli stellten die Schöpfer
von Dolly, dem Klonschaf, fest, daß das Tier innerlich schon neun Jahre
alt ist. Zumindest wenn vom Zustand des Erbmaterials des Tieres
ausgegangen wird. Bereits unmittelbar nach der Geburt, so die späte
Erkenntnis seiner geistigen Väter, war Dolly ein greises Schaf im
Lammpelz.
...
Dollys innere Uhr, so die neue Erkenntnis, ist jedoch schon weiter
abgelaufen als die von äußerlich gleichartigen Tieren. Eine Ursache:
Dolly ist die exakte Kopie eines sechs Jahre alten Schafes. |
[Format 22/99 - Geklonte Tiere: Das Erbmaterial von Dolly ist dreimal so
alt wie das Schaf selbst]
| "Alles, was wissenschaftlich machbar ist, wird auch
gemacht werden", ist der deutsche Physik-Nobelpreisträger Klaus von Klitzin
überzeugt. "Daher glaube ich, daß auch irgendwann Menschen geklont
werden", so der Leiter des Stuttgarter Max-Planck-Institutes für
Festkörperforschung. Das Streben nach Erkenntnis sei durch Regeln nicht
zu verbieten. |
[Aus: Kurier, 28.8.2000 - "Alles, was machbar ist, wird auch gemacht
werden"]

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