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Die Onkologie
- und was (sich) die Schulmedizin sonst noch leistet
Eine Sammlung offizieller Statements;
zusammengestellt von 'Die Eltern von Olivia' |

... und was (sich) die Schulmedizin sonst noch leistet!
DER KRIEG GEGEN DIE MASSE - oder B I O E T H I K
Menschenzüchtung ...
| Wissenschaftler der Universität Tokio bewiesen kürzlich
mit künstlichen Brutkästen, in denen Ziegenembryos heranwuchsen, daß es
sogar zur Entwicklung des gesamten Organismus bald keines natürlichen
Mutterleibes mehr bedarf. |
[Profil 40, 4.10.99 - Schöner neuer Mensch]
| Zwei Klassen
Während fünf Millionen Evolutionsjahren entfernte sich unsere
Erbinformation nur um zwei Prozent von der des Affen. "Im nächsten
Jahrhundert wird sich dies radikal ändern", prophezeit Silver.
Allerdings nicht für alle gleich. Während sich die Reichen genetisch
optimieren, würden sich laut Silver die Armen wie bisher zufällig
fortpflanzen. Binnen weniger Jahrhunderte ergäben sich damit zwei
genetisch unterschiedliche Arten Mensch, die sich genetisch so weit
voneinander entfernt haben, daß sie untereinander nicht mehr zu kreuzen
sind. |
[Profil 40, 4.10.99 - Schöner neuer Mensch]
... zu 'kopflosen' Organspendern
| Britische Embryologen haben einen Frosch ohne Kopf geklont - Vorstufe des
'Organwesens', das den Nachschub für Transplantate sichern soll. London. - "Statt
einen intakten Embryo wachsen zu lassen, könnte man ihn genetisch so programmieren, daß
ein Wachstum in allen Teilen des Körpers unterdrückt wird außer in jenen, die man will
- plus Herz und Blutzirkulation." So zitiert die englische 'Sunday
Times' den Entwicklungsbiologen Jonathan Slack von der Bath University.
Mit relativ einfachen Mitteln sei es möglich, nicht nur den Kopf, sondern auch Rumpf und
Schwanz einer Kaulquappe am Wachsen zu hindern.
Die Übertragung der Technik vom Frosch auf den Menschen hält der Embryologe für
möglich, weil bei beiden Gattungen die gleichen Gene ähnliche Funktionen erfüllten. In
einem 'embryonischen Sack' in einer 'künstlichen Gebärmutter' sollen Herzen, Nieren,
Lebern, Bauchspeicheldrüsen erzeugt werden. Viele Wissenschaftler halten es für
unausweichlich: Nach dem geklonten Schaf Dolly kommt auch der geklonte Mensch.
Gewebeverträgliche Organe nach individuellem Bedarf und auf Bestellung liegen für die
Medizin in Reichweite. Das Problem der Knappheit an Spenderorganen wäre gelöst.
Die Aufzucht einzelner Embryoteile könnte laut 'Sunday Times' viele Widerstände von
Gentech-Gegnern und gesetzliche Barrieren umschiffen, weil die Organwesen ohne Hirn und
Zentralnervensystem per definitionem keine Embryonen wären. Das neueste
Forschungsresultat aus 'Doktor Frankensteins' Labor wird die Ethikdiskussion um die
Gentechnologie aber zweifellos weiteren Auftrieb geben. Ein Ethiker der Oxford University
spricht von "wissenschaftlichem Faschismus": "Wir würden Wesen
kreieren, deren einziger Daseinszweck es wäre, einer überlegenen Gruppe gefügig zu
sein."
Ob die gezielte Organproduktion von der Öffentlichkeit akzeptiert würde, hängt laut
einem Befürworter, der sich auf die Anwendung der Biologie in der Medizin spezialisiert
hat, vom 'Pfui'-Faktor ab - also davon, ob die Menschen das Grausen packt oder
nicht.
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[Aus: Tages-Anzeiger, 20.10.97, Kopflose Organspender]
| Der Bremer Professor Klaus Haefner gab zu Protokoll, die Produktion
des Homo xerox sei langfristig kaum aufzuhalten. Und die Marburger Humangenetikerin
Helga Rehder kam zu dem Schluß: "Wenn und die Argumente
ausgehen, wird es gemacht." |
[Aus: DER SPIEGEL, 6/1998, Die Zukunft ist jetzt]

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